Iran Atom Streit: Israels geheimer Angriffsplan- ein elektronischer Krieg gegen den Iran

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Israels geheimer Angriffsplan für einen elektronischen Krieg gegen den Iran –  Aus US-Geheimdienstquellen hat Eli Lake erfahren: Israel hat für viele Milliarden Dollar nicht zu ortende elektronische Waffen gebaut, die es bei einem Angriff auf die Atomanlagen des Irans einsetzen könnte. Von Eli Lake - thedailybeast.com -

Während der Iran im vergangenen Jahrzehnt sein Atomprogramm zielstrebig ausbaute, -einen Beweis für eine A-Bombe gibt es nicht- hat Israel für viele Milliarden Dollar Hightech-Waffen entwickelt, mit denen es im Falle eines Präventivangriffes auf den Iran dessen Luftabwehr mit elektronischen Mitteln blind und taub machen könnte.

THE DAILY BEAST wurde in diesem Sommer von aktiven und ehemaligen Geheimdienstleuten über Erkenntnisse von US-Geheimdiensten informiert, aus denen hervorgeht, dass bei einem israelische Angriff auf die gehärteten Atomanlagen des Irans nicht nur Luftangriffe mit Kampfflugzeugen der Typen F-15 und F-16 stattfänden, sondern gleichzeitig auch ein elektronischer Krieg gegen das Stromnetz, das Internet, die Sendeanlagen für Mobiltelefone und die Notruffrequenzen der Feuerwehr und der Polizei des Irans geführt würde.

Israel soll nach Aussage von Informanten zum Beispiel eine Waffe entwickelt haben, mit der es einem Mobilfunknetz das bei Wartungsarbeiten übliche Signal erteilen kann, die Übertragung von Gesprächen „vorübergehend“ einzustellen. Die Israelis verfügen auch über Störsender, mit denen sie die iranischen Notruffrequenzen lahmlegen können.

Bei einem 2007 durchgeführten (israelischen) Angriff auf eine vermutete Atomanlage bei Al-Kibar machte das syrische Militär erstmals Erfahrungen mit den elektronischen Fähigkeiten Israels, als dessen Flugzeuge die Radaranlagen der syrischen Luftabwehr „austricksten“; abwechselnd zeigten die Radarbilder den Luftraum völlig leer und dann mit Hunderten angreifender Flugzeuge gefüllt.

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Israel würde wahrscheinlich auch eine Schwachstelle in den Stromnetzen iranischer Großstädte ausnutzen, die vor zwei Jahren von US-Spezialisten entdeckt wurde; die Netze sind nämlich mit dem Internet verbunden, also nicht „zugriffssicher“, und könnten durch einen Cyberangriff – wie er mit dem Stuxnet-Virus gegen die iranischen Atomanlagen geführt wurde – abgeschaltet werden.

Ein unter strenger Geheimhaltung arbeitendes Forschungslabor, das vom US-Generalstab und den US-Kampfkommandos betrieben und Joint Warfare Analysis Center / JWAC  genannt wird, hat nach Angaben eines bereits im Ruhestand befindlichen Offiziers eines US-Militärgeheimdienstes im Jahr 2009 die Verletzlichkeit des iranischen Stromnetzes entdeckt.

Dieser Informant erklärte auch, die Israelis hätten die Fähigkeit, mit dem Internet verbundene Knotenpunkte des iranischen Kommando- und Kontrollsystems auszuschalten. Toni Decarbo, der Chef des JWAC, lehnte es ab, diese Aussage zu kommentieren. Bei einem elektronischen Angriff würden die Störsignale wahrscheinlich von einem unbemannten Luftfahrzeug ausgehen, das die Größe eines Jumbojets hat.

Eine frühere Version dieses Vogels war der Heron (Reiher), die neueste Version ist der Eitan (der wahrscheinlich nach dem verstorbenen israelischen General Rafael Eitan benannt wurde). Nach Angaben in der israelischen Presse kann der Eitan 20 Stunden am Stück fliegen und eine Nutzlast von einer Tonne tragen. Eine andere Version der Drohne soll nach Angaben von Offiziellen aus den USA und aus Israel sogar 45 Stunden in der Luft bleiben können.

Unbemannte Drohnen waren und sind ein integraler Bestandteil der US-Kriege im Irak, in Afghanistan und in Pakistan; sie dienen der Aufklärung und können auch Raketen auf Verdächtige abfeuern. Die israelischen Drohnen werden nach Aussage von Offiziellen aber hauptsächlich zur elektronischen Kriegsführung eingesetzt.

Die Eitans und Herons würden wahrscheinlich von Soldaten einer Spezialeinheit der israelischen Luftwaffe dirigiert, die als „Sky Crows“ (Himmelskrähen) bekannt sind und sich nur auf den elektronischen Krieg konzentrieren. In einem 2010 in der Jerusalem Post erschienenen Artikel wird der Kommandeur dieser Einheit, wie folgt, zitiert: „Unser Ziel ist, unsere Systeme zu stützen und die Systeme des Feindes zu stören und auszuschalten.“ Fred Fleitz, der in diesem Jahr seinen Posten als führender Mitarbeiter der Republikaner im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses, in dem er hauptsächlich mit dem Iran befasst war, aufgegeben hat, teilte mit, bei Treffen mit Vertretern der Streitkräfte und des Geheimdienstes Israels sei man sich immer einig gewesen, dass alle Optionen auf dem Tisch bleiben müssten. „Ich denke, dass die israelische Luftwaffe mit ihrer Fähigkeit zur Luftbetankung ihrer Kampfflugzeuge in der Lage ist, die (iranischen) Atomanlagen anzugreifen,“ erklärte Fleitz, der jetzt Herausgeber von Lignet.com ist. „Sie müssten das Radar und die Luftabwehr des Irans ausschalten und könnten das mit ihrer Drohnen-Flotte und Raketen tun.“

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Wofür auch immer sich Israel in Bezug auf das iranische Atomprogramm entscheiden wird, eins ist jedenfalls klar. Ein höherer israelischer Offizieller erklärte in diesem Monat gegenüber THE DAILY BEAST, ein wichtiges Ziel der politischen Strategie Israel sei es, die iranischen Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass ein (israelischer) Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen jederzeit möglich sei. „Der einzig gangbare Weg, ein Atomprogramm zu stoppen, besteht darin, neben wirklich beeinträchtigenden Sanktionen auch eine glaubhafte militärische Drohung aufzubauen. Libyen ist das beste Beispiel dafür,“ äußerte der Offizielle.

