Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Hallo ihr Lieben! 🙂

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Jahr habe ich - aus verschiedenen privaten Gründen - wesentlich länger für den Jahresrückblick gebraucht als sonst, aber nun ist es vollbracht! Ich bin bereit, gemeinsam mit euch einen kritischen Blick zurück auf das vergangene Jahr 2017 zu werfen und munter zu analysieren, was ich wann wie gelesen habe.
Die alten Hasen unter euch kennen den Aufbau meines jährlichen Rückblicks bereits: zuerst spielen wir mit Statistiken herum, jonglieren mit Zahlen und beurteilen anhand einiger Infografiken, die ich in präziser Fummelarbeit bei Piktochart.com erstellt habe, inwiefern sich mein Leseverhalten 2017 im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Wir befassen uns mit jeder Kategorie einzeln; ich werde ein paar Worte dazu sagen und die Diagramme für euch interpretieren.

Danach folgt der spaßige Part. Wir bewerten 2017 auf der emotionalen Ebene. In den letzten beiden Jahren habe ich hierfür das Formular von Martina Bookaholics ausgefüllt, die mit detaillierten 30 Fragen nach unseren Leseerlebnissen des vergangenen Jahres forschte. Leider hat Martina für 2017 offenbar kein neues Formular erstellt (ich habe jedenfalls nichts gefunden), was vermutlich daran liegt, dass ihre Familie Nachwuchs bekommen hat. An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite! Allerdings haben sich die Fragen von 2015 zu 2016 nicht verändert, also nehme ich einfach mal an, dass das für 2017 auch nicht der Fall gewesen wäre und beantworte noch einmal die Fragen des letzten Jahres. Das einzige, worauf wir verzichten müssen, ist Martinas schicker Header. Aber keine Sorge, ich habe dafür selbst einen gebastelt. 😉

Bringt eure Sitze in eine aufrechte Position, klappt die Tische hoch und schnallt euch an - los geht die rasante Reise durch das vergangene Jahr 2017!

Statistiken interessieren euch nicht die Bohne und ihr wollt direkt zu den 30 Fragen springen? Dann klickt bitte HIER.

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In harten Zahlen war 2017 für mich weniger erfolgreich als 2016. Ich habe 6 Bücher und 3.926 Seiten weniger gelesen. Damit habe ich mein Leseziel von 85 Büchern um ein Buch verfehlt. Das wurmt mich, weil der Grund dafür in der Lektüreauswahl des Dezembers liegt. Hätte ich nicht entschieden, in meinem Urlaub „His Dark Materials" von Philip Pullman zu lesen, das stolze 1.102 Seiten umfasst und mich leider nicht begeistern konnte (mehr dazu später in der ausstehenden Rezension), hätte ich es geschafft. Ich ärgere mich, mein Leseziel nur deshalb nicht erreicht zu haben, weil sich diese langatmige Trilogie für mich sehr zäh las. Ich lerne daraus, am Jahresende vor dem Erfüllen meiner Lesechallenge keine Bücher mehr aus dem Regal zu ziehen, die bei großzügiger Betrachtung als Schlagwaffe dienen könnten. Es kann schließlich immer geschehen, dass mich diese dicken Wälzer zu lange aufhalten.

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„His Dark Materials" von Philip Pullman war dann auch das längste Buch, das ich 2017 gelesen habe. Dem gegenüber steht „De Profundis" von Oscar Wilde, das mit 105 Seiten das kürzeste Buch des Jahres war. Genau genommen ist „De Profundis" eigentlich kein Buch, sondern ein Brief des berühmten Autors an seinen verflossenen Liebhaber Lord Alfred Bruce Douglas, den er ihm aus dem Gefängnis schrieb. Das ca. 50.000 Worte starke Zeugnis seiner tiefen, verletzten Gefühle findet sich in meiner Ausgabe „Gesammelte Werke", wurde allerdings auch alleinstehend veröffentlicht, weshalb ich entschieden habe, es trotzdem als Buch zu bewerten.

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Da sich die Gesamtanzahl meiner gelesenen Bücher 2017 verringert hat, muss selbstverständlich auch die durchschnittliche monatliche Anzahl gesunken sein. 2016 kam ich auf 7,5 Bücher pro Monat; 2017 sind es erneut nur 7 Bücher, wie bereits 2015. Anhand des Balkendiagramms seht ihr, dass sich dieser Durchschnitt nicht gleichmäßig verteilt. Wie immer habe ich Ausreißer-Monate zu verzeichnen, in denen ich entweder sehr viel oder sehr wenig gelesen habe. Besonders auffällig sind 2017 der Februar, in dem der Lieblingsmensch und ich mit unseren Freunden samt Hunden einen Kurzurlaub einlegten und natürlich der Mai, in dem ich mir bei einem Reitunfall das rechte Handgelenk brach und plötzlich Zeit im Überfluss hatte. Ich war 6 Wochen krankgeschrieben und durfte das frisch operierte Gelenk nicht belasten. Lesen drängte sich als schonender Zeitvertreib nahezu auf. 😉
Primär hängt die Anzahl der gelesenen Bücher pro Monat allerdings von den Büchern selbst ab. Schaue ich mir an, was ich in den stinknormalen Monaten, also im Januar, April, Juni, August und Dezember gelesen habe, entdecke ich in jeder Liste mindestens ein Buch, für das ich etwas länger brauchte. Entweder, weil es sich schwer las oder weil es mich nicht voll und ganz zu fesseln vermochte.

Ich habe mich letztes Jahr etwas intensiver beobachtet. Der beste Indikator dafür, ob mich ein Buch mitreißt, ist die Entscheidung, abends auf der Couch zu lesen. Habe ich Lust, in den Seiten meiner aktuellen Lektüre zu versinken, nimmt mich die Geschichte gefangen, komme ich gar nicht auf die Idee, etwas anderes zu tun. Ist das nicht der Fall, widme ich mich abends lieber meiner endlosen Serienliste und suchte im Binge-Watching-Modus. Das klingt sehr banal und wenig bedeutsam, doch mir ist 2017 aufgefallen, dass diese Tendenz durchaus aussagekräftig ist. Ziehe ich eine Serie einem Buch vor, heißt das im Kern, dass ich eine andere Geschichte bevorzuge, weil mich die Geschichte des Buches nicht wirklich abholt und ich keinerlei Dringlichkeit empfinde, sie weiterzuverfolgen. Für mich ist das eine wichtige Erkenntnis, die mir hilft, meine Beziehung zu bestimmten Werken in Zukunft besser zu verstehen. Spiele ich abends mit dem Gedanken, lieber eine Serie weiterzuschauen, als zu lesen, muss zukünftig bereits eine Alarmglocke in meinem Kopf schrillen. Ich muss mich dann mit der Frage beschäftigen, warum ich die Serie priorisiere, welchen Schwierigkeiten mit der Geschichte des Buches ich so aus dem Weg zu gehen versuche. Ich hoffe, dass ich durch diese Form der Selbstreflexion in der Lage bin, noch bessere, genauere Rezensionen zu schreiben.

