Infektion mit neuen Coronaviren verläuft großteils harmlos

Das neuartige Coronavirus ist in Europa gelandet - speziell betroffen ist Italien. Die Leute sind besorgt, als stünde die Pest vor der Tür. Alle fürchten nun, dass sich die Viren auch in Europa wild verbreiten. Doch was passiert, wenn man sich tatsächlich anstecken sollte? Wie hoch ist das Risiko ernsthafter Verläufe von Lungenentzündung und sonstiger Komplikationen?

Infektion mit neuen Coronaviren verläuft großteils harmlos

Coronaviren sind die häufigsten Auslöser von Erkältungen (Foto:CDC/Dr. Fred Murphy)


Es gibt bisher nur recht wenige Übersichtsarbeiten dazu.
Eine erschien am 20. 1. 2020: Chinesische Wissenschaftler veröffentlichten eine erste Übersicht zum damaligen Stand. Fast alle Betroffenen stammten aus der Provinz Wuhan.
291 Patienten waren infiziert - beim Großteil verlief die Erkrankung mild, heißt es im Bericht. Nur 63 dieser Patienten hatten ernsthafte Verläufe von Lungenentzündung.
6 Personen sind gestorben - alle älter als 60 Jahre. Sie hatten bereits vor der Infektion mit den neuartigen Coronaviren schwere Begleiterkrankungen. Zitiert werden im Bericht: Darmkrebs, chronische Lebererkrankung, Nierenversagen, Herzmuskelentzündung sowie andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Fieber, Husten, Heiserkeit
Vergangene Woche erschien im British Medical Journal ein weiterer Bericht aus China, in dem eine Gruppe von Patienten (N=62) analysiert wurde, die außerhalb der Provinz Wuhan leben, sich aber von Kontaktpersonen aus oder in Wuhan infiziert haben. Es waren keine Original-Fälle jener Patienten dabei, die sich in der Nähe des berüchtigten Fischmarktes infiziert haben.
Diese Gruppe entspricht also viel mehr dem Risiko, welches auch Europäer erwartet, wenn sie sich infizieren sollten.
Die Patienten waren im Mittel 41 Jahre alt. Nur ein einziger Patient musste auf einer Intensivstation behandelt werden. Gestorben ist niemand.
Zwei Patienten entwickelten im Verlauf der Krankheit Atemnot.
Die häufigsten Symptome waren Fieber (77% der Patienten), Husten (81%), Kopfschmerzen (34%), Muskelschmerzen und allgemeine Schwäche (52%) sowie Durchfall (8%).
Bei mehr als der Hälfte der Patienten stieg das Fieber nicht über 38 Grad. Nur 8 der 62 Patienten hatten Fieber über 39 Grad.
Wie kann man sich schützen?
Coronaviren sind normale Erkältungsviren, welche eine große Bandbreite von Symptomen auslösen können. Und so wie es aussieht, unterscheiden sich die neuen Viren nur unwesentlich von jenen Coronaviren, die bereits seit mindestens hundert Jahren hier heimisch sind. Die Verläufe von Lungenentzündung sind großteils unkompliziert. Risikogruppen sind - so wie auch bei Influenza und anderen Erkältungsviren - ältere Personen mit Vorerkrankungen.
Als geeignete Vorsorge gilt - wie auch bei den meisten anderen Erkältungsviren:
  • Öfter mal Hände waschen, wenn man an öffentlichen Orten unterwegs ist. Von den eigenen Händen geht (nach dem angenießt werden) das größte Infektionsrisiko aus.
  • Warme bzw. heiße Getränke trinken - kalte Limos meiden (Viren halten Wärme über Körpertemperatur schlecht aus)
  • Ab in die Sonne - wenn sie mal scheint. Sonnenstrahlen stärken die Abwehrkräfte

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