It’s Teatime! Der gesunde Schluck Gemütlichkeit

Von Vitalerstoffwechsel @IrisHeumann

Was könnte in der kalten Jahreszeit schöner sein, als eine Tasse dampfenden Tees? Heute lesen Sie, dass diese kleine Auszeit zwischendurch nicht nur einfach herrlich sondern auch noch sehr gesund ist. Und deshalb nehme auch ich mir heute einmal eine Auszeit und schreibe über diesen Genuss. Manche Tees über die Sie lesen werden, sind Ihnen bekannt, andere sind vielleicht gut für ein neues Experiment. Nehmen Sie einen Schluck Tee, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie den heutigen Artikel.

Tee ist nicht gleich Tee

Wussten Sie, dass das Wort „Kamillentee“ eigentlich wirklich sehr falsch ist? Gemeinhin wird angenommen, dass alles, was aus klein geschnittenen Kräutern mit heißem Wasser überbrüht zubereitet wird, Tee ist. Das stimmt, genau genommen, so nicht. Tatsächlich müssten Kräutertees eigentlich Kräutersud heißen. Sud ist die Zubereitungsart, Tee ist die Bezeichnung einer Pflanze. Also dürfte nur „Tee“ heißen, was auch Anteile der Teepflanze, die übrigens in Indien, China, Japan und anderen Gegenden Asiens, Afrikas und sogar Europas wächst, enthält.

Sie ist eine Strauchpflanze aus der Familie der Kamellien-Gewäche, immergrün und wird seit Jahrtausenden als Heilpflanze eingesetzt. Alle sechs bis vierzehn Tage kann geerntet werden. Im Laufe des Jahres verändert der Tee seinen Geschmack. Am intensivsten können Sie das erleben, wenn Sie sich einen Darjeeling First Flush (erste Ernte) zubereiten: Der unverwechselbare, blumige Duft erfüllt den ganzen Raum und der zarte Geschmack sowie die helle Farbe begeistern sicher auch die „Kaffee-Liga“. Wenn Sie neugierig geworden sind und mehr über Tee wissen möchten, finden Sie hier eine umfassende Übersicht.

Tee – schwarz, grün und auch weiß

Schwarzer Tee dürfte der bekannteste sein. Er erhält seine Farbe durch die Fermentierung, die nach der Trocknung der Teeblätter erfolgt. Durch diesen Vorgang entstehen Gerbstoffe, die sich beruhigend auf den Magen auswirken. Tee enthält reichlich Koffein, das aber, im Gegensatz zu dem im Kaffee langsam abgegeben und aufgenommen wird. Daher ist die anregende Wirkung von Tee sanfter aber auch dauerhafter.

Jedoch können Sie die Sache mit dem Koffein im Tee umdrehen: Wenn Sie ihn länger als fünf Minuten ziehen lassen, beginnen die Bitterstoffe im Tee das Koffein unwirksam zu machen. Der Tee wird bitterer, wirkt dafür aber beruhigend. Damit der Schwarztee sein Aroma und seine Wirkung voll entfalten kann, muss er mit sprudelnd kochendem Wasser aufgebrüht werden.

Grüner Tee gilt, zu Recht, als wirksamer Helfer beim Abnehmen. Auch er enthält viele Pflanzenstoffe unter anderem solche, die Freie Radikale fangen und den Stoffwechsel anregen. Der Unterschied zum Schwarztee ist, dass hier die Teeblätter nur getrocknet, aber nicht fermentiert werden. Dieser Tee darf NICHT mit kochendem Wasser gebrüht werden, dann entwickelt er einen unangenehmen, fischigen Geschmack, weil die sensiblen Pflanzenstoffe zu zerfallen beginnen.

Das Wasser sollte etwa 80 ° C haben, damit der Tee schmeckt und wirkt. Er hat darüber hinaus gefäßschützende Eigenschaften. Wissenschaftler in den USA haben eine bahnbrechende Entdeckung gemacht: Stoffe aus dem grünen Tee sind offenbar wirksam gegen Krebs. Es hat sich gezeigt, dass einer dieser Stoffe sozusagen die Krebszellen in den Selbstmord treibt.

Weniger bekannt ist der weiße Tee. Sein Geschmack ist sehr sanft und blumig. Auch die Farbe ist sehr hell. In China gilt er als die edelste aller Teesorten. Er wird gewonnen aus den ungeöffneten Blüten der Teepflanze. Er wirkt sich sehr positiv auf das Immunsystem aus, denn er bringt reichlich Vitamine mit.

Ebenso wirkt er antibakteriell und kann den Blutdruck senken. Auch auf den Cholesterinwert hat er eine mäßigende Wirkung, man kann ihn also durchaus als flüssigen Beschützer des Herz-Kreislauf-Systems bezeichnen. Lassen Sie sich von seinem sehr sanften Geschmack nicht täuschen. Er enthält ebenso viel Koffein wie grüner oder schwarzer Tee, wirkt also ebenfalls anregend.

Tee und Gewürze – Wenn es besonders werden soll

Wie wäre es mit einem Schluck Urlaub? Bereiten Sie sich einen Masala Chai, wie er in Indien getrunken wird und genießen Sie die wohltuende Wirkung. Dazu brauchen Sie:

  • Gewürze wie Kardammon, Ingwer, Nelken, Zimt, Sternanis oder rote Pfefferkörner (eines oder mehrere, wie Sie mögen)
  • losen Schwarztee
  • Milch (wenig!)
  • Zucker oder Honig (nur ein bisschen)
  • Wasser

Setzen Sie einen Topf mit Wasser auf und lassen Sie darin zunächst Ihre Kräutermischung etwa fünf Minuten kochen. Geben Sie nun vom Schwarztee dazu. Nochmal aufkochen, dann etwa fünf Minuten ziehen lassen. Seihen Sie den Chai in eine Tasse und geben Sie ein wenig Milch und einen Hauch Zucker oder Honig dazu. Genießen Sie den einmaligen, würzigen Geschmack und die sanfte, harmonisierende Wirkung des Getränks.

Natürlich können Sie Ihren Schwarztee auch mit Gewürzen oder trockenen Fruchtstückchen gestalten. Loser Tee ist am Besten. Legen Sie in Ihre Teedose eine Vanilleschote oder andere Kräuter, um Ihr ganz persönliches Teegeheimnis zu erschaffen. Grüner und weißer Tee sollte pur genossen werden, denn die sanften Noten dieser Tees würden durch Gewürze „erschlagen“.

Übrigens: Tee ist eine ebenso leckere wie wirksame Methode, um Bitterstoffe aufzunehmen. Kein Getränk enthält mehr davon. Die Kombination aus vielen Düften und Geschmäckern machen diese Variation der Versorgung mit Bitterstoffen sehr angenehm. Noch nicht genug gelesen über Tee? Dann gibt es in Focus online noch “Die Wahrheit über Tee. Eine Übersicht: Schutz vor Krebs, Karies und Alzheimer.

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