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Apropos Rezensionen: mein Reitunfall hatte leider deutlichen Einfluss auf meine Quote der verfassten Rezensionen. 2017 erreichte ich mit 75 Rezensionen lediglich 88%, womit dieser Prozentsatz um ganze 6% im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Das bedeutet, dass ich einige ausstehende Besprechungen mit in das neue Jahr 2018 nehme, was ich eigentlich stets zu vermeiden versuche. Da dieser Umstand allerdings nicht meiner Faulheit geschuldet ist, sondern der Tatsache, dass ich im Mai wochenlang stark eingeschränkt war, will ich mal nicht so streng mit mir selbst sein. Ich werde mir keine Vorwürfe dafür machen, dass ich mein heilendes rechtes Handgelenk schonen musste.
Außerdem muss ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich die vollen 100% wohl ohnehin niemals erreichen werde. Nicht nur, weil ich oft schneller lese, als ich rezensieren kann, was wir bereits letztes Jahr festgestellt haben, sondern auch, weil mir eigentlich jedes Jahr mindestens ein Buch begegnet, das ich grundsätzlich nicht rezensiere. Meist betrifft das Rezensionsexemplare, die ich in Absprache mit dem Autor oder der Autorin nicht öffentlich bespreche. Treten Schriftsteller_innen an mich mit der Bitte um eine Rezension ihres Werkes heran, vereinbare ich mit ihnen, dass eine Buchbesprechung ausschließlich auf ihren ausdrücklichen Wunsch zustande kommt, nachdem sie einen Überblick über meine Eindrücke erhalten haben. Da es sich dabei oft um Erstlinge im Selfpublishing handelt, liegt auf der Hand, dass diese häufig... nun, sagen wir mal, verbesserungswürdig sind. In solchen Fällen möchte ich sowohl dem Autor bzw. der Autorin als auch mir die unerfreuliche Erfahrung einer negativen Rezension ersparen. Es ist unangenehm genug, dieser Person, die all ihr Herzblut in eine Geschichte fließen ließ, erklären zu müssen, dass das Ergebnis ihrer Bemühungen meiner Ansicht nach gerade mal einen oder zwei Sterne verdient und kein Qualitätssiegel von mir erhalten kann. Es hilft niemandem, wenn ich dieses demotivierende Fazit dann auch noch veröffentliche. Also verschwinden diese Bücher ohne Rezension kommentarlos und unerkannt in der jährlichen Sterneverteillung, in der meine Meinung keinen Schaden anrichten kann.

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Wie bereits in den Jahren zuvor war der Anteil der enttäuschenden Leseerfahrungen 2017 gering. Ich kann mich auf meine Fähigkeit, einzuschätzen, ob mir ein Buch gefallen könnte oder nicht, verlassen. Lediglich 13 Mal (15%) musste ich einsehen, dass mich meine Intuition täuschte. Über diese überschaubare Anzahl kann ich problemlos hinwegsehen; ich verbuche sie weiterhin als Berufsrisiko als Buchbloggerin.
Wer sehr aufmerksam ist, wird sicherlich festgestellt haben, dass ich meine Sterne-Skala 2017 um einen Eintrag erweitert habe. Ich habe mir die Möglichkeit eingeräumt, Bücher mit 0 Sternen zu bewerten, wenn ich es für angemessen halte. Damit möchte ich die Skala nicht nach unten ausdehnen. Das ist keine Negativspitze. Schlechter als 1 Stern geht nicht, dabei bleibt es. Vielmehr sollen 0 Sterne ausdrücken, dass ich es in äußerst speziellen Fällen für unangebracht halte, überhaupt eine Sternevergabe vorzunehmen. Das betrifft Bücher, die beispielsweise sehr intim das Innenleben des Autors bzw. der Autorin widerspiegeln. 2017 griff ich zweimal darauf zurück: für „De Profundis" von Oscar Wilde, diese herzzerreißende, tragische Dokumentation einer fatalen Liebschaft, und für die Essay-Sammlung „Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch" von Aslı Erdoğan, die eine brutal ehrliche, schmerzhaft emotionale Abrechnung der verfolgten Autorin mit ihrer Heimat darstellt. Beide Bücher entziehen sich einer oberflächlichen Sternebewertung, weil diese viel zu grob wäre, um all die Feinheiten der Texte abzubilden. Ich finde es bezeichnend, dass sowohl „De Profundis" als auch „Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch" der Non-Fiction zugeordnet werden können. Vielleicht wird die 0-Sterne-Bewertung in Zukunft ausschließlich für nicht-fiktionale Werke reserviert sein, denn ich habe mein Interesse an diesem Genre, das weit gefasster als das klassische Sachbuch ist, 2017 neuentdeckt.

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Überraschung, Überraschung, die Fantasy blieb 2017 mein bevorzugtes Genre. Obwohl diese Vorliebe und der damit einhergehende Anteil von 61,9% niemanden mehr schocken sollte, möchte ich diese Zahl trotz dessen ein wenig relativieren. Ich habe 2017 natürlich wie immer voller Leidenschaft zu meinen geliebten High Fantasy - Schmökern à la Tolkien gegriffen, habe jedoch auch anderen Spielarten der Fantasy eine Chance eingeräumt. Ich habe moderne Märchen ausprobiert, versuchte mich an Romanen, die man getrost als Grenzgänger der Urban Fantasy bezeichnen kann und steckte meine Nase sogar in Crossgenre-Vertreter, die Fantasy und Historische Fiktion verbinden. Kurz: ich war definitiv variabler, als das Diagramm vermittelt. Abseits der Fantasy habe ich mich ebenfalls in neue Gefilde vorgewagt. Ich habe Chic-Lit gelesen, die ich für die Grafik zur Realistischen Fiktion hinzuzähle. Ich, die Anti-Kitsch-Tante, die jede Schlachtszene einer Kussszene vorziehen würde. Gut, von Erfolg gekrönt war dieses Experiment nicht, die Gay Romance gefällt mir wesentlich besser, aber ich bin stolz, dass ich es zumindest probiert habe und mich nicht von meinen Vorurteilen beherrschen ließ. Darüber hinaus wühle ich mich weiterhin durch die (reine) Historische Fiktion und habe befriedigt festgestellt, dass dieses Genre deutlich vielseitiger ist, als ich angenommen hatte. Das europäische Mittelalter wird wohl niemals meine bevorzugte Zeitspanne sein, doch unabhängig davon gibt es durchaus historische Romane, die mich fesseln und mir Freude bereiten, besonders, wenn sie Wissen über Kulturen anbieten, die mir bis dahin so gut wie unbekannt waren.
Insgesamt bin ich zufrieden mit der Variation meiner Lektüreauswahl, trotz des etwas einseitig erscheinenden Diagramms. Ich finde nicht, dass ich diesbezüglich etwas ändern muss und wage zu behaupten, dass das auch nicht möglich wäre. Der Bauch will, was der Bauch will.

