Impressionen: kursfahrt 2014 - kraków guide

Wir hatten es geschafft. Nach wochenlangem, nicht endenden Büffeln für etliche Tests, Klausuren - mit welchen uns die Lehrer gerade zu bewarfen (nach dem Motto friss oder stirb, wie es in der Schule eben so ist. Lerne alles auswendig und du wirst deine guten Punkte schon kriegen), war es endlich geschafft. Und nach einer 9 stündigen Busfahrt waren wir auch schon da: in Krakau, wo unsere wohlverdinete Kursfahrt beginnen sollte. Ehrlich gesagt, habe ich mich gefreut. Auch wenn öfters Unlust und Negatives aufkam, zumal wir uns den Ort nicht aussuchen durften. Auch muss man sagen, dass Krakau nun nicht jedermanns erste Wahl gewesen wäre. Doch habe ich viel Gutes über die Stadt gehört und wurde auch nicht enttäuscht. Alles in einem besitzt Krakau, wie ich finde, ein wunderschönes Stadtbild, aber seht selbst:

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Polen beziehungsweise Krakau scheint als Reiseziel immer mehr an Beliebtheit zu gewinnen. Etliche Freunde und Bekannte meinerseits zieht es inzwischen nach Krakau, sei es im Rahmen einer Klassenfahrt oder individuell. Um euch einen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu verschaffen, habe ich mich an unser Programm gehalten, da ich finde, dass es diese ganz schön zusammengestellt hat. Und vielleicht findet ihr ja ebenso Gefallen an der Stadt, sie hat mehr zu bieten als man vielleicht denken mag...

Welche Stadt hat euch zum letzten Mal begeistert? 


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1) Das Hostel

Wir sind im Premium Hostel untergekommen. Es liegt sehr zentral, keine 10 Minuten vom Marktplatz entfernt. Es ist zwar eng und sehr überschaubar, dennoch war das nötigste vorhanden. Über das Frühstück lässt sich streiten, ebenso darüber wie gut die Idee ist aus dem damaligen jüdischen Gefängnis ein Hostel zu machen. Gruslige Vorstellung. Nun ja, aber für das Geld lässt sich echt nicht meckern. Alles lebensnotwendige (Internet! :D) war da. 

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2) Die Stadtführung - erste Eindrücke

War mit ihren 8 Stunden schon eine echte Herausforderung, insbesonders bei 30 Grad Ausßentemperatur. An sich finde ich Stadtführungen toll, nur fehlte es unserer Führerin meiner Meinung nach an Begeisterung. Es zog sich also hin, wie dicker, zäher Kaugummi. 

Wirklich sehenswert ist das Königsschloss Wawel an der Weichsel mit seiner prunkvollen Kathedrale. Sie ist komplett in schwarz gehalten, passend zum Weltuntergang :D Denn dieser soll kommen, sobald der angekettete Knochen fällt - so sagen sie es. 

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Nachdem wir durch die kleinen Straßen mit all den niedlichen Cafés und Restaurants entlang gegangen sind, fanden wir uns am Rynek Glowny, dem mitteralterlichen Marktplatz im Zentrum der Stadt wieder. Hier lebt die Stadt, hier ist ständig etwas los. Man findet etliche sehr günstige Cafés, Restaurants mit einem hervorragenden Service und wirklich gute Straßenkünstler und Musiker. Alles in einem eine wunderbare Atmosphäre. 

Ich habe ohnehin ein Faible für diese Bauten. Deswegen hat es mir die Marienkirche (ganz unten) angetan. Wenn ihr in Krakau sein solltet, ist sie ein absolutes Muss. Mittlerweile habe ich soviele Kirchen gesehen, dass sie mir eigentlich zum Hals raus hängen sollten, jedoch ist das Innere der Kirche wunderschön. Die farbigen Fenster und der Altar sind schlichtweg beeindruckend. 

Wenn ihr ebenso einen Faible für Kitsch haben solltet, schaut unbedingt in den Tuchhallen, direkt gegenüber der Marienkirche vorbei.

Dort findet ihr allerlei handgemachtes und schöne Souvenirs. 

