KarLmom: Countdown #9days

Von Dearkarl

KarLmom // Countdown – Nur noch 9 Tage. Eine aktuelle Runde Facts und ein paar Gedanken zu Nestbautrieb und Warten müssen:

Warten. Sich überraschen lassen. Zwei Dinge die ich absolut nicht gut kann. Und wenn man auf das Ende seiner Schwangerschaft wartet, dann verbinden sich diese zwei Dinge auch noch. Ganz schlecht. Also eigentlich freue ich mich immer, wenn mich jemand überrascht – aber dann darf ich davon vorher absolut nichts wissen. Weil ich nicht weiß, wann es tatsächlich losgeht, stehe ich quasi total unter Strom und bin absolut Hormon gesteuert am aufräumen, planen, Ordnung machen und checke alles tausendfach. Meine Kliniktasche habe ich nun schon mehrfach gepackt (Meine Hormone brauchten mehr Klamotten und mehr Kosmetik) und die ersten Outfits für Baby J liegen auch schon parat. Wenn ich früher den Haushalt ruhig mal etwas warten lassen konnte, dann kribbelt es mir jetzt schon während des Essens in den Fingern, dass ich im Anschluss direkt erstmal die Küche putze und wieder aufräume. Bei nicht-schwangeren Personen nennt man das Putzzwang – bei Schwangeren ist es der Nestbautrieb. Eigentlich schwachsinnig, denn wenn der Kleine erstmal da ist, kann ich diesen neuen Standard eh nicht mehr aufrecht halten. Aber es beruhigt mich. Dieser Nestbautrieb hat bei mir schon ziemlich früh eingesetzt und so habe ich bereits im Spätsommer die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt und alles rigeros aussortiert was ich nicht mehr brauche – schätzungsweise 80% aller Dinge hat so seinen Weg in eine Flohmarktkiste gefunden. Während ich diesen Artikel schreibe schießen mir übrigens auch schon wieder tausend Dinge durch den Kopf die ich noch erledigen möchte heute, dabei scheint die Sonne und ich sollte mich eigentlich gemütlich mit Decke und Tee in unseren Strandkorb setzen… mal sehen wie lange ich das aushalte! Oh, ich bin übrigens sehr gespannt, ob es nächste Woche noch einen Countdown bei KarLmom gibt, oder ob der Kleine bereits da ist?!

Facts:

Blutzuckerwerte: Werte sind, wenn ich mich an die Diät halte, super. Wenn das Wörtchen “wenn” nicht wäre.

Wassereinlagerungen: Naja, ein bisschen hier und ein bisschen da. Strumpfhosen tragen ist angenehm, die unterstützen die Blutzirkulation in den Beinen!

Stimmung: Eigentlich gut. Aber das kann ganz schnell umschlagen. Und nervös.

Gewicht: Während der feiertage habe ich ganz schön zugeschlagen – trotz Diät-Vorgaben. Ich habe mich seitdem nicht mehr gewogen, aber ein bisschen habe ich sicherlich nochmal zugenommen. Da mein Gewicht die letzten Woche aber stagnierte, finde ich das absolut nicht schlimm.

Baby: Er ist viel ruhiger geworden. Wenn er sich dann mal bewegt, kann es doch schon malnchmal etwas weh tun. Vor allem wenn er dann de Blase attackiert.

Schwangerschaftsstreifen: Da gibt es nichts mehr schön zu reden, Schwangerschaftsstreifen sind ein Unikat – so muss man das sehen! Ein Kunstwerk, das man nirgedns kaufen kann. Streifen sind nächste Saison eh absolut modisch. Und ich laufe eh NIE bauchfrei rum.

Bauchnabel: ist grün und gelb vom ganzen Babytreten und steht fröhlich raus. Bin gespannt wie sich das hinterher wieder regulieren will.

Hautbild: Momentan wie vor der Schwangerschaft, mal ein/zwei Pickelchen, ein bisschen trocken, allgemein ok.

Lieblingsgetränk: Wasser (wird hier nur aufgezählt, weil ich davon so viel trinke, nicht weil es mir schmeckt), Cola light, verschiedene Tees, Kaffe!