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Es verblüfft mich nicht, dass 2017 ein maskulines Lesejahr war. Im Verlauf der vergangenen 12 Monate ist mir das zwar nicht aufgefallen, doch während ich die Zahlen für die Statistiken zusammentrug und die Daten meines Leseverhaltens auswertete, zeichnete sich diese Tendenz unmissverständlich ab. Ich las zweifellos mehr Bücher, die von Männern geschrieben wurden und in der Liste individueller Autor_innen tauchen ebenfalls mehr Männer als Frauen auf. Warum ist das so? Ich denke, meine Genre-Vorlieben spielen hier eine entscheidende Rolle. Mein Lieblingsgenre ist die High Fantasy. In meinem Regal sind Frauen, die sich in dieser Kategorie tummeln, kolossal unterrepräsentiert, was ich im Juli 2017 mit Erschrecken feststellen musste. Gefühlt stammen alle großen HF-Epen aus der Feder von Männern. Es ist gar nicht so einfach, die wenigen weiblichen Schriftstellerinnen, die diese Sparte für sich beanspruchen, zu finden. Autorinnen begnügen sich häufiger mit dem etwas begrenzteren Rahmen der Urban Fantasy, oder, was ich persönlich nur sehr ungern zugebe, schreiben diese süßlichen Geschichten, die man unter dem Begriff „Romantasy" zusammenfasst, um die ich einen großen Bogen mache. Zusätzlich neigen Autorinnen meinem Empfinden nach eher dazu, die Young Adult - Sparte zu bedienen - ich habe 2017 nur 19 YA-Romane gelesen, etwa 23% meiner Gesamtlektüre. Es wundert mich daher nicht, dass der Anteil der männlichen Literatur eindeutig überwiegt. 2018 möchte ich versuchen, dieses Verhältnis erneut ausgeglichener zu gestalten und habe mir in den Kopf gesetzt, gezielt nach weiblicher High Fantasy zu suchen. Es muss sie geben, die schreibenden Schildmaiden.

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Ich freue mich hingegen sehr darüber, dass das Verhältnis von deutschsprachiger zu englischsprachiger Literatur 2017 wieder annähernd ausbalanciert war. Ein Unterschied von zwei Büchern ist zu verkraften. Es ist mir wichtig, meine Muttersprache beim Lesen nicht zu vernachlässigen. Ich lese Werke von englischsprachigen Autor_innen mittlerweile zwar fast ausschließlich im Original, bemühe mich aber auch, deutsche Übersetzungen anderer Sprachen zu erwerben (statt diese ebenfalls in Englisch zu lesen) und die deutsche Literatur nicht zu vergessen. Diesen Vorsatz konnte ich 2017 erfolgreich umsetzen.

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Ich habe meine Challenge-Aktivitäten 2017 bewusst eingeschränkt. Einerseits habe ich ausschließlich an Challenges teilgenommen, die keine Rezensionen verlangen; andererseits habe ich die Anzahl verringert. Ich denke, dass ich mit 4 Challenges ohne Rezensionspflicht jetzt meine Wohlfühlzone erreicht habe.
Das Lesebingo von Caroline aka i am bookish ist das dritte Jahr in Folge meine Vorzeige-Challenge, die ich erfolgreich abschließen konnte. Leider veranstaltet Caroline 2018 keine weitere Ausgabe, sonst hätte ich mich sofort wieder eingeschrieben.
Weltenwanderers Motto-Challenge ist eine wundervolle Gelegenheit, den SuB zu durchforsten, um zu den monatlichen Themen passende Bücher auszusuchen. 2018 nehme ich enthusiastisch erneut teil, weil mir das Prinzip wirklich gefällt. Es ist eine Just for Fun Challenge, die mich nicht unter Druck setzt und meine Lektüreauswahl sanft steuert, ohne bevormundend zu sein. Danke liebe Aleshanee!
Meine eigene Challenge, Wortmagie's makabre High Fantasy Challenge, würde ich gern eines Tages einmal vollständig erfüllen. Ich träume davon. Dummerweise habe ich mir in den Kopf gesetzt, dass 30 Aufgaben genau die Herausforderung sind, die die Challenge braucht. Selbst für mich als HF-Junkie ist das kaum zu erreichen. Aber da auch hier der Spaß im Vordergrund stehen soll, lasse ich mich davon nicht aus der Ruhe bringen. Wer weiß, vielleicht wird 2018 das Jahr, in dem ich es endlich schaffe? 😀
Zu guter Letzt begleitet mich nun seit drei Jahren die Bücherkultur Challenge, die zeitlich unbefristet ist. Witzigerweise habe ich mich bisher jedes Jahr um 3% weiter voran gekämpft. 2015 hatte ich 23% der Challenge erfüllt, 2016 26% und 2017 nun 29%. Ich bin damit zufrieden. Klassiker, ob modern oder uralt, sind immer eine Herausforderung, weil sie eine bestimmte Geisteshaltung voraussetzen und oft eine Menge Gehirnschmalz fordern. Deshalb werde ich nicht versuchen, hier irgendetwas zu erzwingen und mich mit meinem 3%-Fortschritt ohne Murren abfinden.

Insgesamt war 2017 in Zahlen vielleicht nicht ebenso erfolgreich wie 2016, doch nichtsdestotrotz hatte ich die Ehre, großartige, berührende Bücher zu lesen und beeindruckende Autor_innen kennenzulernen. Ich glaube, ein Lesejahr qualifiziert sich dann als gut, wenn die positiven Eindrücke überwiegen. Das ist definitiv der Fall. Denke ich an 2017 zurück, fallen mir zuerst die Geschichten ein, die mich begeisterten, nicht diejenigen, die mich enttäuschten oder sogar ärgerten.
Mit dieser gekonnt eleganten Überleitung wollen wir uns nun der emotionalen Ebene des Jahresrückblicks 2017 widmen. „Dein Buchjahr in 30 Fragen" heißt die Devise. Wie bereits erwähnt, nutze ich dafür das 2016er Formular von Martina Bookaholics, habe den Zeitraum allerdings wieder ein wenig verschoben. Ich habe alle Bücher eingerechnet, die ich vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 gelesen habe.

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Ich habe mein Buch des Jahres 2017 bereits im April gefunden. Es ist „Kings of the Wyld" (The Band #1) von Nicholas Eames. Die alten Knacker von Saga haben gesiegt! Von der ersten Sekunde an, seit ich dieses Buch entdeckte, liebe ich es. Ja, noch bevor ich es überhaupt gelesen hatte, denn auf dem Cover steht „The Boys Are Back In Town". Wie kann ein Buch schlecht sein, das auf einen Thin Lizzy - Song anspielt? Ich wusste einfach, dass es genau die richtige Lektüre für mich ist und ich behielt Recht. Die Geschichte einer gealterten Söldnertruppe, die sich auf einer wahnwitzige Rettungsmission durch ein monsterverpestetes Land schlägt, ist fabelhaft. Witzig, actionreich, berührend und tiefsinnig. Oh und es tauchen Elben mit Häschenohren auf. Wie viel mehr kann sich ein High Fantasy - Fan wünschen?

