Kamel-Schokolade in „Bayerwald-Holz“

Kamel-Schokolade in „Bayerwald-Holz“
Seit mehr als 60 Jahren verarbeitet die Holzmanufaktur Max Liebich aus Regen Hölzer aus dem Bayerischen Wald zu edlen Präsentverpackungen. Foto: obx-news
Regen (obx - internet-zeitung) – Wein oder Pralinen gehören zu den eher einfallslosen Geschenk-Ideen fürs Weihnachtsfest. Wer seinem Standard-Präsent eine individuelle Note verleihen will, dem bietet ein Unternehmen aus Niederbayern Abhilfe – die Holzmanufaktur Max Liebich aus Regen ist bundesdeutscher Marktführer in der Entwicklung und Produktion hochwertiger Holzverpackungen nach Maß. Vom Schiebedeckelkasten mit Digitaldruck bis zur mit Seide ausgelegten Massivholz-Kassette in Edelfurnier-Intarsien, reichen die Möglichkeiten. Unternehmen rund um den Globus präsentieren ihre Produkte in exklusiven Holzverpackungen „Made in Niederbayern“ – ob arabische Kamelschokolade, schottischer Whisky, australischer Wein, deutscher Lebkuchen oder amerikanisches OP-Besteck.

Über 900 Produkte hat die Holzmanufaktur Max Liebich im Sortiment. Seit mehr als 60 Jahren verarbeitet das Traditionsunternehmen Hölzer aus dem Bayerischen Wald zu edlen Präsentverpackungen für Pralinen, Spirituosen, Wein und Feinkost aller Art. Der Clou: die meisten Produkte sind individuelle Anfertigungen nach Vorlage des Kunden. Aus Zeichnungen, Fotos oder 3D-Animationen machen die Profis der Holzmanufaktur einen Prototyp. Zwei bis fünf Tage später ziert die neue Verpackung ihren Inhalt.

„Nur fünf Prozent unserer Holzverpackungen sind Standard-Produkte, der Rest wird individuell entwickelt“, sagt Dr. Thomas Koy, Inhaber der Holzmanufaktur. Mehr als 900 individuelle Verpackungen werden jährlich in dem Betrieb produziert, dazu über 200 Holzprodukte für den Hobby- und Spielebereich. Jedes Jahr entstehen etwa 40 neue Verpackungen, das entspricht einer Innovationsquote von 20 Prozent. Der Gestaltung sind dabei kaum Grenzen gesetzt: So zieren beispielsweise die Schokoladen-Verpackung eines Kunden aus Dubai mit Brandstempeln aufgebrachte Kamele und arabische Schriftzeichen in eingeprägter Goldfolie.

Außerdem im Angebot der Holzmanufaktur: Weihnachtliche Holz-Produkte vom wieder befüllbaren Adventskalender zum Bemalen über Kassetten und Schatullen mit Weihnachtsmotiven in Sieb- oder Digitaldruck bis zur Krippe. Ab August sind die bis zu 70 Mitarbeiter des Traditionsunternehmens mit der Produktion für das Weihnachtsgeschäft beschäftigt. Auch im Trend: Holzspielzeug aus heimischer Produktion. „In diesem Bereich haben wir das größte Wachstum im Export“, sagt Koy. Die Importe von billigem Plastikspielzeug aus China seien im letzten Jahr um etwa 10 Prozent zurückgegangen. Nach vielen Skandalen um schädliche Chemikalien in Kinderhand setzen immer mehr Eltern auf Spielzeug „Made im Bayerischen Wald“, das Koy im Februar erstmals auf der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg präsentiert.

Thomas Koy hat die Holzmanufaktur Max Liebich vor knapp einem Jahr übernommen. Zuvor war er jahrelang Europadirektor eines amerikanischen Unternehmens der Verpackungsindustrie mit Sitz in der Schweiz. Mit dem Kauf des niederbayerischen Mittelständlers hat er sich einen Kindheitstraum erfüllt: „Jetzt kann ich mich um innovative Produkte für interessierte Kunden kümmern und bin nicht mehr der amerikanischen Börse verpflichtet“, sagt der gebürtige Preuße im Bayerischen Wald.

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