Ich wünsche Dir eine gute Reise!

 

Ich wünsche Dir eine gute Reise!

Quelle: www.hamburg-web.de


Meine heutige Morgennotiz


Ihr Lieben,
ich möchte Euch heute Morgen die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen, die uns von den Lebenserfahrungen eines alten Mannes berichtet.


Ich habe diese Geschichte seit Beginn des Blogs im August 2010 schon einmal erzählt, aber ich möchte Euch heute die ausführliche Fassung zu lesen geben und ein paar neue Gedanken dazu äußern:


„Dies ist die Geschichte eines alten Mannes und eines kleinen Jungen, die vor vielen Jahren lebten. Der alte Mann hieß Sartebus und der Junge Kim. Kim war ein Waisenkind und lebte ganz für sich allein. Er zog von Dorf zu Dorf, auf der Suche nach Essen und einem Dach über dem Kopf.


Doch es gab noch etwas, nach dem er suchte, etwas, das viel wichtiger war als ein voller Bauch und ein bequemes, trockenes Nachtlager - Kim suchte nach einer Einsicht. "Warum", fragte er sich, "sind wir ein Leben lang auf der Suche nach etwas, das wir nicht finden können? Warum muss alles so schwer sein? Machen wir es uns selbst schwer oder ist es in Wirklichkeit einfach, sodass wir uns ganz umsonst so plagen?"
Das waren weise Gedanken für einen Jungen in Kims Alter. Doch gerade weil er so dachte, traf er auf seinem Weg eines Tages einen alten Mann, der den gleichen Weg ging, und der, so hoffte Kim, ihm vielleicht die eine Antwort geben konnte.Der alte Mann trug auf seinem Rücken einen großen, zugedeckten, geflochtenen Korb, der sehr schwer zu sein schien, besonders für einen solch alten und müden Mann. Eines Tages machten sie Rast an einem Bach, der neben dem Weg entlangfloss.


Der alte Mann stellte erschöpft seinen Korb auf den Boden. Kim hatte den Eindruck, als trage der Mann alle seine irdischen Güter in diesem einen Korb mit sich herum. Er schien so schwer zu sein, dass selbst ein viel jüngerer und stärkerer Mann ihn wahrscheinlich nicht sehr lange hätte tragen können.


"Weshalb ist denn dein Korb so schwer?" fragte Kim Sartebus. "Ich würde ihn gerne für Dich tragen. Schließlich bin ich jung und stark, und du bist müde." "Nein, den kannst Du nicht für mich tragen", antwortete der alte Mann. "Den muss ich ganz alleine tragen." Dann fügte er hinzu: "Eines Tages wirst Du Deine eigenen Wege gehen und einen Korb tragen, der genauso schwer ist wie dieser hier."
Viele Tage und Wege gingen Kim und der alte Mann viele Meilen zusammen. Und obwohl Kim dem alten Sartebus viele Fragen darüber, warum die Menschen sich so plagen müssen, stellte, bekam er keine Antworten. So sehr er sich auch bemühte, er konnte nicht herausfinden, was für ein schwerer Schatz sich wohl in dem Korb befand, den der alte Mann mit sich führte.


Spät in der Nacht, am Ende ihrer langen Tagesreise lag Kim manchmal still da und tat so, als schliefe er. Er lauschte dem alten Mann, der im flackernden Licht des kleinen Feuers in seinem Korb kramte und leise mit sich selbst redete. Doch am nächsten Morgen sagte er, wie immer, kein Wort.
Erst als Sartebus nicht mehr weitergehen konnte und sich ein letztes Mal zur Ruhe legte, erzählte er dem jungen Kim sein Geheimnis. Während der letzten gemeinsamen Stunden gab er Kim nicht nur die Antwort darauf, was es mit dem Korb auf sich hatte, sondern auch, warum die Menschen sich so plagen.
"In diesem Korb", sagte Sartebus, "sind all die Dinge, die ich von mir selbst glaubte und die nicht stimmten. Es sind die Steine, die meine Reise erschwerten. Auf meinem Rücken habe ich die Last jedes Kieselsteines des Zweifels, jedes Sandkorns der Unsicherheit und jedes Mühlsteines des Irrweges getragen, die ich im Laufe meines Lebens gesammelt habe. Ohne sie hätte ich so viel weiter gehen können. Ich hätte die Träume verwirklichen können, die ich mir so oft ausgemalt habe. Aber mit ihnen bin ich hier am Ende meiner Reise angelangt".


