In den Sommerferien nach Frankreich? – 10 Tipps für einen günstigen Urlaub trotz Hochsaison

Hallo liebe Freundinnen und Freunde der Regenbogenkombüse,

die, die mich kennen, wissen, dass ich so etwas wie ein “free spirit” bin. Ich folge keinen Trends, springe auf keine Modewellen auf, interessiere mich nicht für “It-Girls” und für das, was momentan gerade so angesagt ist. Kurz gesagt: Ich ziehe es vor, mein eigenes Ding zu machen.

Die Lieblingsreiseziele von uns Deutschen

So liege ich auch mit meinem Reiseziel, das ich seit ielen Jahren zwar nicht immer, aber ziemlich oft wähle, außerhalb der eingetretenen Urlaubspfade. Wenn man den Statistiken der Tourismusbranche Glauben schenken darf, lautet das liebste Reiseziel von uns Deutschen – nun ja, Deutschland. Vor allem die Küsten von Nord- und Ostsee liegen auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Auch ich liebe die Nordsee und finde die Ostsee ganz nett. Doch wenn man mit einem Wohnwagen und 2 Hunden unterwegs ist, kann man an der Nordseeküste mitunter unangenehme Überraschungen erleben. So wie wir im vergangenen Oktober (nachzulesen hier).

Frühling in der Provence

Möchte der oder die Statistikdeutsche in den schönsten Wochen des Jahres sprachlichen wie landschaftlichen Tapetenwechsel erleben, steht Bella Italia, gefolgt vom Urlaubsdauerbrenner Spanien ganz oben auf der Urlaubshitliste. Ebenfalls beliebt sind Österreich, die Türkei, Kroatien und für alle, die sich nicht unbedingt zu den Hardcore Sonnenanbetern zählen, die skandinawischen Länder.

Warum sind die Deutschen Frankreich-Muffel?

Frankreich findet man auf der Beliebtheitsskala lediglich unter ferner liefen. Als Gründe für diese mangelnde Begeisterung werden bei mir im Bekanntenkreis und im Kreis der Teilnehmer/Innen meiner Kochkurse oft  genannt:

  • die mangelnde Tendenz der Franzosen, eine andere Sprache, insbesondere Deutsch in den Mund zu nehmen
  • der französische Hang zur Arroganz
  • die komplizierte Küche (Häh?)
  • der manchmal fragwürdige Zustand der Sanitäranlagen (kann ich z.T. nachvollziehen)
  • die komplizierte Sprache -  und vor allem
  • die Kosten, mit denen ein Frankreichurlaub zu Buche schlägt.

Ob der Franzose an sich jetzt arroganter als ein Deutscher, Österreicher oder Spanier ist, kann ich leider nicht verlässlich beantworten. Vielleicht habe ich bis jetzt einfach nur Glück gehabt? Oder löst ein  Gläschen Rotwein die Zunge und das Gemüt? Ich habe mich in Frankreich, bis auf wenige Ausnahmen, immer gut aufgehoben gefühlt.

Mittags in Frankreich

Mittags in Frankreich

Frankreich ist kein low-cost Urlaubsland

Was ich nachvollziehen kann, ist das Kostenargument. Essen zu gehen in Frankreich war noch nie das, was man jetzt als besonders günstig nennen könnte. Im Supermarkt sind die Preise  um 20 – 30 Prozent höher als bei uns. Auch die Übernachtungskosten in Hotels und Ferienwohnungen liegen deutlich über dem, was man in Deutschland berappen muss. Vor allem in der Hauptsaison, die gerade angebrochen ist und bis Ende August andauern wird, wird preislich ziemlich heftig aufgeschlagen.

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Meine Spartipps für einen Frankreichurlaub in der Hochsaison

Gibt es also keine Möglichkeit, in Frankreich günstig Urlaub zu machen? Ich meine doch. Hier meine Spartipps:

  1. Camping ist gerade in Frankreich die günstigste Übernachtungsmöglichkeit.
  2. Es gibt Campingplätz für jede Alters- oder Interessensgruppe und für jeden Geldbeutel.
  3. Die Campingplätze in den touristischen “Hot Spots” sind in der Hauptsaison naturgemäß sehr teuer. Wer nicht unbedingt mit Seeblick oder Meeresrauschen aufwachen will und einen Campingplatz 10 Kilometer von den Küsten entfernt wählt, schont den Geldbeutel und die Nerven.
  4. Kleinere Campingplätze ohne großes touristisches Vergnügungsprogramm (animations etc.) sind günstiger als die großen, top ausgestatteten Plätze in der touristischen Poolposition.
  5. Mit Camping à la ferme campt man naturnah und preisgünstig.
  6. Wohnmobilstellplätze sind meist noch deutlich günstiger als die Campingplätze. Allerdings wird man dort gerade in der Hauptsaison wohl nicht mit einem Wohnwagen unterkommen.
  7. Viele Wohnmobilplätze im Landesinneren werden von den Gemeinden betrieben, sind kostengünstig oder sogar kostenfrei. Manche Landwirte stellen auch Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobile zur Verfügung.
  8. Wer keinen eigenen Wohnwagen oder kein Zelt hat, kann auf den meisten Campingplätzen Chalets oder Wohnwagen mieten. Gerade für Familien mit mehreren Kindern und Haustieren gibt es hier günstige Angebote.
  9. Selbstversorger sind klar im Vorteil!
  10. Auf den Wochenmärkten in Frankreich einzukaufen ist ein Erlebnis für alle Sinne. Günstiger shoppt man jedoch bei Aldi, Lidl und Leader Price. Besonders die neuen Aldifilialen haben ein Top-Angebot an französischen Käsesorten. Bei Lidl finden Weinliebhaber meist gute und günstige Tropfen. Bei Leader Price gibt es hochwertige Konserven und viel Tiefgefrorenes für die schnelle Selbstversorgerküche.

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Also, ich finde, dass Urlaub in Frankreich auch in der Hauptsaison durchaus mach-und bezahlbar ist.

Ein schönes Wochenende und à bientôt

Heike Kügler-Anger