Illegale Farben: Apocalypse Now

Illegale Farben: Apocalypse NowIllegale Farben
„Illegale Farben“

(Rookie Records)
Alles andere wäre tatsächlich eine Überraschung gewesen: So düster gestimmt, so schwarz gemalt, so zerrissen wie das Land selbst – Illegale Farben, fünf Herren aus Köln, präsentieren sich auf ihrem Debütalbum mit nachdrücklich schlechter Laune. Woher soll die gute auch kommen, wenn das, was sie um sich herum in ihrem Songs und Videos skizzieren, einer verrotteten und verstaubten Endzeit-Kulisse gleicht, einer entmenschlichten Maschinenwelt, deren Bewohner mit den „neonblauen“ Augen des Dune-Volkes durch die Gegend irren und zwischen nicht viel mehr als dem Straßenkampf oder trostloser Vereinsamung zu wählen haben. Und auch wenn diese gruselige Fiction bewusst überzeichnet und comichaft daherkommt – für aufgeweckten Frohsinn haben die fünf nicht viel übrig.

Entstanden als Patchwork aus wie Bands Genepool, Bazooka Zirkus und anderen, widmen sich IF einer energiegeladenen Mischung aus Indierock, Deutsch- und Post-Punk, die Schlagzahl wird meistenteils recht hoch gehalten und Gitarren und Bass sind rau und laut ausgesteuert. Manchmal meint man eine geheime Vorliebe für die versteckten Ohrwurm-Hooks von Interpol herauszuhören (deren Hitsingle „NYC“ dann auch beim Schlußstück „Wellenland“ offenkundig beliehen wird), doch mit allzuviel Feinarbeit hält man sich sonst nicht auf. Wo die Textbezüge eher im Ungefähren und Bildhaften bleiben, ist der Sound scharfkantig und hart. Ein wenig mehr Abwechslung hätte den zwölf Stücken der Platte vielleicht ganz gut getan, bei „Endlich wieder etwas los“, dem herrlich zackigen NDW/Franz-Ferdinand-MashUp zur Atomkrise, hört man, wie es klappen könnte. Dennoch: Hier und jetzt gut und richtig.
01.04.  Köln, Stereo Wonderland
02.04.  Köln, Gebäude 9
16.04.  Köln, Underdog Recordstore
06.05.  Hamburg, Molotow
07.05.  Ochtrup, Café Freiraum
14.05.  Oberhausen, Druckluft
20.05.  Nürnberg, Club Stereo
21.05.  München, Strom
17.06.  Wiesbaden, Schlachthof

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