Ich musste 2017 dreimal meine niedrigste Bewertung von einem Stern vergeben. Unter diesen drei miesen Büchern war „Schwarzes Blut" von Max Wilde aka Roger Smith mit Abstand das schlechteste. Ich bin keine Zimperliese, aber dieses Schlachtfest, diese Gewaltorgie brachte sogar mich an meine Grenzen. Ich wusste vor der Lektüre, dass dieser Roman harter Stoff sein würde, weil er bei Heyne Hardcore erschien. Ich habe allerdings nicht damit gerechnet, dass Wilde lediglich Gewalt um der Gewalt willen abbilden würde, ohne eine sinnvolle und zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Damit habe ich ein Problem. Man mag von Gewaltdarstellungen in Büchern halten, was man will, doch ein roter Faden muss vorhanden sein. In „Schwarzes Blut" ist das nicht Fall. Es ist blutiger, abstoßender Schwachfug.

Als mir „The Bear and the Nightingale" (The Winternight Trilogy #1) von Katherine Arden zuerst über den Weg lief, war ich sehr skeptisch, ob mir die Geschichte gefallen könnte. Ich befürchtete, dass es sich um einen typischen Young Adult - Schmöker handeln würde, in dem die emotionale Ebene eines enervierenden Liebesdreiecks um die ach so bescheidene, sich ihrer eigenen Schönheit nicht bewusste Protagonistin Konstruktion, Atmosphäre und inhaltliche Kohärenz überlagert. Eben die üblichen Schwierigkeiten, über die ich mich immer wieder ärgern muss, wenn ich YA lese. Wie sehr habe ich mich getäuscht. „The Bear and the Nightingale" ist ein zauberhaftes Märchen voller rauer Magie, überzeugend getragen von der greifbaren Atmosphäre der russischen Landschaft im 14. Jahrhundert, ebenso wie die Fortsetzung „The Girl in the Tower". Ich kann das Erscheinen des Finales kaum erwarten.

Meine Erwartungen waren moderat. Ich wagte gar nicht erst, Großes zu hoffen, weil der erste Band zwar unterhaltsam, insgesamt jedoch eher so la la war und ebenso viele Logiklöcher aufwies wie ein Schweizer Käse. Aber diese Fortsetzung... Eine Frechheit. „Glass Sword" (Red Queen #2) von Victoria Aveyard enttäuschte mich trotz meiner gemäßigten Erwartungshaltung. Das Buch ist Rotz. Hat sie ernsthaft „Rotz" geschrieben? Ja, hat sie. Zu Recht. Ich habe mich aufgeregt. Dann habe ich mich noch ein bisschen mehr aufgeregt. Und dann spielte ich mit dem Gedanken, Victoria Aveyard einen gepfefferten Brief zu schreiben, in dem ich ihr davon abraten wollte, weitere Bücher zu verfassen. Ich reibe mir schon die Hände, wenn ich an das anstehende Rezensionsdonnerwetter denke.

Ich liebe das Gefühl, ein Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können. Blöd nur, wenn es sich bei dem „Buch" um eine Leseprobe handelt, die hämisch grinsend genau dann endet, wenn es so richtig spannend wird. „Im Traum kannst du nicht lügen" von Malin Persson Giolito wurde mir von der Lesejury von Bastei Lübbe als Inhalt einer Leserunde angeboten. Der Klappentext klang gut, also nahm ich mir den 60 Seiten starken Auszug der Leseprobe vor. Ich wurde sofort in die Geschichte um die 18-jährige Schwedin Maja, die in ihrer Schule einen Amoklauf durchgeführt haben soll, hineingesaugt. Ich wollte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Zeitspanne, bis ich erfuhr, ob ich für die Leserunde ausgewählt wurde und die Wartezeit auf das Manuskript waren die reinste Qual. Aber: es hat sich gelohnt. „Im Traum kannst du nicht lügen" erhielt von mir volle 5 Sterne und ich empfehle diesen außergewöhnlichen Thriller nachdrücklich an euch weiter!

Es kann nur eine geben: „Das Spiel der Götter" von Steven Erikson. Komme, was wolle, diese hochkomplexe, ehrfurchtgebietend intelligente High Fantasy - Reihe ist literarisch meine große Liebe. 2017 habe ich vier deutsche Bände (entspricht zwei englischen Originalbänden) gelesen: „Die Feuer der Rebellion" & „Die Knochenjäger" (Das Spiel der Götter #6) und „Der Goldene Herrscher" & „Im Sturm des Verderbens" (Das Spiel der Götter #7). Für Band Nummer 7 steht die Rezension noch aus.
Theoretisch sollen 2018 zwei neue (deutsche) Bände erscheinen: „Die Flucht der Kinder" & „Die Schwingen der Dunkelheit" (Das Spiel der Götter #9). Ärgerlicherweise wurde der Erscheinungstermin bereits mehrfach verschoben, zuletzt vom März 2018 für „Die Flucht der Kinder" auf August 2018. Aktuell ist für „Die Schwingen der Dunkelheit" September 2018 als Veröffentlichungsdatum angegeben. Das halte ich für unrealistisch, wenn „Die Flucht der Kinder" nun erst im August 2018 erscheinen soll. Dieses Datum wird sicher auch noch einmal verschoben. Ich möchte gar nicht daran denken, dass „Die Flucht der Kinder" eigentlich längst auf dem Markt sein sollte. Erinnere ich mich richtig, sollte dieser Band ursprünglich bereits im September 2017 erscheinen. Die Fans werden hingehalten, obwohl die englische Originalreihe schon lange vollständig ist. Ich nähere mich langsam aber stetig einem gewaltigen Wutanfall.

Wie bereits in der Abteilung für Statistiken erwähnt, war mein dickstes Buch des Jahres „His Dark Materials" (His Dark Materials #1-3) von Philip Pullman. 1.102 Seiten. Musste ich es zu lange hochhalten, schmerzten meine Arme und Hände. Obwohl meine gebundene Gesamtausgabe wirklich atemberaubend schön ist, konnte mich die Geschichte leider nicht überzeugen. Auf die Gründe hierfür möchte ich an dieser Stelle gar nicht so detailliert eingehen, weil die Rezension noch aussteht, aber ich verrate so viel, dass mir das gesamte Konstrukt einerseits zu langatmig, ja, zäh war und mir andererseits der dominante religiöse Bezug suspekt erschien. Ich muss daher bedauerlicherweise zugeben, dass ich mich durchkämpfen musste.