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Danach ging es für uns nach Kazimierz, ein jüdisches Stadtviertel. Passend zur Stimmung, zog ein Gewitter auf. Das Stadtviertel gelangte vor allem durch Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" aus dem Jahr 1993 an Bekanntheit . Übrigens ein sehr sehenswerter Film, mit einer beeindruckend bedrückenden Geschichte und sehr guten Bildern. Viele dieser Bilder wurden hier, in Kazimierz aufgenommen. 

Die Originalstätte liegt jedoch in Podgórze wo noch einige Überreste an das Vergangene erinnern, wie die Mauer oder das Mahnmahl (letztes Bild) der leeren Stühle, was an die vernichteten Juden erinnern soll. In Anlehnung daran, dass die Kinder während der Zwangsausräumung die Stühle aus den Wohnungen zum Hof hinaustrugen.

Anschließend fanden wir uns an Schindlers Emaillefabrik wieder, welche heute ein Museum ist. Die Bilder am Fenster zeigen die 1200 Schindler Juden, die Schindler durch seine Fabrik vor den sicheren Tod in den Konzentrationslagern rettete. Einfah bewundernswert.

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3) KZ Auschwitz, Birkenau - Massentourismus Gedenkstätte?

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Eigentlich. Außer der traurigen Tatsache, dass dieser Ort, der eigentlich eine Gedenkstätte ist, zu einem Ort des Massentourismus geworden ist. Hastig wurden wir als Gruppe durch die Austellung hindurch geschleust, so blieb keine Zeit um sich die vielen wirklich interessanten Schaukästen anzuschauen. Begleitet wurde die ganze Führung von der Stimme unserer Führerin im Ohr, welche uns erzählte was wir eigentlich sehen sollten. Wir selbst waren jedoch noch 20 Meter hinter ihr, zumal es nicht gerade leicht ist als Schulklasse an der Masse an Touristen entlang zu kommen. Jedoch ist eine Besichtigung der Anlage zu empfehlen, allein deswegen um Geschichte greifbarer zu machen und zu verstehen. Was Kleinkinder und Grundschulklassen daher in der Austellung zu suchen haben, ist mir ein Rätsel.

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4) Salzbergwerk Wieliczka 

Hunderte Stufen geht es hinab, dann befindet man sich in rund 300 Meter Tiefe in den Stollen des Salzbergwerkes Wieliczka. Anfangs hielt sich meine Begeisterung in Grenzen, aber ich wurde positiv überrascht. Das Bergwerk ist wirklich beeindruckend. Wenn ich mich recht erinnere besitzt es 3 Kapellen, welche einen einfach umhauen. Wahnsinn wie viel die Menschen schon damals zu schaffen wussten, einfach wahnsinn. Auch ist die Führung nicht nur eine gewöhnliche Führung, sie ist gespickt mit viel Humor und sehenswerten Showeinlagen. 

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5) Wieso ihr Krakau unbedingt einen Besuch wert ist

* Die Mentalität - Die Universitätsstadt ist eine sehr junge und lebhafte Stadt.

Der Marktplatz und die Straßen sind voller Musik, Künstler und Artisten. Viel zu sehen gibt es immer.

* Die Kultur und Geschichte - Krakau, nicht selten als Perle der Kultur oder als die heimliche Hauptstadt Polens bezeichnet. Allein den mitteralterlichen Bauten kann man schon schnell verfallen. Das liebe ich so an der Europa, und das vermisse ich so in Amerika. Liebe Grüße an dieser Stelle aus Californien ♥♥ Die Gebäude aus dem Mittelalter, Gotik, bis hin zum Barock. Sie erzählen soviele Geschichten.

* Das Preis Leistungs Verhältnis - Für sein Geld bekommt man in Krakau bzw. Polen sehr viel, zumal der Zloty im Gegensatz zum Euro sehr schwach ist. Sei es Materielles (von Lebensmittel, Souvenirs bis hin zu Klamotten) oder Service Leistungen. Wir hatten echt "Probleme" unser Geld dort loszuwerden :D 

bnn#

Wo geht es für euch diesen Sommer hin?

Und wart ihr schon einmal in Polen / Krakau?


T O N I A

xoxo


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