Inventory to sales ratio - Indikator für SC-Flexibilität?

Welcher Supply Chain Experte kennt ihn nicht - den Bullwhip Effekt. Leichte Nachfrageschwankungen auf Kundenseite schaukeln sich entlang der Supply Chain immer stärker auf. Die Lager- und Transportbestände zwischen den Wertschöpfungspartnern nehmen zu, die reale Marktnachfrage kommt stark verzerrt bei den Zulieferern an, und eine Beruhigung der Supply Chain auf einem aktualisierten Nachfrageniveau dauert je nach Netzwerkumfang Monate bis Jahre. Daher ist Flexibilität und effiziente Kommunikation zwischen den SC-Partnern ein wichtiges Erfolgskriterium.
Inventory to sales ratio - Indikator für SC-Flexibilität?Ein guter Indikator hierfür ist das Inventory to sales ratio. Hier werden aktuelle Marktnachfrage und und SC-Bestände gegenüber gestellt. Eine Betrachtung dieses Verhältnisses über die letzten zwanzig Jahre zeigt einen klaren Trend. Wertschöpfungsnetzwerke werden effizienter, Bestände gehen zurück. Die weltweite Rezession 2008 zeigt jedoch die mangelnde Anpassungsfähigkeit globaler Netzwerke. Das Verhältnis nahm innerhalb von kurzer Zeit von 1.25 auf 1.50 zu - ein Ausschlag, der die Optimierungen der letzten 12 Jahre zunichte machte. Umso erstaunlicher jedoch, dass diese Entwicklung innerhalb einer Jahres wieder egalisiert wurde. 
Sobald sich die Supply Chain auf die neue Nachfragesituation eingestellt hat, kehrt die schlanke Gestaltung zurück. Seit 2005 ist es allerdings nicht gelungen unter die Marke von 1.25 zu sinken. Die Betrachtung bezieht sich auf die US-amerikanische Wirtschaft. Erstellt wurde die Analyse von dem US Department of Commerce.

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