Im Interview: TrackRecordGames

Erstellt am 14. August 2013 von Michael Fuchs @lpgeilde

Michael: Servus TrackRecordGames, ihr seid Chris und Arne – aber stellt euch doch mal selber vor. Wer und was ist TrackRecordGames?

TrackRecordGames: Hi Michael, wir sind zwei 17-Jährige Schüler, die aus Spaß Lets Play’s produzieren. Wir finden es schwer, uns selbst zu beschreiben, aber vielleicht kann man uns ja in diesem Interview näher kennenlernen.

Michael: Politisch inkorrekte Let’s Plays – klingt interessant. Seit wann gibt es euren Let’s Play Kanal und wieso überhaupt? Was ist eure Motivation dafür?

TrackRecordGames: Unseren Kanal gibt es schon recht lange. Wir haben damals gar nicht die Absicht gehabt, Let’s Plays zu machen. Wir wollten lediglich unkommentierte Updates zu einem Spiel, dass wir entwickelt haben hochladen.
Erst viel später kamen wir auf die Idee, während dem Bauen der Spielwelt zu reden. So entstanden unsere Let’s Plays. Das Ganze hat sich natürlich weiterentwickelt.
Unser Ziel ist es, die Zuschauer wenigstens für kurze Zeit aus dem uns allen bekannten Alltagsstress zu reißen und ihnen eine Freude zu machen. Außerdem haben wir natürlich selber Spaß daran, zu zocken und dabei zu kommentieren.

Michael: Bei euch dreht sich alles um Minecraft. Vom Super Pirate Battle Royale über Adventuremaps bis hin zu The Hive Games. Was ist das besondere an Minecraft und wieso ist es so beliebt bei Let’s Playern?

TrackRecordGames: Minecraft ist eines der wenigen Spiele, die sich unglaublich individuell gestalten lassen. Selbst nach ein paar Jahren scheinen die Möglichkeiten grenzenlos zu sein. Eben deshalb ist es so beliebt bei den Let’s Playern. Jeder nutzt das Spiel auf seine Weise.
Außerdem gibt es in Minecraft keine Story oder gescriptete Ereignisse. Dadurch hat man ideale Vorraussetzungen für einen interessanten Kommentar.


Michael: Viele Let’s Player möchten etwas mit ihrem Kanal erreichen. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr ein Ziel das ihr erreichen möchtet oder ist es rein Just4Fun?

TrackRecordGames: Schon zu Beginn haben wir uns immer gesagt, dass YouTube nur ein Hobby ist und Spaß machen muss. Diese Ansicht hat sich bis heute auch nicht geändert. Aus diesem Grund lassen wir uns von keiner Seite in irgendeiner Weise stressen. Wir halten uns aus dem meisten raus und machen unser Ding. Das alles schließt natürlich nicht aus, dass wir unsere Zuschauermenge vergrößern wollen.

Michael: Mit über 14.300 Abonnenten seid ihr auch kein kleiner Let’s Play Kanal mehr. Was würdet ihr neuen Let’s Playern empfehlen / raten? Lohnt es sich überhaupt noch? Ist der Markt nicht schon überfüllt?

TrackRecordGames: Ja, der Markt ist heutzutage leider überfüllt. Besonders bei den Let’s Playern wiederholt sich vieles oft. Unser Tipp ist es, so blöd es klingen mag, sich von anderen in irgendeiner Weise abzusetzen. Denn der Markt braucht nicht fünfmal ein Spiel, das genau gleich gespielt wird. Es wird zwar immer schwerer, sich aus der Masse hervorzuheben, aber letztendlich ist es immer noch möglich. Und nie vergessen: Geduld ist das Wichtigste!

Michael: Ihr habt auch viel mit Minecraft Mods zu tun, bzw. stellt diese vor. Was ist eurer Meinung der beste Mod für Minecraft und wieso? Und gibt es Mods, wo man sagen kann, die gehören zur Grundaustattung jedes Minecrafters?

TrackRecordGames: Puh, gute Frage. Es gibt so viele Mods, die unglaublich gut sind. So aus dem Stehgreif können wir z.B. den “Better Dungeons” Mod empfehlen. Die Mod bringt eine Menge neuer Herausforderungen in das Spiel. Allerdings gibt es auch andere Mods, die z.B. neue Items und Blöcke in das Spiel implementieren. Die Liste ist viel zu lang.
Die einzigen Mods, die wir wirklich immer benutzen sind “Optifine” und meistens noch “NotEnoughtItems” bzw. “TooManyItems”.

Michael: Schauen wir mal in die Glaskugel. Wie denkt ihr, entwickelt sich die Let’s Play Szene in der Zukunft? Wie sieht die Szene in 5 Jahren aus?

TrackRecordGames: Wir können uns drei Möglichkeiten vorstellen.
Erstens: Die Zuschauer werden älter und die Szene altert komplett mit. Es kommen also weniger neue, junge Zuschauer dazu, aber die aktuellen bleiben erhalten.
Zweitens: Die “alten” Zuschauer verlassen die Szene und neue rücken nach. Somit würde sich im Prinzip kaum etwas ändern. In etwa so, als würde ein Stoffwechsel stattfinden.
Drittens: Vielleicht ist die Szene eine Modeerscheinung und hat aktuell nur einen “Boom”. In ein paar Jahren gibt es sie so vielleicht gar nicht mehr.

Im Endeffekt kann man das aber wohl nicht vorhersagen. Wir können nur weitermachen und schauen, was eine neue Generation für Veränderungen mit sich bringen wird.

Michael: Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für das Interview genommen habt und überlasse euch nun gerne das Schlusswort

TrackRecordGames: Wir danken für die Einladung und wünschen dem Magazin weiterhin viel Erfolg. Für uns war es sehr interessant, deine Fragen zu beantworten und wir hoffen, dass unsere Antworten dies auch für den einen oder anderen Leser sind.