Interview mit Felicitas Pommerening

Hallo Felicitas!
Zuerst einmal möchte ich mich herzlich für die Gelegenheit bedanken, dieses Interview mit dir zu machen. Eine Frage, die du vielleicht schon oft beantworten durftest, aber: Wie bist du eigentlich zum Schreiben gekommen?
Ich habe mir immer gerne Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben, schon in der Schule. Je älter ich wurde, desto mehr habe ich dabei auch verarbeitet, was ich erlebt und beobachtet habe. Später wollte ich dann Journalistin werden... und dann doch Drehbuchautorin... auf jeden Fall wusste ich, dass ich schreiben will.
Das Thema deines Buches ist heute aktueller, denn je. Wie ist die Idee zu deinem Buch entstanden?
Das ist einfach so gekommen, weil ich die Themen, um die es im Buch geht, ganz viel um mich herum gesehen habe und teilweise selbst Entsprechendes erlebt habe. Irgendwann habe ich also einfach drauflos geschrieben und das alles in fiktive Geschichten verpackt... Der rote Faden und die jetzige Form kam dann erst später.
Das Buch erzählt eine Geschichte über zwei emanzipierte Berufseinsteigerinnen. Wie stehst du selbst zur Emanzipation?
Letztens bin ich zu einer feministischen Podiumsdiskussion gegangen, da haben sich die Teilnehmerinnen alle jeweils als Vertreterin einer bestimmten Strömung vorgestellt. Puh! So kann ich mich gar nicht einordnen! Ganz ehrlich: Die Begriffe, die die benutzt haben, kannte ich teilweise gar nicht. Wieso gibt es da denn jetzt noch so viele Unterkategorien? Für mich bedeutet emanzipiert oder feministisch sein einfach, dass man machen kann, was man will - unabhängig vom Geschlecht. Und dass man in jeder Situation entsprechend respektvoll behandelt wird.
Du selbst hast auch studiert und vor kurzem sogar promoviert. War dein Berufseinstieg leicht? Würdest du es wieder genauso machen?
Mein Berufseinstieg war nicht leicht - als ich 2005 mit meinem Studium fertig war, sah es mit Jobs nicht so gut aus. Ich habe erst nach ein paar Monaten eine Stelle bekommen - als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Institut für angewandte Forschung. Da habe ich dann auch die Promotion angefangen. Ich würde eigentlich wieder alles genauso machen. Es hat mich ja dort hingeführt, wo ich jetzt bin und jetzt bin ich gerade sehr zufrieden.
Du bist in den letzten Jahren oft aus beruflichen Gründen umgezogen. Darf ich fragen, wo es dir am besten gefallen hat?
In Köln waren die Leute unglaublich nett. Aber Mainz gefällt mir doch einfach am besten. Die Größe ist perfekt und die Lage ist toll… Nur ein familienfreundliches Café... das fehlt noch.

Viele Fragen werden immer wieder gefragt. Gibt es eine Frage, die dir noch nicht gestellt wurde und die du mir gerne beantworten würdest?
Ich werde erstaunlich selten gefragt, warum eine Krabbe auf meiner Website ist. Deswegen habe ich das jetzt bei meiner Blogtour einfach selbst zum Thema gemacht.
Zum Schluss eine letzte Frage: Werden weitere Bücher folgen?
Das hoffe ich doch! Ich schreibe auf jeden Fall weiter.
Vielen Dank für das Interview.

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