Ohne die geflochtenen Kordeln zu öffnen, mit denen der Korb an ihm festgebunden war, schloss der alte Mann die Augen und schlief ruhig zum letzten Mal ein.
Bevor Kim in jener Nacht selbst schlafen ging, löste er jede der Kordeln, die den Korb an den alten Mann banden und stellte den Korb vorsichtig auf den Boden. Danach löste er genauso vorsichtig die Lederriemen, die den geflochtenen Deckel festgehalten hatten, und öffnete den Korb.
Vielleicht, weil er nach einer Antwort auf seine Frage gesucht hatte, war er überhaupt nicht erstaunt darüber, was er in dem Korb vorfand. Der Korb, der den alten Sartebus so lange niedergedrückt hatte, war völlig leer.“


Ihr Lieben,
Kim, der Junge, der den alten Sartebus begleitete, war ein sehr kluger Junge:
Er wollte aus den Erfahrungen des alten Mannes lernen, um ein glückliches und selbstbestimmtes Leben führen zu können.


Wir alle haben die große Sehnsucht in uns, aus den Erfahrungen anderer Menschen zu lernen, aber das ist nicht möglich, denn jeder Mensch muss seine eigenen Erfahrungen machen.
Die Erklärung ist eine ganz einfache:
Das Wort „Erfahrung“ stammt aus dem Althochdeutschen und hat etwas mit „Fahren, Reisen, Durchreisen, Durchfahren“ zu tun.


Das Wort „Erfahrung“ hat also mit unserer Lebensreise zu tun. Nur wer sich auf die Reise macht, wer bereit ist, das sichere Schneckenhaus seines Lebens zu verlassen, der kann auf seiner Lebensreise Erfahrungen sammeln, weil er durch sein Leben „hindurch-fährt“.
Deshalb müssen wir auch unsere eigenen Erfahrungen machen, deshalb kann uns auch keiner diese Aufgabe abnehmen, niemand kann an unserer Stelle unsere Lebensreise antreten.
Ebenso wichtig wie diese Erkenntnis ist aber das Geheimnis, das Sartebus bis kurz vor seinem Tod mit sich herumschleppt:


Wir Menschen tragen alle auf unserer Reise durch unser Leben einen großen Rucksack mit uns und doch haben wir oft das Gefühl, der Rucksack des einen oder anderen Menschen sei leichter als der unsrige.

Ich wünsche Dir eine gute Reise!

Quelle: www.magazin-z.ch


Das Geheimnis aber ist das, das der Junge durch das Öffnen des Korbes entdeckt:
Unser Rucksack ist in Wirklichkeit leer. Wir könnten also im wahrsten Sinne des Wortes „erleichtert“ durch unser Leben „reisen“, wir könnten also gute, glückliche und fröhliche Er-fahrungen machen.


Aber wir selbst erschweren uns unsere Lebensfahrt, indem wir die Entmutigungen („Aus Dir wird nie etwas Gescheites!“), die wir in der Vergangenheit erlitten haben, die Kränkungen („Du bist es nicht wert, dass man sich mit Dir abgibt!“), die uns zuteilwurden, die Selbstzweifel („Schaffe ich das überhaupt?“), die Unsicherheiten ("Ich fühle mich wertlos") der Vergangenheit in einem großen Rucksack jeden Tag mit uns herumschleppen und uns so das Leben erschweren.


Ihr Lieben,
lasst uns die bevorstehende Adventszeit dazu nutzen,  unseren Rucksack mit den negativen Belastungen der Vergangenheit abzustellen und ihn dann auch stehen zu lassen und befreit durch die Gegenwart zu wandern und erleichter der Zukunft entgegen zu blicken.
Sicher besteht die Gefahr, dass wir wieder rückfällig werden und uns den schweren Rucksack aufladen wollen, aber wenn mich solche Augenblicke anwandeln, dann sage ich innerlich zu mir selbst: „Der Rucksack bleibt stehen. Er ist ein Teil meiner Vergangenheit und dort gehört er auch hin.“
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch nun eine gute Reise in diesen Tag und das kommende Wochenende und grüße Euch herzlich aus Bremen, der Stadt der Seeleute


Euer fröhlicher Werner

Ich wünsche Dir eine gute Reise!

Quelle: Karin Heringshausen

 


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