Wenn man sich von bisherigen Erfahrungen leiten lässt, werden die Israelis wahrscheinlich nicht gerade dann zuschlagen, während ihre Führung in der Presse über diese Möglichkeit diskutiert.

Mit anderen Worten, wenn Israel über einen Militärschlag redet, steht er nicht unmittelbar bevor.

Wenn in Israel aber Funkstille eintritt – wie 1981 vor dem Angriff auf den im Bau befindliche Atomreaktor des Iraks – könnte das einen bevorstehenden Angriff ankündigen. Sam Lewis, der während der Übergangszeit zwischen der Carter- und der Reagan-Regierung US-Botschafter in Israel war, ließ der neuen Regierung die Warnung zukommen, der damalige (israelische) Premierminister Menachem Begin plane, den irakischen Atomreaktor bei Osirak zu bombardieren.

„Ich habe die neue Regierung ausdrücklich vor der drohenden Gefahr gewarnt,“ erinnerte sich Lewis in einem Interview. „Wir diskutierten mit den Israelis darüber, wie sie das Projekt stoppen wollten; erst gab es viel Aufregung, die sich aber bald wieder legte:“ Lewis und sein Botschaftspersonal ließen sich einlullen. Am 7. Juni 1981 flogen dann plötzlich israelische Kampfjets ohne Vorwarnung mitten in der Nacht durch den jordanischen Luftraum einen Angriff auf den südöstlich von Bagdad gelegenen, im Bau befindlichen Reaktor und zerstörten ihn.„Wir hätten einfach davon ausgehen müssen, dass der Bombenangriff auf jeden Fall stattfinden würde,“ sagte Lewis. „Als er stattfand, war ich nicht überrascht, ich habe mich aber geärgert, dass ich mich durch die zeitweilige Ruhe täuschen ließ.“

Das könnte eine Lehre für die Obama-Regierung sein, die immer noch herauszufinden versucht, was Israel mit dem Iran vorhat. Seit dem Amtsantritt will der Präsident überraschende Aktionen Israels, besonders in Bezug auf den Iran, verhindern. Obama und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu haben zum Beispiel ihre führenden Sicherheitsberater beauftragt, ein bisher nie dagewesenes System ständiger Konsultationen zwischen den beiden Staaten einzurichten, das auf regelmäßige Videokonferenzen aufgebaut ist.

Die USA und Israel haben ein ständiges Komitee eingerichtet, das sich mit allen den Iran betreffenden Problemen befasst, die Wirkung der Sanktionen überprüft und für den Austausch geheimdienstlicher Erkenntnisse sorgt, damit beide Seiten immer den gleichen Informationsstand haben. Nach Aussage von Vertretern der USA und Israels, die an gemeinsamen Treffen teilgenommen haben, hat sich Netanjahu trotz dieser Vorkehrungen bisher hartnäckig geweigert, Obama oder den Spitzenberatern in dessen Kabinett die Zusicherung zu geben, dass er vor einem Angriff auf den Iran darüber informieren oder die Erlaubnis dafür einholen wird, obwohl der Iran auf einen solchen Angriff sehr wahrscheinlich mit Terrorangriffen auf die USA und auf Israel reagieren wird. Erst am Wochenende hat die (britische) Zeitung The Telegraph berichtet, dass es deshalb zu Spannungen gekommen sei.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta habe „den Wunsch bekräftigt, über jede geplante Militäraktion Israels vorab informiert zu werden“, und (der israelische Verteidigungsminister) Ehud Barak habe „die US-Position verstanden“, teilte ein mit den Diskussionen vertrauter Offizieller mit. Die Israelis könnten auch wegen der Erfahrungen, die der damalige israelische Premierminister Ehud Olmert 2007 machen musste, so zurückhaltend sein. Damals präsentierten die Israelis ihrer Meinung nach stichhaltige Beweise dafür, dass Syrien insgeheim einen Atomreaktor in Al-Kibar baute. Condoleezza Rice berichtet in ihrer neuen Biografie, dass sie den Präsidenten Bush darum ersuchten, den Reaktor zu bombardieren.

„Der Präsident entschied sich gegen einen Luftangriff und schlug dem israelischen Premierminister eine diplomatische Intervention vor,“ schrieb sie. „Ehud Olmert bedankte sich bei uns für den Rat, wies ihn aber gleichzeitig zurück, und die Israelis machten den Job dann mit großem Sachverstand selbst.“ Ein US-Amerikaner, der den jetzigen Premierminister sehr gut kennt, sagte: „Als Netanjahu in den Raum kam, war sofort klar, dass er nicht den gleichen Fehler wie Olmert machen und um etwas bitten wird, das der US-Präsident ablehnen könnte. Er wird lieber hinterher um Verständnis bitten, als vorher um Erlaubnis zu fragen.“ Quelle: luftpost-kl.de -

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Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich, und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekanntmachung allein genügt vielleicht nicht; aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen.

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