In der Weihnachtsbäckerei…

… werden viele Gewürze verwendet. Und eine ganze Reihe davon können deutlich mehr als nur “gut schmecken”!

Nelken (Gewürznelken) zum Beispiel: Sie sind eines der ältesten bekannten Gewürze. Mit ihrem intensiven und brennend-würzigen Geschmack werden sie ganz oder gemahlen vielseitig verwendet: zum Beispiel in Weihnachtsplätzchen, Glühwein, Punsch, Curry und Schokolade.

Und was können sie noch? Gewürznelken sind auch als Hausmittel gegen Zahnschmerzen bekannt – auch bei Zahnfleischentzündungen werden sie (oder aber Nelkenöl) angewandt.  Allerdings sollte hier ein Zahnarzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden – denn nicht für jede Entzündung sind sie das geeignete Mittel, und die richtige  Dosierung ist auch wichtig: ein (deutliches) zuviel an Nelkenöl kann unter Umständen zahnnervschädigend wirken.
Zimt ist ein weiteres Beispiel. Er soll schon im alten China verwendet worden sein.  Zu Weihnachten kennt man ihn zum Beispiel in Lebkuchen,  Spekulatius und bei Marzipankartoffeln. Und was kann noch mehr?  Zimt hat eine appetitanregende, magenstärkende und stopfende Wirkung – auch wird ihm eine unterstützende Rolle im Insulin-Haushalt zugeschrieben. Allerdings stützt sich letzteres bisher nur auf wenige Studien, so dass es hier noch keine eindeutige Empfehlung, geschweige denn Dosierung für Zimt bei Diabetes-2-Patienten gibt.

Der in Apotheken erhältliche Ceylon-Zimt gilt wegen seines geringen Cumarin-Gehalts als unbedenklich. Die Lebensmittelindustrie verwendet hingegen den – da weitaus billigeren -  Cassia-Zimt, der einen deutlich höheren Cumarin-Gehalt aufweist. Cumarin steht im Verdacht, in höheren Dosen krebserregend zu wirken – zumindest legen das Tierversuche nahe, bei menschlichen Zellinien konnte es noch nicht nachgewiesen werden.  Das Bundesamt für Risikoforschung hat daher empfohlen, dass kleinere Kinder täglich nicht mehr als vier, größere Kinder nicht mehr als sechs und Erwachsene nicht mehr als acht Zimtsterne pro Tag essen.

Zufällig sind das auch die beiden Gewürze, die in einer Sorte meiner Lieblings-Weihnachtsplätzchen vorkommen, das ich euch hier nicht vorenthalten will:

Zutaten:

  • 180g Butter
  • 1 Tasse brauner Zucker (weißer ginge auch)
  • 1/2 Tasse weißer Zucker
  • 1 Ei
  • 1/4 Tasse Wasser
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Tasse Mehl
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Nelken
  • 1 Tasse gehackte Walnüsse
  • 2 Tassen grobe Haferflocken
  • 1 Tasse feine Haferflocken

(1 Tasse entspricht vom Volumen hier in etwa 200ml)

Zubereitung:

Butter, Zucker, Ei und Vanillezucker schaumig rühren. Das Wasser und die restlichen Zutaten nach und nach dazugeben und verrühren. Den Teig dann teelöffelweise auf ein mit Backpapier belegtes Blech portionieren – nicht mehr, denn die Plätzchen gehen beim Backen teilweise noch ziemlich auseinander).

12 – 15 Minuten backen (Ober/Unterhitze: 175°C, Umluft: 165°C)

Sofort vom Blech nehmen, auf Gitter abkühlen lassen und in gut schließender Dose aufbewahren.