Ich will reich sein! Du auch?

Von Wernerbremen

Meine Abendgedanken

Ihr Lieben,
heute Abend möchte ich Euch einen wichtigen Text zu lesen geben:


„Arm ist...“ Arm ist, wer vor Gewalt und Elend aus seiner Heimat fliehen muss;arm ist aber auch, wer sein Land nicht mit den Notleidenden teilen kann.Arm ist, wer auf dieser Erde keinen Raum zum Leben hat;arm ist aber auch, wer sich die Grundlage des Lebens selbst zerstört.Arm ist, wer eine Arbeitsstelle sucht und sie nicht findet;arm ist aber auch, wer vor lauter Arbeit keine Zeit und Kraft mehr hat, den Notleidenden die Hand zu reichen.Arm ist, wer seine Rechte nicht kennt oder sie nicht wahrnehmen und einklagen kann;arm ist aber auch, wer sich in der Rechthaberei verstrickt und zur Liebe nicht mehr fähig ist.Arm ist, wer Hunger hat, wer die notwendigen Bedürfnisse nicht stillen kann;arm ist aber auch, wer Brot hat und das Leben satt hat.Arm ist, wer Opfer des Krieges und der ungerechten Gewalt wird;arm ist aber auch, wer das Mittel der Gewalt benutzt, weil er an eine Verständigung zwischen den Menschen nicht mehr glaubt. (Quelle: Missionsgymnasium der Franziskaner in Bardel)  
Ihr Lieben,

als im Oktober einer der genialsten Erfinder starb, den die Welt je gesehen hat und der mit seinen Erfindungen im Bereich Computer, iPad und iPhone die Welt tatsächlich ein wenig verändert hat, las ich in unserer hiesigen Zeitung den Satz:
„Die Welt hielt den Atem an!“


Auch wenn ich den Tod von Steve Jobs bedauere, so frage ich mich, ob hier die Verhältnisse nicht doch etwas verschoben sind:
Ein einzelner Mensch stirbt – und die Welt hält den Atem an!
Und gleichzeitig sterben an jedem Tag weltweit 80.000 Menschen an Hunger, durch Gewalteinwirkung, nach Vergewaltigung oder sexuellem Missbrauch!


Ich habe für mich selbst beschlossen, reich sein zu wollen und ich wünschte mir,
Ihr würdet den gleichen Entschluss fassen.

Ich meine natürlich nicht den Reichtum an Geld, Gold und Immobilien,
nein, ich meine den Reichtum an Liebe, Freude, Zuversicht, Hoffnung.


Ich möchte ein Brunnen sein, der jeden Tag reichlich sprudelt und sein Wasser freigiebig weiterreicht. Denn der Brunnen weiß genau: Er hat nichts von sich selbst, sondern alles, was er weitergibt, hat er selbst bekommen!

Quelle: Helga und Gerd Steuer


Heute begegnete ich einer alten Dame, der ich regelmäßig einen kleinen Gruß vorbeibringe, der ich regelmäßig die Zeitung vorbeibringe, nachdem ich sie gelesen habe, weil sie sich die Zeitung finanziell nicht leisten kann und der ich auch zu Weihnachten ein kleines Überraschungspaket vorbeibringen werde, weil sie niemand hat, der sich um sie kümmert.
Die alte Dame sagte zu mir, als sie mich heute traf:
„Herr Forneberg, wenn ich Sie sehe, dann geht für mich die Sonne auf!“

Mich hat dieser Satz ein wenig traurig gemacht, denn er zeigt mir, wie kalt und dunkel diese Welt ist, wie arm diese Welt geworden ist.

Deshalb möchte ich reich an Liebe sein, um diese weiterzugeben.

Wenn jetzt jemand meinen sollte: „Werner, das, was Du z.B. für die alte Dame tust, ist ja wunderbar!“, dann möchte ich ihm widersprechen.
Denn das, was ich tue, ist nicht meine Leistung, es ist das Feuer, das in mir brennt, ich kann gar nicht anders. Es ist das Feuer der Liebe, das mein Jugendfreund in mir entzündet hat, es ist das Wasser, das mir zufließt und das ich weiterreiche.
Ich wünsche mir viele Mitstreiter, die gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit das Licht der Liebe, der Freude, der Hoffnung und der Zuversicht in diese Welt hineintragen.
Diese Welt braucht…
Leuchttürme der Hoffnung
Brunnen der Freude
Fackeln der Liebe
Quellen der Zuversicht


Ich wünsche Euch nun eine gute erholsame Nacht und grüße Euch herzlich aus dem abendlichen Bremen

Euer fröhlicher Werner


Quelle: Karin Heringshausen