Stellt euch vor, ihr wärt eine junge Frau, deren Freund ein angehender Rockstar ist. Ihr liebt Musik, ihr arbeitet als Musikjournalistin, ihr vergöttert die Band eures Freundes, die gerade einen Plattendeal bei einem Major-Label unterschrieben hat. Aber: ihr leidet unter furchtbarer Flugangst. Nun soll die Band, nennen wir sie Bananafish, auf Tour gehen, was selbstverständlich Flüge voraussetzt. Ihr befindet euch in einem Dilemma. Ihr möchtet euren Freund nicht allein touren lassen, weil ihr nicht daran glaubt, dass eure Beziehung diese Reise überlebt. Selbst in ein Flugzeug zu steigen und ihn zu begleiten, ist jedoch keine Option. Was tut ihr? Würdet ihr die Beziehung beenden? Würdet ihr Schluss machen, obwohl der aufstrebende Rockstar eure große Liebe ist? Nein? Ich auch nicht, aber genauso geschieht es in „How to Kill a Rock Star" von Tiffanie DeBartolo. Die Protagonistin Eliza hintergeht ihren Freund Paul mit der Absicht, ihre Beziehung vor dem Beginn seiner Tour zu beenden, weil sie ihre Flugangst nicht überwinden kann. Wer macht sowas? Ich empfinde ihr Verhalten als vollkommen unlogisch, unrealistisch und abwegig. Sie versucht gar nicht erst, eine andere Lösung zu finden, sie spricht nicht mit Paul, sie nimmt ihre Beziehung und schmeißt sie kurzerhand auf den Müll. Im Nachhinein leidet sie natürlich fürchterlich, ist aber weiterhin überzeugt, dass sie richtig handelte. Sie glaubt ernsthaft, es war richtig, Paul das Herz aus der Brust zu reißen und darauf herumzutrampeln, für seine Karriere. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgendeine reale Person so verhalten würde. Kein Wunder, dass das Buch lediglich 2 Sterne von mir erhielt.

Ich finde, man muss zwischen Non-Fiction und Sachbüchern unterscheiden. Nicht alle Vertreter der Non-Fiction sind Sachbücher, obwohl alle Sachbücher Non-Fiction sind (ein bisschen wie mit Fingern und Daumen: alle Daumen sind Finger, aber nicht alle Finger sind Daumen). Grenzen wir diese Frage auf Sachbücher ein, kann es lediglich eine Antwort geben, weil ich 2017 nur ein Sachbuch gelesen habe - „Bodies: Schlachtfelder der Schönheit" von Susie Orbach. Die erfolgreiche Psychologin befasst sich in diesem Buch mit dem Verhältnis der modernen Gesellschaft zu Körperlichkeit. Ihre These, dass sich unsere Auffassung von „Körper" ändern muss, untermauert sie durch interessante Fallbeispiele und Studienergebnisse. Ich fand das Buch gut, aber ein wenig abstrakt. Ich konnte nicht immer nachvollziehen, wo Orbach die Grenze zwischen Körper und Psyche sieht. Genaueres dazu in der anstehenden Rezension.

Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

In „Die Hexenholzkrone 1" (Der Letzte König von Osten Ard #1) von Tad Williams kehren Leser_innen und Autor nach 30 Jahren nach Osten Ard zurück. Diese Heimkehr war wundervoll, enthielt jedoch auch einige bittere Momente. Es schmerzte mich, herauszufinden, dass so viele Charaktere aus der ursprünglichen Trilogie (oder Tetralogie in Deutsch) „Das Geheimnis der Großen Schwerter" mittlerweile nicht mehr am Leben sind. In Osten Ard sind ebenfalls 30 Jahren vergangen und diverse Figuren waren bereits während des Sturmkönigskrieges keine jungen Hüpfer mehr, ganz zu schweigen von den Opfern, die der Kampf gegen Ineluki und die Nornen forderte. Es tat weh, diese Tode zu betrauern.

Ich fand das Ende von „Tintentod" (Tintenwelt #3) von Cornelia Funke doof, weil es überhaupt nicht meinen Erwartungen entsprach. Leider kann ich weder hier noch in der anstehenden Rezension auf Details eingehen, weil diese Information der Inbegriff eines Spoilers wäre. Wer es genau wissen möchte, kann sich gern bei mir melden. 🙂

Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Ich habe mein Herz an Sigrud je Harkvaldsson aus „City of Miracles" (The Divine Cities #3) von Robert Jackson Bennett verloren. Er taucht bereits in den beiden Vorgängern auf, nahm mich allerdings erst im dritten Band so richtig für sich gefangen. Sigrud ist kein klassischer Bilderbuch-Held, nein, er ist ein Mörder, ein Attentäter, ein von Rachsucht beherrschter, aggressiver Mann, der über beängstigende Fähigkeiten verfügt. Trotz dessen liebe ich ihn, weil er ein beispiellos tiefer, vielschichtiger Charakter und seine Entwicklung im Finale der „The Divine Cities" phänomenal ist. Robert Jackson Bennett läutert Sigrud durch Leid. Er lässt ihn durchs Feuer gehen, weil er weiß, dass diese Form der Erlösung der einzige Ausweg ist, den Sigrud annehmen kann. Er schenkt ihm die einzig realistische Option, sich selbst aus dem Teufelskreis seiner Seelenqualen zu befreien. Sigruds Kampf mit seinen Dämonen konnte mich nicht kalt lassen. Ich fühlte mich ihm unfassbar nah und sehe ihn mit Abstand an der Spitze meiner liebsten Helden in 2017.

Liebes Publikum, bitte erheben Sie sich für den positivsten, optimistischsten, beeindruckendsten Helden des Jahres 2017: Mark Watney aus „The Martian" von Andy Weir! Applaus! Standing Ovations! Jubelrufe! Dieser MacGyver des Weltalls ist wirklich ein einzigartiges Phänomen. Er hockt da auf dem Mars, allein, mit äußerst begrenzten Ressourcen. Er weiß, dass seine Überlebenschancen bescheiden sind. Trotzdem gibt er nicht auf. Er bewahrt Hoffnung. Er kämpft, er beißt sich durch, er zeigt dem feindseligen Planeten, wer der Boss ist. Das zeugt von einer bemerkenswerten Geisteshaltung, die mir tonnenweise Respekt abnötigt. Zusätzlich ist er so sympathisch, dass ich den spontanen Wunsch entwickelte, ihn auf ein Bier einzuladen und vergaß, dass er eine fiktive Figur ist. Ich fieberte auf jeder Seite mit. Wenn es jemand verdient, für seine Persönlichkeit ausgezeichnet zu werden, dann Mark Watney.

Dieses Jahr kann ich endlich mal eine andere Antwort als Atticus O'Sullivan aus den „Iron Druid Chronicles" von Kevin Hearne geben, obwohl ich 2017 zwei Bände gelesen habe, (The Iron Druid Chronicles #4) und (The Iron Druid Chronicles #5). Stattdessen entscheide ich mich für Ahmann Jardir aus „The Daylight War" (Demon Cycle #3) von Peter V. Brett. Ich empfinde Jardir personifizierte Sinnlichkeit. Seine mühelose Selbstsicherheit, die Ausstrahlung von Kultiviertheit und Intelligenz, die Eleganz seines kampfgestählten Körpers... Yummi. Denke ich an Jardir, denke ich an zerwühlte Laken, schweißbedeckte Haut, heiße Nächte und Leidenschaft. Natürlich sind das nicht die einzigen Assoziationen, die ich mit ihm verbinde, aber ich muss zugeben, sie sind niemals fern. 😉

Für die Antwort auf diese Frage muss ich noch einmal meinen Dank an Robert Jackson Bennett richten: Turyin Mulaghesh aus „City of Blades" (The Divine Cities #2). Mulaghesh, diese ca. 50-jährige, einarmige Soldatin mit dem köstlichen Schandmaul, ist auf so vielen Ebenen eine Heldin, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann. Sie ist loyal, mutig, integer, verantwortungs- und pflichtbewusst, ehrlich, clever, ein bisschen draufgängerisch und aufopferungsvoll. Sie vereint zahllose positive Eigenschaften und bringt dabei noch das Kunststück fertig, keineswegs langweilig zu wirken, sondern sich als Frau darzustellen, die man gern an seiner Seite hat, ob nun bei einem Kampf, einer Sauftour oder der Rettung der Welt. Ich fand es unglaublich schön, sie kennenzulernen und war sogar ein bisschen enttäuscht, dass sie im Finale „City of Miracles" nur eine marginale Rolle spielt.

