Kaiser Chiefs – Das New Fall Festival holt BritPop der Extraklasse nach Düsseldorf

Erstellt am 13. Oktober 2014 von Cornelia Wilhelm @NiveauKlatsch

Kaiser Chiefs/ Danny North

Nur wenige Minuten nachdem wir uns auf die ebenso ehrwürdigen wie ausreichend gepolsterten Sessel der Tonhalle bequemen durften, betraten auch schon die Kaiser Chiefs die Bühne.
Nach kurzen einleitenden Worten durch Sänger Ricky Wilson begann die Band fulminant und es machte sich sofort Unruhe breit.
Mit Blick auf die Platzanweiser und Ordner standen die ersten Fans auf, da es sie nicht auf den, wenn auch äußerst komfortablen, Sitzen hielt. Spätestens als die ersten Takte des zweiten Songs „Everyday I love you less and less“ aus den Boxen drangen, war es mit der Beherrschung vorbei. Die Leute sprangen auf ihre Füße, tanzten und sangen den Text aus voller Kehle mit.
Der neue Schlagzeuger Vijay Mistry erledigte seine Aufgabe mit Bravour und als Ricky „It's cool to know nothin“ sang, lag er mit keinem Schlag daneben. Bei der Live-Vorstellung des neuen Songs „Roses“ von der Platte "Education, Education, Education & War" holte der Sänger eine junge Frau auf die Bühne, um mit ihr zu Tanzen. Dann kniete er sich vor sie nieder und zuletzt trug er sie sogar von der Bühne, als wäre die Trauung soeben vollzogen worden.
Danach folgte mit „Coming Home“ die Single-Auskopplung des neuen Albums und eine weitere Ballade. Genau im richtigen Moment wurde nun mit „Ruby,Ruby,Ruby“ die Menge wieder auf Temperatur gebracht. Gleich darauf folgte mit „I predict a riot“ eine Aufforderung und direkt vor uns sprang ein britischer Fan auf die Sessellehnen der Vorderreihe und riss seine Arme in die Luft. Von den Ordnern fehlte mittlerweile jede Spur.
Nach knapp 80 Minuten waren auch die beiden Zugaben gespielt und die Band ließ den Angry Mob euphorisch in der Tonhalle zurück. Wir hätten gern noch „Highroyds“ oder „Heat Dies Down“ gehört.
Na dann, nächstes Mal! Versprochen?!
Carsten Klebe und Nady Seyfarth vom 2. Parkett