Kambodschas Toiletten Problem

Unterricht über FäkalienKambodscha hat die geringste Toilettendichte aller südostasiatischen Länder, nirgends wird soviel in der freien Natur defäkiert und uriniert wie hier. Dieser Zustand führt zu Krankheiten, wirft umwelttechnische Probleme auf und behindert die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die Lösung der Sanitärprobleme ist deshalb von entscheidender Bedeutung und eine von Kambodschas größten Herausforderungen. Im Dorf Damnach Trach, etwa eine Stunde von Phnom Penh entfernt, haben sich deshalb schon mal die Bewohner versammelt, um über menschliche Fäkalien zu sprechen. Unter einem Wellblechdach, erklärt eine Mitarbeiterin der Organisation WaterSHED, den Leuten wie Exkremente Krankheiten verursachen können.

Viele vermeidbare Krankheiten werden in Kambodscha durch offenes defäkieren ausgelöst. Sich einfach in die Büsche zu hocken, um sein Geschäft zu erledigen, ist in ländlichen Gegenden, wo 80 Prozent der Haushalte keine Toilette haben, eine gängige Praxis. Der größte Teil der Landbevölkerung defäkiert einfach irgendwo auf dem Feld oder im Wald, wie es schon seit Generationen gemacht wurde. Laut WaterSHED Mitarbeiterin, wissen die Leute über die negativen Auswirkungen ihres Handelns genauso wenig wie darüber, das eine einfache Latrine die Probleme weitestgehend eindämmen kann. Offenes defäkieren dagegen verunreinigt die Erde, das Wasser und die Luft, sowohl über als auch unter der Erde.

In Kambodscha stirbt jedes achte Kind, durch Infektionskrankheiten, innerhalb der ersten fünf Lebensjahre, wovon viele der Krankheiten vermeidbar gewesen wären. Dabei bilden Durchfallerkrankungen den größten Anteil, welche nachweislich durch schlechte sanitäre Zustände verursacht werden. Neben erhöhter Kindersterblichkeit, gesundheitlichen Beeinträchtigungen und ökologischen Problemen leidet auch die Produktivität durch übermäßig viele krankheitsbedingte Ausfälle in Firmen und Fabriken. Laut einer Weltbank Studie verliert eine kambodschanische Familie auf dem Land jährlich 70 $ durch krankheitsbedingte Ausfälle, die durch schlechte sanitäre Verhältnisse verursacht wurden. Das ist mehr als wie viele Menschen hier im Monat verdienen.

Aber nicht nur auf dem Land sind die sanitären Zustände mehr als bedenklich auch in Phnom Penh wird das Abwasser in einem offenen Kanal durch einen dicht besiedelten Teil der Stadt geleitet. Während der Regenzeit läuft der Kanal dann regelmäßig über und verteilt die Brühe im gesamten umliegenden Gebiet. Danach geht der stinkende Abwasserschlamm in eine Pumpstation und wird von da aus über einen Abflusskanal in einen Stadtsee geleitet, der dann in die beiden größten Flüsse der Stadt entleert wird. Da sich die Einwohnerzahl von Phnom Penh, in den letzten 15 Jahren, verdoppelt hat ist dieses antiquarische Abwassersystem mittlerweile eine Gefahr für die städtische Umwelt und die Gesundheit der Anwohner.

Quelle: http://www.dw.de/cleaning-up-cambodias-toilet-problem/a-17218678

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