Ist Psoiedon in unsere Welt?

Von Achtsamkeitscoach

Dazu ein kleiner Vorspann.

Eine Geschichte, die dich in Vorstellung bringt, wie die alten Griechen auf das Meer geschaut haben.

Die Griechen sahen, dass das Meer einmal ruhig und sonnig da lag und ein anderes Mal entsetzlich aufgewühlt, aufbrausend vor ihnen erschien. Mitunter unpassend, wenn man eine Seefahrt machen wollte, trotzdem aufgewühlt. Weil das Meer sich so unterschiedlich verhielt, hatten sie gedacht, dass da ein Jemand ist, der das Meer so bewegt oder zur Ruhe kommen lassen wird. Diesem Jemand haben sie dann den Namen Poseidon gegeben. (Poseidon ist in der griechischen Mythologie der Gott des Meeres und Bruder des Zeus, der oberste olympische Gott der griechischen Mythologie und mächtiger als alle anderen griechischen Götter zusammen).

Sie konnten sich einfach nicht vorstellen, dass diese Wind-und Meeresbewegung die Folge ist von einer Vielzahl von Luftströmungen, Erwärmungen und Abkühlungen die Luftschichten in Bewegung setzen. Quer über den Globus und dann schließlich eine Auswirkung im Ägäische Meer haben.

Das war ihnen nicht vorstellbar. Dass da die Winde auf einmal von alleine geschehen und sich gegenseitig beeinflussen, anstoßen, anschieben. Der Gedanke, da muss ein Jemand sein, der das tut, war so fest, dass sie Sokrates, der gesagt hat, Gott findet ihr in euch und nicht auf dem Olymp, den haben sie aus dem Verkehr gezogen. Sie fanden es so irrsinnig, dass sie sagten, das geht nicht.

Genau so klammerst DU dich an die Idee, dass bei all den Bewegungen, die in dir geschehen, mit dir geschehen und Handlungen die durch dich geschehen, dass da ein Ich ist, das da alles macht wie Poseidon.

Das ist eine fixe Idee. Illusion. Eine die sehr lästig ist. Wenn du diese Idee aufgibst, ist das für das Erkennen, oder das Aufwachen sehr hilfreich.

Wenn du in diese Stelle hineinfällst, entdeckst du sofort, das ist nie ein ICH gewesen. Da ist nur Stille.

Dann erlebst du, dass dieser Organismus Handlungen tut. Gefühle auftauchen…und wieder verschwinden. Gedanken auftauchen…und wieder verschwinden. Bestimmte Handlungen die angenehm, andere Handlungen die unangenehm sind. Handlungen die auftauchen…und wieder verschwinden.

Aber sonst nichts. Kein ICH.

Dann brauchst du auch keine Sorgen zu haben, ob du das richtig machst. Die Handlungen sorgen plötzlich für sich alleine.

Es entsteht Verbundenheit mit Freiheit. Das wonach der Mensch im grundsätzlich sucht. Mit diesem Verlangen ist der Mensch ausgestattet, wenn er als Spezies Mensch erscheint.

Meister Eckart sagte einmal:

Wenn du nichts mehr willst und nichts mehr hast und nichts mehr weist, dann kannst du aufwachen, noch bevor hier meine Predigt zu ende ist. Da kannst du in die Freude der Quelle eingehen.

Überprüfe es für dich und du wirst feststellen es stimmt.

Gehe dabei wie ein wirklicher Wissenschaftler vor:

Eine Wissenschaft muss objektivierbar sein und ergebnisoffen forschen.

Objektivierbar ist folgerichtig auch wieder zu erläutern:

Objektivierbarkeit, die Möglichkeit, einen Sachverhalt in einer von subjektiven und/oder emotionalen Einflüssen freien Form darzustellen, die prinzipiell für alle nachvollziehbar ist und den Sachverhalt damit prinzipiell auch für alle nachprüfbar macht.

Das ist es was du durch die Methoden in der Auszeit erfahren kannst.