Ideenreich: Einen Block für den Blog

Von Stefanie

"Hach, ich hätte für so einen Blog ja gar keine Zeit und wenn ich sie hätte, keine Ideen!"
Von Nicht-Bloggern höre ich das ziemlich oft. Und meistens sehe ich denjenigen an, dass sie sich fragen, was zur Hölle bei mir nicht stimmt: "Hat die kein Leben oder wieso steht die fast täglich knöcheltief in Rührteig oder Fingerfarben?" Ich lüfte das Geheimnis: Für mich ist kreatives Halligalli  Schokolade und Therapie gleichzeitig. Schokolade, weil es mich glücklich macht und zweiteres kann ich mir dank der Bastelei sparen. Dabei kann ich abschalten und nachdenken und nebenbei wird mein Zuhause hübscher und der Chefdesigner wegen der nie enden wollenden Süßwarenproduktion verliebter. Und außerdem ist Selbermachen das neue Schwarz.


Die Sache mit den Ideen ist eine ganz andere. Ich habe zwar einen Ideenhochdruck, aber das bedeutet noch lange nicht, dass da immer etwas vernünftiges dabei ist. Einmal habe ich versucht, mit der Bohrmaschine Löcher in Holzkugeln zu bohren, ohne diese vorher in den Schraubstock zu klemmen. Ich habe heute noch zwei Erinnerungslöcher in meiner Tischplatte. Die Kugeln haben allerdings bis heute keine...Die besseren Ideen sammel ich in meiner Schreibtisch-Zettelschublade, in der 120457 Papierfitzelchen vollgekritzelt mit tollen potenziellen Umsetzprojekten auf ihre Umsetzung warten. Und damit ich nicht mehr jedesmal eine halbe Ewigkeit mit Entknüllen und Sortieren beschäftigt bin, habe ich mir jetzt einen schnieken Block für den Blog gebastelt, in den die Zettel entweder eingeklebt oder die Ideen gleich darin notiert werden können. Vorne ist ein Faltkalender drinnen, damit ich die einzelnen Posts planen kann, gefolgt von einem Register sotiert nach den Themen: Rezeptideen, DIY und Poststorys (da sammel ich stichpunktartig merkwürdige Begebenheiten, Ansichten oder grundsätzlich Interessantes, worüber ich bei Zeiten berichten könnte).
Um auch so ein nettes Notizbuch zu basteln, benötigt man:
1 Notizbuch/Collegeblock o.ä.
einen Haufen Fotos, Ansichtskarten, Programmhefte, Geschenkpapierreste oder generell hübsches buntes Papier
ein kleines Stück feste Pappe
Schere
Kleber
Geodreieck
Bleistift
und nach Bedarf transparente Selbstklebefolie, um das Cover hinterher einzubinden
Auf die Pappe zeichnet man ein Dreieck von 5 cm Seitenlänge und 5 cm Höhe auf. Am besten geht das mit einem Geodreieck. Das fertige Dreieck ausschneiden und als Schablone verwenden. Je nach Größe eures Notizbuches schneidet ihr aus den bereitgelegten Papieren eine entsprechende Anzahl an Dreiecken aus. Ich habe wesentlich mehr ausgeschnitten, als ich benötigt habe, um eine Auswahl zu haben. Achtet darauf, dass die Dreiecke wechselseitig aufgeklebt werden - jedes zweite steht auf dem Kopf. Dementsprechend müssen Muster oder Motive, die man nicht einfach umdrehen kann mit eingeplant werden. Habt ihr genügend Dreiecke ausgeschnitten, legt ihr euch euer späteres Muster am besten zuerst auf einem Stück Papier probe. Welche Anordnung gefällt mir am besten? Passen die Muster auch wirklich zueinander?
Seid ihr mit der Reihenfolge zufrieden, klebt ihr sie auf euer Notizbuchcover. Jeweils das erste und das letzte Dreieck in einer Reihe muss zugeschnitten werden. Dafür klebt ihr es einfach so hin, wie ihr es haben wollt und markiert den Rand mit dem Geodreieck, damit ihr wisst, wie ihr es zuschneiden müsst. Dreieck wieder abziehen, zuschneiden und erneut aufkleben.
Ist euer Cover fertig, lasst den Kleber gut trocknen. Um es strapazierfähiger zu machen, habe ich es noch mit einer selbstklebenden Folie eingeschlagen. Folie zu jeder Seite hin 2 cm größer zuschneiden, als das Cover ist und aufkleben. Dann kann man das Notizbuch abwischen, es verschmutzt nicht und hält auch mal einen Tag in der Unitasche aus.

So ein Büchlein eigent sich mit Urlaubsfotos beklebt auch super als Geschenk für eine liebe Freundin, die Schwester oder Omma - je nach dem.
Vielen Dank fürs Vorbeischauen und einen schönen Mittwoch,