Irgendwo dazwischen – Die Frau und die Schwangere

Da waren sie, die zwei Striche. Auf einmal bin ich eine „werdende Mutter", eine Schwangere. Es hat sich ein kleiner Mensch dazu entschieden, sich in meinem Bauch zu entwickeln. Nur was genau bedeutet das jetzt? Ich werde rund. Listen mit Lebensmitteln die ich nicht essen soll. Listen mit Lebensmitteln die ich unbedingt essen soll. Übelkeit - und zwar nicht nur morgens, sondern mittags, abends, zwischendurch, jederzeit (übrigens, wer dieses Morgenübelkeits-Märchen in die Welt gesetzt hat, soll sich doch bitte mal bei mir melden!). Müdigkeit - und zwar eine der Sorte „Ich brauche einen Dornröschen-Schlaf". Bewegung - tut gut, aber bitte nicht hüpfen, keine Bauchmuskelübungen, nicht aus dem Rücken bücken, nicht zu schwer heben (5 kg max.). Vorschriften. Lauter Vorschriften. Vitamintabletten hier, Folsäure da. Blutabnahmen, Wiegen, Ultraschalls. Schwangerschaftsbücher, Erziehungsbücher. Und was es nicht noch alles gibt.

Ich will natürlich auch mit euch über die Schwangerschaft, schmerzende Brüste, hormonelle Gefühlsausbrüche, das Würmchen in mir drin (mit Kopf, Händen, Füßen, einem Herzschlag) reden. Ich will alles teilen und mich mit euch freuen - es gibt bald ein Mini-Me (in Mädchen- oder Jungen-Form). Ich will mit euch darüber diskutieren, dass es doch merkwürdig ist, dass die Menschheit es geschafft hat sich so lange fortzupflanzen, dass wir es alle auf die Welt geschafft haben, obwohl unsere Mütter Salami gegessen haben.

Die andere Seite

„Soll ich dir das abnehmen?". „Willst du dich hinsetzen, ausruhen, einen Tee, Obst, Gemüse...". „Ist der Bauch schon gewachsen?". „Spürst du schon was?". Ja, es ist schön schwanger zu sein und sich auf den Wurm zu freuen. Gleichzeitig wird man jedoch als werdende Mutter im selben Augenblick zur Sensation im Freundeskreis - vor allem, wenn man eine der ersten ist. Es dreht sich alles um den Bauch, um das Baby, um die Einschränkungen, um die Vorbereitungen und und und. Wird man gefragt, wie es einem geht, will doch jeder eigentlich nur wissen wie es dem Baby geht. Nein, ich will mich hier nicht beklagen, ich bin nicht undankbar (ich weiß, wie viele Frauen ohne Erfolg versuchen Kinder zu bekommen, ihr braucht mir das jetzt nicht auf die Nase binden!), aber ich bin auch immer noch ich. Die Klaudia, die der Sorte manchmal will ich auch über meinen ab und an nervigen Job reden, über das Buch das ich gelesen habe, über den letzten Kinofilm den ich gesehen habe (und bitte ohne Nachfragen wie ich 2 Stunden ohne Toilettengang ausgehalten habe).

Und jedes Mal erwische ich mich an dem Punkt, an dem ich mich frage: Habe ich jetzt wieder zu lange über die Schwangerschaft gesprochen? Habe ich die Mädels gefragt, wie es ihnen eigentlich geht und was ihr Leben eigentlich macht? Denn im Grunde rutsche ich ja selber immer wieder in diese eine Rolle als werdende Mutter - keiner zieht mich. Und so sehr ich es manchmal genieße, wenn ich abgelenkt bin, eine zeitlang nicht an das Würmchen zu denken, so oft ertappe ich mich auch dabei in Gedanken mit dem Würmchen zu reden und mich zu freuen, wenn ich nach längerer Zeit wieder mit einer Freundin über die Schwangerschaft sprechen kann. Es fühlt sich an wie ein Balanceakt zwischen mir als Frau, als Person und mir als werdender Mutter... Was ich lernen muss: Das eine schließt das andere doch überhaupt nicht aus. Nur warum fühlt es sich dann manchmal so an?

Geht oder ging es vielleicht einer von euch in den ersten Monaten genauso? Teilt eure Erfahrungen mit mir :).

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