Mariam aus „Tausend Strahlende Sonnen" von Khaled Hosseini ist eine der sanftmütigsten Figuren, die mir jemals begegnet sind. Sie erlebt im afghanischen Krieg und in ihren privaten vier Wänden durch die Hand ihres grausamen Ehemannes unfassbares Leid, wird Opfer brutaler Gewalt auf psychischer und physischer Ebene. Ihr Leben stand von Beginn an unter einem schlechten Stern, da sie unehelich geboren wurde und als Frau in der afghanischen Gesellschaft ohnehin ein schweres Los hat. Trotz dessen trägt Mariam keinen einzigen Funken Bitterkeit in sich. Die Hürden ihres Lebens ließen sie weder zynisch, noch boshaft oder rachsüchtig werden. Sie bewahrt sich ihre Fähigkeit zu lieben und beweist unvorstellbaren Mut, um ihre Familie zu schützen. Ihr Schicksal berührte mich sehr.

Ich habe mich für eine alte Freundin entschieden: Emily Laing aus (Uralte Metropole #5) von Christoph Marzi. Es besteht kein Zweifel, dass Emily hübsch ist, doch meine Wahl hat andere Gründe. Ich kenne Emily seit langer Zeit. Ich sah sie in der Reihe „Uralte Metropole" von einem verängstigten kleinen Waisenmädchen zu einem mutigen Teenager heranwachsen. Acht Jahre nach dem Erscheinen des ursprünglich letzten Bandes präsentierte mir Christoph Marzi diese Fortsetzung, die mir Emily als junge Erwachsene zeigte. Es war wunderbar, sie älter und reifer zu erleben, zu begreifen, auf wie vielen Ebenen sie sich weiterentwickelte und welche Ängste sie noch immer begleiten. Ich liebte es, die erwachsene Emily kennenzulernen und mich daran zu erinnern, welchen weiten Weg sie bereits zurückgelegt hat.

Das perfekte Paar 2017 sind für mich Raleigh und Crow aus „Scardust" von Suzanne van Rooyen. Ihre Verbindung ist so außergewöhnlich, so einzigartig durch die haarsträubenden Umstände ihres Kennenlernens, dass ich es sogar plausibel fand, dass sie sehr schnell Gefühle für einander entwickeln. Insta-Love funktioniert, wenn sie ausreichend motiviert ist. Dieses kleine Wunder ist Suzanne van Rooyen gelungen und dafür verdient sie Anerkennung.

Bei dieser Frage bin ich zwiegespalten: Mare oder Davy, Mare oder Davy, Mare oder Davy... 🤔 Ich fand beide grässlich, da ich aber „Glass Sword" (Red Queen #2) von Victoria Aveyard bereits als Enttäuschung des Jahres betitelt habe, entscheide ich mich für Davy aus „Unleashed" (Uninvited #2) von Sophie Jordan. Ich wollte sie schlagen. Sie ist eine zimperliche, naive, hilflose kleine Heulsuse, die sich stets als Nabel der Welt begreift und in einer Blase der Selbsttäuschung lebt. Ich kann nicht verstehen, dass Sophie Jordan von mir offenbar allen Ernstes erwartete, Davy als taffe Heldin zu akzeptieren. Dass ich nicht lache. Sie ist weder taff, noch eine Heldin. Sie ist eine Katastrophe, die sich vermutlich nicht einmal allein die Schuhe zubinden kann. Wäre sie unerwartet gestorben, ich hätte nicht getrauert.

Der fieseste Antagonist des Jahres 2017 ist keine Person. Es ist ein System. In (Leo Demidow #3) von Tom Rob Smith gerät die Familie des ehemaligen sowjetischen Agenten Leo Demidow zwischen die Fronten des Kalten Krieges. Sie werden für eine abscheuliche politische Intrige missbraucht und zwischen den beiden Weltmächten USA und UdSSR zermalmt. Die Skrupellosigkeit, mit der unschuldige Zivilisten zu Zahnrädchen in der unbarmherzigen Maschinerie des Ost-West-Konflikts gemacht wurden, jagte mir einen kalten Schauer über den Rücken.

2017 hat es mir ein Charakter besonders angetan, den ich extrem faszinierend finde: Nahadoth, der Nachtlord aus „The Hundred Thousand Kingdoms" (Inheritance Trilogy #1) von N.K. Jemisin. Nahadoth ist ein Gott, der von seinem Bruder, dem Lichtgott Itempas, an eine menschliche Hülle gekettet wurde und seitdem verpflichtet ist, der weltbeherrschenden königlichen Familie auf Gedeih und Verderb zu dienen. Er ist die Verkörperung der Nacht, des Chaos und der Veränderung. Mal davon abgesehen, dass er die Versuchung auf zwei Beinen ist, inspirieren mich seine spezielle Position und Situation zu zahlreichen philosophischen Gedanken. Ein Gott, der an Menschlichkeit leidet. Nahadoth' Körper engt seine Göttlichkeit ein. Wie viel Schaden kann göttliche Omnipotenz durch menschliche Fehlbarkeit und Beschränkungen nehmen und - was meiner Ansicht nach noch weit interessanter ist - ertragen, ohne in den Wahnsinn abzurutschen? Was bedeutet Wahnsinn im Falle eines Gottes? Wie viele Grenzen kann ein einst grenzenlos freier Gott aushalten? Ich könnte mich stundenlang mit dieser Gedankenkette beschäftigen und Nahadoth' Rolle analysieren. Meiner Meinung nach überstrahlt sein gewaltiges philosophisches Potential mühelos die sympathische, aber etwas langweilige Protagonistin des Trilogieauftakts.

Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Letztes Jahr habe ich mich endlich an das massiv gehypte „Shadow and Bone" (The Grisha #1) von Leigh Bardugo herangetraut. Ich hatte die Vorfreude lange genug ausgekostet, es wurde Zeit, der Geschichte eine reale Chance zu geben. Letztendlich erschien mir der Hype wieder einmal übertrieben, aber im Ansatz ist dieser YA-High Fantasy-Roman durchaus originell und vielversprechend. Es hätte für mehr als drei Sterne gereicht, hätte Bardugo höheren Wert auf die Konstruktion denn auf Emotionalität gelegt. Damit sind wir auch schon bei der berüchtigten Kuss-Szene. Leider kann ich diese hier nicht beschreiben, weil ich damit das ach so dominante und aus meiner Sicht völlig unnötige Liebesdreieck auflösen würde. Sagen wir es so: selbst mich als Romantik-Muffel rührte diese Szene. Das war schon süß.

