Jogi Löw «sticht in See»

Sie posierten lässig wie Dressmen auf der Motorhaube der polierten Luxuskarosse. Gut gebräunt, entspannt und cool schauten Jogi Löw und Oliver Bierhoff, das Führungsduo der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, in die Kameras. So sehen Siegertypen aus, sollten diese Mienen wohl verkünden. Auch die Assistenten Hansi Flick und Andreas Köpke kamen noch lässig lächelnd dazu.

Und genauso selbstbewusst wie auf der Motorhaube präsentierten sich Teamchef Löw und Teammanager Bierhoff auch auf dem Podium, bei der ersten Pressekonferenz auf dem Weg zur Europameisterschaft 2012 in der Berliner Filiale eines DFB-Sponsors. 108 Tage vor dem ersten Gruppenspiel gegen Portugal hat der Countdown bis zur EM für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft offiziell begonnen. «Das ist das Jahr der großen Chancen», sagte Löw.

Der 52-Jährige propagierte bei der Vorstellung seiner Stategie bis zur EM vor allem die Leichtigkeit und Entspanntheit, mit der das Team der Mannschaft den großen Titeldruck zu nehmen gedenkt. «Die Fallhöhe ist aufgrund der Erwartungennatürlichgroß – das ist die Last der guten Tat», gab der Bundestrainer zu bedenken. «Aber wir werden ein gutes Turnier spielen – die Philospophie passt.»

Vettel als Motivator angefragt

«Zwei enorme Sprünge unserer Mannschaft», hat Löw in den vergangenen Jahren ausgemacht: «Erstens können wir uns im spielerischen Bereich mit den Besten der Welt messen», sagte Löw. «Und zweitens haben wir eine Mannschaft mit ganz verschiedenen Charakteren zusammengestellt, die für unsere Gesellschaft als Vorbild dient.» Respekt und Integration seien gelebte Realität im Team.

Im Trainingslager in Südfrankreich und auf Sardinien will Löw an der Feinabstimmung basteln, um «Kleinigkeiten auf unserem hohen Niveau verbessern». Dazu organisiert Bierhoff ein Programm mit sportpsychologischen Maßnahmen, um den Teamzusammenhalt weiter zu stärken, «Spaßaktionen» und Gästen. So hat Bierhoff unter anderem Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettelangefragt. Vor der WM 2010 waren Mercedes-Pilot Nico Rosberg und Reinhold Messner zu Gast im DFB-Trainingslager. «Die Erfahrung hat gezeigt, dass es gut ist, den Spielern Freiräume zu geben», sagt Löw.

Löw will Cacau noch eine Chance geben

Wann genau und wo die spannende Frage beantwortet wird, welche Spieler im EM-Kader dabei sind, wollte der DFB noch nicht bekanntgeben. In jedem Fall soll Anfang Mai – vor oder nach dem letzten Bundesliga-Spieltag – die Nominierung bekanntgegeben werden. Die Erfahrung habe gezeigt, dass es wenig Sinn mache, zwei Monate vor der Nominierung abschließend über Personalien zu diskutieren, sagte Löw.

Für das erste der drei noch ausstehenden Länderspiele bis zur EM gegen Frankreich am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und im news.de-Liveticker) hat Joachim Löw sehr konservativ nominiert. Eine Überraschung ist nicht im 22er-Kader dabei. Zwar betonte der Bundestrainer immer wieder: «Die Tür ist nach wie vor ein spaltbreit offen.» Doch statt einen Neuling ins kalte Wasser zu werfen, bekommt Stuttgarts formschwacher Stürmer Cacau «noch eine Chance». «Es gibt keine Veranlassung, etwas zu ändern», sagt Löw. «Die Spieler, die zuletzt dabei waren, haben nicht enttäuscht.» Und noch sei ja genügend Zeit, «bis wir in See stechen». Wer Löw kennt, weiß, dass ihm eine Überraschung wie die Nominierung etwa des Gladbachers Rechtsverteidigers Tony Jantschke durchaus zuzutrauen ist.

Quelle:
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DFB-Team – Jogi Löw «sticht in See»


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