Lieblingsessen: Das was mir in die Quere kommt. Momentan kann ich mich mit fast allem anfreunden, ist egal was, hauptsache es macht mich satt…

Schwangerschaftsbeschwerden: Mein Becken schmerzt arg morgens nach dem Aufstehen, umdrehen nachts ist quasi nicht alleine möglich, ich muss ständig auf Toilette, habe ständig Hunger, meine Fingerspitzen tun vom ganzen Blutzuckermessen langsam weh und es nervt mich, dass ich teilweise so langsam bin. Seit Wochen kann ich nur schlecht einschlafen (bzw. erst sehr spät in der Nacht) -dafür putze ich dann, oder mache die Wäsche, oder koche. Mein Bauch ist mittlerweile echt groß und ich stoße ständig irgendwo gegen und bekomme die Schuhe nur noch erschwert an. Fußnägel lackieren ist auch ein interessantes Thema (das kann das härteste Workout werden wenn man es trotzdem durchzieht). Und für´s Strümpfe anziehen habe ich mir eine eigene Choreographie ausgedacht. Selbst meine Lammfellboots “zum reinschlüpfen” bekomme ich nur noch mit extralangem Schuhanzieher an. ABER eigentlich ist alles ok, gehört halt dazu und ich will auch nicht meckern. Update 37.SSW: die Puste geht mir so langsam aus, auf dem Rücken liegen geht gar nicht mehr und der berühmte Pinguingang ist teilweise nicht mehr zu verhindern. UPDATE: Und dann gibt es aber auch immer wieder Tage an denen alles in Ordnung ist und mich erschrecke, dass es keine vier Wochen mehr bis zum errechneten Termin sind. UPDATE 38.SSW: Schlafen wollen und können sind zwei Paar Schuhe, vor allem wenn man einfach nicht müde wird. Vorletzte Nacht habe ich sogar ganz durchgemacht und dafür dann gestern nur Mittags zwei Stunden geschlafen. Die Wohnung hat sich gefreut: Die Küche blitzt, sogar die Fronten habe ich während meiner Nachtschicht abgewischt. Die ganze Wäsche gewaschen, gebügelt und zusammen gelegt.  Gekocht, gebacken und alle Weihnachtsgeschenke verpackt. UPDATE 39.SSW: Ich bin dauermüde, kann aber trotzdem erst sehr spät abends einschlafen. Der Pinguingang ist komischerweise wieder weg. Schuhe mit ein bisschen Absatz sind bequemer als flache. Dummheit und Vergesslichkeit machen sich breit.

Vorbereitungen: Wir sind soweit! Das Zimmer steht (schon seit der 31. Woche), muss nur nochmal durchgeputzt werden und ein paar Dekoideen möchte ich noch umsetzen. Kliniktasche ist nun fertig gepackt (mal schauen wie of t ich sie noch umpacke!). Auch für den Kleinen habe ich eine kleine Kliniktasche vorbereitet. Oh, ein paar Sachen fehlen noch, aber die kann man zur Not auch noch später besorgen wenn er da ist. Es wird nochmal alles geputzt und gewaschen wozu ich die nächsten Monate wohl erstmal nicht kommen werde (Gardinen zum Beispiel). Sogar ein neues Auto haben wir uns gekauft, damit wir mehr Platz haben. Ich war beim Friseur, gehe demnächst mal zur Fußpflege und zur Kosmetikerin und habe fast alles noch einmal gemacht was ich ab der Geburt vorerst nicht mehr machen kann (Kino zu zweit, Wellness, alleine durch die Stadt bummeln, zu zweit essen gehen, in Ruhe mit Freunden treffen, u.a.). Auch die Formalitäten sind nun vorbereitet und warten eigentlich nur noch auf das Geburtsdatum. Wir können nun nichts mehr machen außer warten. Oder ich wasche halt nochmal alles. UPDATE 39.SSW: Momentan sortiere ich alte Kartons durch, in die ich die letzten Jahre einfach immer wieder nur alles reingeworfen habe – wenn ich das fertig habe, habe ich absolut nichts mehr zu tun und weiß nicht was ich dann anstelle. Streichen? Neuen Boden verlegen?