Jan Fabre, berühmt für seine Bic-art, in Wien

Wenn du in Wien bist oder in den nächsten Monaten vorhast hin zu fahren, kannst du bis zum 28 August in der Galerie des Kunsthistorischen Museum die Reihe „The Hour of Blue“ des interdisziplinären belgischen Künstlers Jan Fabre sehen.

jan fabre bic viena

Jan Fabre (1958, Antwerpen, Belgien) ist Dramaturg, Theater Regisseur, Choreograf, Dramatiker und bildender Künstler. Er hat im Municipal Institute of Decorative Arts und auf der Royal Academy of Fine Arts studiert. Seine ersten Theater-Scripts schrieb er zwischen 1976 und 1980. 1986 gründete er dann seine Theater Kompanie Troubleyn/Jan Fabre.

Fabre ist berühmt für seine Bic-art (1990 hat er das Tivoli Schloss in Mechelen komplett verkleidet mit Kuli-Zeichnungen auf Papier). „The Hour of Blue“ ist eine Serie, die aus dreidimensionalen Objekten und blauen Bic-Zeichnungen besteht. Alle Stücke dieser Serie wurden zwischen 1986 und 1990 erarbeitet.

Das interessante an dieser Ausstellung ist, dass sie in der Galerie mit der permanenten Sammlung des Kunsthistorischen Museums parallel existiert. So entsteht ein Dialog von klassischen Werken mit den zeitgenössischen Zeichnungen und dreidimensionalen Objekten von Fabre in ein und demselben Raum. Außerdem kann man in der Eingangshalle des Museums einige seiner wichtigsten Bronzeskulpturen betrachten.

Aber hier hört es noch nicht auf, denn zur gleichen Zeit (vom 12 Juli bis zum 14 August) findet das internationale Tanzfestival Impulstanz statt. Ein Festival bei dem sich für vier Wochen Tänzer, Tänzerinnen, Choreographen, Lehrer und Performer aus der ganzen Welt in Wien treffen. Vorführungen, Workshops, Untersuchungen und vieles mehr. Und weil Jan Fabre interdisziplinär arbeitet, wird er auch hier, in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museums, das ein weiterer Austragungsort des Festivals ist, einige seiner performativen Werke zeigen. Außerdem auf dem Programm dieses Festivals: „Preparatio Mortis“ (zusammen mit seiner Companie Troubleyn/Jan Fabre) und die Wiederaufführung der bekannten „Ilad oft he Bic art“ (1981) und „The Rea(dy) makes of the Performance Money“ (1979).

Natürlich gibt es auch die Cafés mit ihrer Livemusik (man sagt, dass im Café Frauenhuber einmal Mozart gespielt hat), das Sigmund Freud Haus oder man kann das Wien von Irving in „Garp und wie er die Welt sah“ kennenlernen oder „Hotel New Hampshire“. Aber die Möglichkeit, gleichzeitig noch die Bic-art und das Impulstanz Festival erleben zu können ist eine einmalige Gelegenheit.

Für mehr Information:

Kunsthistorisches Museum

http://www.khm.at

Impulstanz, internationales Tanzfestival:

http://www.impulstanz.com/