Kann die Menschheit ohne Staaten leben?

Etatisten und Kapitalisten würden sofort mit einem Nein antworten. Doch sehr wohl ist eine Welt ohne Staaten möglich. Schließlich haben Völker in den Anfängen der Menschheitsgeschichte bereits ohne Staaten existiert.
Der Anarchismus ist somit eine Gesellschaftsform, die auch in jüngster Zeit wieder stark im Kommen ist, da Regierungen als Vertreter von Staat&Kapital (beides ist untrennbar von einander, da Staaten Kapitalsammelbecken sind) es nicht schaffen beziehungsweise schaffen wollen, die jeweilige Bevölkerung eines Staates freiheitlich leben zu lassen. Anarchisten sehen im Staat ein Ausbeutersystem, von dem nur Wenige profitieren.
Das Streben des Anarchismus ist eine befreite Gesellschaft, die nicht der Bürokratie des Staates unterworfen ist. Das Ziel ist somit die Herrschaftslosigkeit und das Erreichen eines freiheitlichen Sozialismus; tatsächlicher Kommunismus (nicht zu verwechseln mit dem zentralisierten Sozialismus/Staatskapitalismus).
Eine derartige Solidargesellschaft kann jedoch nur auf Vertrauen basieren, und es liegt an jedem einzelnen Menschen, die nötige Einsicht zu erlangen, dass weder Staat, noch Kapital benötigt wird, um friedlich miteinander zu leben. Anarchie ist immer dort, wo eine Ordnung nicht unter Zwang geschaffen wird.
Bereits während der spanischen Revolution (Doku: "Die Utopie leben") schufen Anarchisten ein erfolgreiches wirtschaftliches, gesellschaftliches sowie bildungstechnisches Experiment, bis die Nationalisten die anarcho-kommunistische Gesellschaft mit Waffengewalt zerstörte und wieder dem Kapital übergaben.
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