Jede Tafel ein Baum: Mit dieser Schokolade bekämpfst du Kinderarbeit und unterstützt Frauen in armen Ländern

Von Susanne328
5,26 Milliarden Euro macht der jähliche Produktionswert von Schokolade allein in Deutschland aus. Gerade zu Weihnachten erreicht der Schoko-Konsum wieder einen Höhepunkt. Doch ganze 70 Prozent de weltweit gehandelten Kakaos kommen aus Westafrika, wo Kinderarbeit an der Tagesordnung steht. Mit dem edlen Schoko-Label Original Beans kannst du wunderbaren Schokoladegenuss mit einem wichtigen Beitrag für Menschen in benachteiligten Ländern und die Umwelt verbinden. Jede Tafel zählt!
Wer eine Tafel Original Beans kauft, verursacht, dass am anderen Ende der Welt ein Baum gepflanzt wird. Und zwar von einer Bäuerin, die in einer organisierten Kooperative arbeitet und so ihre Existenz zu fairen Bedingungen gesichert hat. In unserem Fall lebt sie am Rande des Virunga Nationalparks im Ostkongo - einer Region, die sehr arm ist und in der Frauen sehr gefährdet leben. Uns hat das System von Original Beans so beeindruckt, dass wir es euch näher erklären wollen. Jede Tafel und damit jeder einzelne Baum helfen dabei, die sozio-ökonomische Lage dieser benachteiligten Frauen zu verbessern und das Weltklima zu schützen.

So funktioniert das Prinzip:


Schritt 1: Du kaufst eine Tafel und erhältst einen Code
Diese Code befindet sich auf der Rückseite der Tafel. Du kannst ihn auf der Webseite von Original Beans eingeben und kommst direkt zu deinem Baum und dem Projekt, das du mit deiner Tafel unterstützt.
Schritt 2: Setzling wächst in Baumschule

Der Baumsetzling ihrer Tafel wächst in einer von Frauen geführten Baumschule vor Ort, in der er professionell gehegt und gepflegt wird, bis er groß genug ist, um abgegeben zu werden.
Schritt 3: Die Bäuerin erhält ein Bäumchen
Nach drei bis sechs Monaten (abhängig von der Baumart) werden die Pflänzchen an Bäuerinnen ausgehändigt, welche die wertvollen neuen Bäume mit nach Hause nehmen, was ihnen den Respekt der Gemeinschaft einbringt.
Schritt 4: Der Baum wird vor Ort gepflanzt
Zweimal im Jahr während der Regenzeit – also von September bis November und von März bis Mai – werden die Bäume in den Gebieten rund um die Baumschulen eingepflanzt.

Eine Frau zu sein, ist extrem gefährlich im nördlichen Kivu im Ostkongo

Systematische Schändungen von Frauen sind an der Tagesordnung. Traditionell werden Frauen als minderwertiges Geschlecht angesehen und ihre Existenz hängt von den Männern ab.
Der Austausch mit Bäuerinnen in einem von Original Beans unterstützten Radioprogramm hat gezeigt, dass der lokale Kakaosektor seit 2008 stetig gewachsen ist, die Situation der Frauen sich jedoch nicht verändert hat. Obwohl sie bei der Ernte von ertragreichen Pflanzen wie Kakao harte Arbeit leisten, sind sie nicht diejenigen, die das Geld verdienen, die Entscheidungen treffen und die Felder besitzen.
"Es gibt keine Alternativen zu dieser informellen 'Haushalts'-Wirtschaft, und die schockierend hohe Analphabetenrate unter Frauen verschärft ihre Situation", wie die Projektleiterin Hilde de Beule von Original Beans erklärt.
Zusätzlich vergrößert die kriegsgeschädigte Wirtschaft Kongos die Bürde der Mütter. "Es wird erwartet, dass sie in die Wälder gehen, um ihre Großfamilien mit Nahrung, Wasser und Feuerholz zu versorgen", sagt de Beule weiter, "und dadruch haben sie direkt mit der zunehmenden Entwaldung rund um den Virunga Nationalpark, einer der wichtigsten Biodiversitäts-Hotspots der Welt, zu tun." Es ist also dringend notwendig,  die Frauen zur Einnahme einer wirtschaftlichen Stellung im Kakaosektor zu ermöchtigen und ihre Rolle mit dem Schutz und der Aufforstung der Regenwälder zu verknüpfen.

Das Projekt: Stärkung von Frauen durch Schokolade und Bäume

Das Original Beans-Projekt hinter den Femmes de Virunga-Schokotafeln will die tägliche, harte Realität von Frauen im nördlichen Kivu im Ostkongo verbessern und die wirtschaftliche Stellung von Frauen im Kakaosektor heben. Das kann nur jedoch nur dann funktionieren, wenn die Qualitätssicherung zu einer weiblichen Domäne wird! Deshalb bildet Original Beans gemeinsam mit lokalen Partnern die Frauen zu Baumspezialistinnen aus, die sie für die Betreuung von Baumschulen befähigen. "Darüber hinaus werden wertvolle neuen Setzlinge an die Familien übergeben. Auch werden Frauen in der Bebauung und Pflege der Kakaofelder sowie in in Ernte- und Nachernteverfahren geschult", sagt Original Beans-Founder Philipp Kauffmann, "Sie lernen,wie Kakao geprüft und auch verkostet wird." Außerdem werden Alphabetisierungskurse und Schulungen für Unternehmertum und Management angeboten.

Die Ergebnisse: Stärkere Frauen und eine stärkere Natur

Der Erfolg spricht für das Projekt: Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen kongolesischen Frauenorganisationen und Kooperativen hat das das Projekt bereits hunderte Frauen aus der Region erreicht. Gemeinsam wurden drei Baumschulen in den Dörfern Mundubiena, Kinyembahore und Twanzane eingerichtet. In allen Baumschulen wurden Kakao-Anbau-Kurse etabliert, an denen schon 112 Frauen teilgenommen haben. "Die Schulungen werden von den Frauen sehr geschätzt und haben eine positive Dynamik in die Gruppen gebracht", ist Kauffmann stolz, "Die Frauen nehmen ihre neue Position als Unternehmerinnen an und lösen sich damit aus der Abhängigkeit."
Die Frauengruppen werden stärker. So wurden etwa Gruppenkassen eingerichtet, aus denen die Frauen kollektiv Güter wie Kochtöpfe und Schüsseln etc. kaufen können. Einige der Frauen konnten sogar ihre Wohnstätten mit Geldern aus diesen Kassen reparieren.
Eine wichtige Funktion nimmt auch das wöchentliche interaktive Radioprogramm mit Fokus auf Kakao von Reporterin Jasmin Batula ein. Es erreicht einmal pro Woche Frauen in den abgelegensten Gebieten. "Somit wird Wissen verbereitet und ein Austausch zwischen den Bäuerinnen und Experten ermöglicht", sagt Kauffmann.

Über eine Million neue Bäume gepflanzt!

Gleichzeitig hat sich auch die Natur rund um den Virguna Park erholt – schon eine Million Bäume sind seit 2008 neu gepflanzt worden! Ein unabhängiges Klima-Gutachten belegt, dass jeder einzelne Baum, der in einen intakten Kakaowald gepflanzt wird, 274g mehr CO2 absorbiert, als die Produktion einer Tafel Schokolade ausstößt – dank der klimapositiven Wertschöpfungskette von Original Beans.
Fotocredits: Original Beans