Insgesamt war ich von von Dmitry Glukhovsky mittelmäßig begeistert, weil das Design der Dystopie zwar brillant war, ich mit dem Protagonisten Jan allerdings keine Sekunde verbringen wollte. Die Liebesszene, die er erlebt, war einer der wenigen Momente, in denen ich ihn erträglich fand. Ich empfand diese weder als besonders erotisch noch als stimulierend, doch die verzweifelte Dringlichkeit, die Jan währenddessen antreibt, ohne selbst zu begreifen, wie sehr er nach Liebe und Intimität giert, war erschütternd. Ich wusste natürlich schon weit vor diesem Augenblick der Nähe, dass er ein von den Komplexen seiner Kindheit beherrschter Mann ist, aber niemals wurde diese Tatsache so deutlich wie in dieser Situation. Es war... erhellend.

Schon als ich die Frage gelesen habe, musste ich wieder anfangen zu kichern und freute mich darauf, noch einmal eine Gelegenheit zu haben, es aufzuschreiben, weil es so herrlich absurd ist. Bitte gönnt es mir. Bereit? Zwerge. Die. Gartenzwerge. Sammeln.
Muahaha, ist das nicht fabelhaft? Diese wundervolle Idee begegnete mir in„Der Schädelschmied" (Die Fälle IAIT #3) von Jens Lossau und Jens Schumacher. Der dritte Band der Reihe ist eine köstlich geschmacklose Parodie auf Deutschland und das deutsche Volk, die mir unvergleichlich viel Spaß machte. Ein bisschen drüber, ein bisschen daneben und völlig überspitzt. Einfach großartig. 😀

Am Ende von „City of Miracles" (The Divine Cities #3) von Robert Jackson Bennett habe ich geheult wie ein Schlosshund, weil es so wundervoll und perfekt war. Doch insgesamt war die Lektüre emotional weniger aufwühlend als mein trauriges Highlight des Jahres, von Toni Morrison. Ein Buch über die Freiheit, ein Buch über Liebe und ja, auch ein Buch über Sklaverei. Dieses mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Werk ist unheimlich schwer zu ertragen, weil die Leiden der ehemaligen Sklavin Sethe bis in die Realität der erzählten Zeit anhalten. Die Sklaverei in den USA wurde abgeschafft, aber Sethe ist trotz dessen nicht frei. Ihre Erinnerungen an die furchtbaren Qualen auf der Farm Sweet Home bestimmen noch immer jeden ihrer Schritte. Ihr Rücken ist von Narben entstellt, die Toni Morrison einfühlsam, behutsam und in wunderschönen Worten als weit verästelten Baum beschreibt, aus dem neues Leben entspringt. Mir liefen die Tränen über die Wangen. Mitten in der S-Bahn.

Dieses Jahr ist das keine minutiös ausgearbeitete Fantasy-Welt, obwohl mich das malazanische Imperium und Osten Ard selbstverständlich begeisterten. Nein, es ist der Cirque des Rêves aus „Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern. Der Zirkus ist eine sagenhafte Kulisse, mystisch, voller Magie, geheimnisvoll, märchenhaft und surreal. Fast erschien es mir, als wäre er selbst ein lebendiges Wesen mit einer eigenständigen Persönlichkeit, eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Die schwarz-weiß gestreiften Zelte verbergen zahllose fantastische Wunder und ich würde nur zu gern einmal die eine oder andere Plane lüften, um mich verzaubern zu lassen.

Interessanterweise würde ich gern ein Buch verfilmt sehen, das von mir lediglich zwei Sterne erhielt: „Artificial" (The Kepler Chronicles #1) von Jadah McCoy. Ich fand diesen Reihenauftakt mangelhaft, weil das Worldbuilding lückenhaft ist, was sich bedauerlicherweise auf die Handlung auswirkt. Das futuristische Universum erschloss sich mir nicht. Ich glaube allerdings, dass meine Schwierigkeiten beim Lesen auf der Leinwand gar nicht groß ins Gewicht fallen würden. Die Geschichte ist sehr actionlastig und extrem bebildert, weshalb ich mir vorstellen kann, dass eine Verfilmung die inhaltlichen Mängel geschickt überspielen würde. Action- und Horrorfilme sind ja bei strenger Betrachtung oft unlogisch oder unrealistisch und begeistern das Publikum dennoch.

Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Im Grunde habe ich alle Autor_innen, die ich mit fünf Sternen ausgezeichnet habe, sehr gern gelesen. Liegt ja nahe. 😀 Deshalb finde ich es schwierig, mich festzulegen. Wie immer vergöttere ich Steven Erikson, aber Robert Jackson Bennett und Nicholas Eames haben mich ebenfalls in Begeisterungsstürme versetzt. Ich bewundere Arne Dahl und Lev Grossman. Ich möchte Malin Persson Giolito und Christoph Marzi applaudieren. Vielleicht muss ich einfach die Augen schließen und blind auf irgendwen aus dieser Liste tippen, denn egal, wie die Antwort ausfällt, sie ist richtig. Okay, ich halte mir jetzt die Augen zu. Es ist... Robert Jackson Bennett.

Anfang 2017 habe ich „Weißer Schrecken" von Thomas Finn gelesen und mich von der düsteren, mystischen, sagenumwobenen Geschichte mitreißen lassen. Die Mischung aus packendem Thriller und deutscher Folklore erreichte mich mühelos. Ich verschlang das Buch innerhalb kürzester Zeit. Als ich es ausgelesen hatte, recherchierte ich sofort, welche weiteren Bücher Thomas Finn bisher geschrieben hat und entdeckte, dass die moderne Interpretation uralter Sagen offenbar sein Ding ist. Seitdem liebäugele ich mit „Dark Wood" und „Aquarius". Sollten mich diese beiden Romane ebenfalls überzeugen, habe ich keine Hemmungen, Thomas Finn als feste Instanz in meinem Bücherregal zu installieren und sein weiteres Schaffen aufmerksam zu verfolgen.

Tjaaaa, also was Laurell K. Hamilton meine geliebte Anita Blake in „The Lunatic Cafe" (Anita Blake #4) und „Bloody Bones" (Anita Blake #5), die ich 2017 noch einmal auf Englisch gelesen habe, veranstalten lässt, empfand ich durchaus als enttäuschend. Anitas negative Eigenschaften treten sehr eindrucksvoll in den Vordergrund. Nun ist mir natürlich vollkommen bewusst, dass Anita keine Heilige ist, aber ich fand es beinahe schwierig, sie in diesen beiden Abenteuern zu mögen. Sie ging mir auf die Nerven und ich fragte mich, ob mir damals bei der deutschen Lektüre eigentlich nicht aufgefallen ist, wie anstrengend sie sich verhält. Wüsste ich nicht, dass die Reihe wieder besser wird und empfände ich nicht diese enorme emotionale Bindung, ich weiß nicht, ob ich sie weiterverfolgt hätte.

Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Eine richtige Cover-Schönheit ist natürlich „His Dark Materials" (His Dark Materials #1-3) von Philip Pullman, aber irgendwie fasziniert mich ein anderer Buchdeckel mehr. Ich schaue das Cover von „The Magician King" (The Magicians #2) von Lev Grossman sehr gern an. Inhaltlich war das Finale der Trilogie „The Magician's Land" besser, doch das Cover ist irgendwie hypnotisierend. Ich könnte ewig die Äste des Uhrenbaums verfolgen, die Farben der einzelnen Blätter betrachten und mich in den Details verlieren.

Die Cover der beiden Bände der Reihe „Legends of the Red Sun" von Mark Charan Newton, die ich 2017 gelesen habe, „Nights of Villjamur" und „City of Ruin", sind jeweils grottenhässlich. Ja ja, schon klar, da wollte jemand die Quintessenz des Inhalts auf die Cover packen, aber meiner Meinung nach ist das gründlich misslungen. Ich finde, High Fantasy eignet sich nur in seltenen Fällen für die fotografische Abbildung von Menschen. Lasst das doch einfach.

Meine Ausgabe von (Erdsee #1-3) von Ursula K. Le Guin enthält wunderschöne Illustrationen des Künstlers Hubert Schweizer. Schweizer ist auf Illustrationen im Bereich der Fantasy und Science-Fiction spezialisiert. Zwischen 1979 und 1983 arbeitete er für den Heyne-Verlag. In dieser Zeitspanne sind vermutlich auch die Zeichnungen für entstanden.

Jahresrückblick 2017: Zahlen-Jonglage, gealterte Söldner und Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

Ich nehme nur noch an einer wöchentlichen Aktion regelmäßig teil: die Montagsfrage vom Buchfresserchen Svenja. Ich finde diese Aktion super, weil sie den Austausch mit anderen Blogger_innen fördert, der bei mir sonst oft zu kurz kommt. Die Fragen sind meistens wirklich interessant; sie zwingen mich, zu reflektieren und verschaffen mir Einblicke, wie andere Bücherwürmer über ein bestimmtes Thema denken.

Außerdem möchte ich hier noch einmal meinen „Harry Potter"-Reread mit Marina aka DarkFairy lobend erwähnen. Diese gemeinsame Aktion war bezaubernd. Ich habe sehr viel über mich selbst und meine Beziehung zu dieser Reihe, die meine Kindheit entscheidend prägte, gelernt. Es war eine emotional sehr aufwühlende und intensive Erfahrung, die ich nur empfehlen kann. Ich verdanke Marina unheimlich viel, denn ohne sie hätte ich mich wohl niemals dermaßen reflektiert mit den Romanen von J.K. Rowling auseinander gesetzt. Danke, meine liebe Schwester im Geiste und in Ravenclaw, es war ein Fest! 😘

Jetzt kommt die Stelle, die auch in jeder Oscar-Dankesrede auftaucht: ich danke meinen Eltern. Einzeln.
Meiner Mama möchte ich dafür danken, dass sie sich nach meinem Desaster mit„Tintenherz" (Tintenwelt #1) von Cornelia Funke 2015 stark zurückgehalten hat und es mir dadurch ermöglichte, „Tintenblut" (Tintenwelt #2) 2017 eine Chance zu geben. Durch ihre Schwärmereien war ich überzeugt, dass die Trilogie ihren Reiz haben muss, obwohl meine Lektüre des ersten Bandes katastrophal in die Hose ging. Ich hatte ihre Begeisterung nicht vergessen. Indem sie mich in Ruhe ließ, gestand sie mir den Raum zu, den ich brauchte, um meine Enttäuschung zu überwinden. Ich freue mich heute sehr, dass ich nicht aufgegeben und mich auf ihr Urteil verlassen habe.
Meinem Papa möchte ich für die Empfehlung der „Opcop"-Reihe von Arne Dahl danken. Begonnen habe ich diese bereits 2015, doch beendet habe ich sie erst 2017, aus nicht näher definierten Gründen des allwissenden Bauches. Das Finale (Opcop #4) ist einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe und hätte mich beinahe zu Tränen gerührt. Ohne meinen Papa wäre mir dieses grandiose Buch niemals begegnet. Dafür bin ich ihm zweifellos sehr dankbar!

Sooooo. Das war also 2017. Jetzt muss ich ein Fazit verfassen, oder? Tatsächlich fällt es mir dieses Mal ein bisschen schwer, einen zusammenfassenden Strich unter das vergangene Jahr zu ziehen, weil ich durch den emotionalen Rückblick feststellen musste, dass mir 2017 etwas durchschnittlich erscheint. Selbstverständlich waren einige Lesehighlights dabei, doch es hätten durchaus mehr sein können. Ich habe einfach das Gefühl, dass nur wenige Bücher aus der Masse herausragten. Der Großteil war... Okay. Nett. Gut. Auch mal toll. Aber es waren nur wenige, für die ich richtig brannte. Nun gut, es kann ja nur besser werden. Vermutlich geriete die kosmische Gerechtigkeit aus dem Gleichgewicht, wenn jedes Lesejahr phänomenal wäre. 😉

Ich freue mich jedenfalls, endlich einen Abschluss zusammengestellt zu haben. 2018 ist jetzt schon 3 Wochen alt, es wurde Zeit, das alte Jahr schlafen zu legen und mit frischem Elan in 12 neue Monate zu starten, die hoffentlich fantastische Bücher für mich und euch bereithalten. Der Buchblogger-Alltag ist mir herzlich willkommen. Ich möchte meinen Stapel ausstehender Rezensionen abarbeiten und einfach wieder zur Normalität zurückfinden. Ich stehe in den Startlöchern, es kann losgehen!

Zuerst möchte ich mich aber bei euch für das zurückliegende Jahr bedanken. Nicht nur für all den inspirierenden Austausch über Bücher, sondern auch für eure Anteilnahme. Ihr alle wart meine persönlichen Cheerleader, als ich mir das Handgelenk gebrochen hatte; ihr wart unglaublich großzügig während meiner Wohltätigkeitsaktion „Dankbarkeit für den guten Zweck" und aktuell beweist ihr erneut eure großen Herzen, indem ihr mich und meine Hündin Chilli mit lieben Worten bei ihrem Kreuzbandriss unterstützt. Es ist so ein unbeschreiblich schönes Gefühl, euch als Community im Rücken zu haben. Ich blogge jetzt seit 4 Jahren und mittlerweile habe ich zu vielen von euch eine richtige Bindung aufgebaut, sodass ich gar nicht auf die Idee komme, meinen Blog hinzuschmeißen. Gemeinsam sind wir der Beweis, dass Bücher und das Lesen Menschen zusammenbringen. Ich danke euch.

Alles Liebe,
Elli ❤️

Das Kleingedruckte:
Alle Grafiken, die ich für die Infografiken verwendet habe und nicht von Piktochart.com stammen, habe ich über Vecteezy.com bezogen. Um die Grafiken kostenlos verwenden zu können, habe ich mich verpflichtet, folgenden Link anzugeben:
Designed by www.vecteezy.com


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