Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

…wirklich nur das allernötigste.

In Bayern steht die 7. Klasse für die erste wichtige Reise im Leben eines Teenagers. Es geht nämlich ins Skilager. Hierbei wurde ich zum ersten Mal mit dem Thema Koffer packen konfrontiert und packte alles ein, was ich wirklich brauchte. Meine Frau Mama kontrollierte damals den Inhalt meiner Koffer (ja, Plural!) und fragte mich stirnrunzelnd, ob ich mir denn sicher sei, dass ich wirklich alles benötige. Natürlich benötigte ich alles, und ging mit einem Schrankkoffer, einer Reisetasche und einem kleinen Kästchen auf Reise. Das war wider Erwarten (surprise, surprise… Ich höre die Worte meiner Mutter noch immer in meinen Ohren hallen “Ich hab’ doch gesagt, dass du nicht so viel brauchst!” ) total unpraktisch, weil ich meine Koffer alle selbst schleppen musste. Undzwar zum Bus, vom Bus mit den Skiern in den Skilift, vom Skilift auf die Hütte und von dort in den 1. Stock ins Zimmer.

Im Gegensatz dazu bin ich neulich auf einen Wellness-Kurztrip mit einer Übernachtung gefahren, und hätte nur einen Bikini (falsch, den hatte ich vergessen…), Wechselwäsche und ein Kosmetiktäschchen dabeigehabt, wenn Superman nicht noch eindringlich zu wenigstens einem einzigen Kleid geraten hätte.

Diesbezüglich habe ich seit dem Skilager echt einen Spleen. Ich will ja nicht zu viel und nicht zu wenig dabei haben. Deshalb muss man so eine Kofferpackerei mit Köpfchen angehen. Das Koffer packen ist im Hause puppinski. also ein äußerst schwieriges und langwieriges Unterfangen.

Zuerst wird ein Plan gemacht. Dort notiere ich die Anzahl der benötigten Strümpfe, Schlüpfer, Bikinis, …, die Kosmetik, die unbedingt mit muss und Dinge, die ich noch kaufen muss. Planung ist die halbe Miete… oder so.

Außerdem gibt es eine Handvoll Dinge die ich in JEDEN Urlaub mitnehme, weil ich auf früheren Reisen gewisse Dinge vermisst habe. So habe ich einen Korkenzieher dabei, ein Brotmesser, Salz&Pfeffer und die Luxusluftmatratze. Die Matratze wird dieses Jahr das erste Mal zuhause bleiben. Ich habe sie schon quer über den Erdball mit mir herumgeschleppt, aber diese Reise unternehme ich ausnahmsweise alleine.

Nachdem ich meinen Plan gemacht habe, wird der Kleiderschrank ausgeleert und alle potenziellen Kleidungsstücke auf einen Stapel gelegt. Das sind ungefähr 95% meines Kleiderschrankes. Also muss ich wieder aussortieren… ich lege Kleidung hin, Kleidung her, alles soll mit allem zusammenpassen und für den ganzen Urlaub ausreichen. Dazu 1-2 Kleidchen, je nachdem welche Art von Urlaub geplant ist. Außerdem sind in meiner Urlaubsgarderobe immer Halstücher vorhanden. Sie sind so praktisch, weil sie sich schnell um den Hals wickeln lassen, beim Besuch einer Kirche die Schultern bedecken, oder aber nach dem Marktbesuch mit wenigen Handgriffen zu einem Tragebeutel geknotet werden.

Im Anschluss packe ich die Schuhe dazu. In den letzten Jahren habe ich gelernt, dass es unbedingt wichtig ist, nur Schuhe einzupacken, in denen ich a) lange laufen kann und b) sie wirklich auch über längere Zeit bequem sind. Schuhe sind der schwierigste Punkt beim Koffer packen, denn ich muss gestehen, ich besitze ein paar Paar Schuhe, die ich am liebsten auch alle mitnehmen würde. Ich habe mich inzwischen gezwungen, eine Faustregel zu befolgen: Urlaubstage geteilt durch 3 = Anzahl der Schuhe, die ich mitnehmen “darf”. Allerdings müssen es mindestens 2  Paar sein, damit ich einmal wechseln kann.

Ganz wichtig auch noch: Der Schmutzwäschebeutel, die Reiseapotheke, Schlafbrille, Ohropax und das Schmusekissen!  Ohne geht gar nicht!

Wenn ich das alles beisammen habe, wird “probe gepackt” und gewogen. Dann wird aussortiert, probe gepackt, gewogen, aussortiert… Ich reise üblicherweise mit maximal 8 Kilo, dann kann ich noch shoppen. ;-)

Beim packen lege ich alle unempfindlichen Teile nach unten. Empfindliche Kleidungsstücke lege ich nach Oben und packe sie in Seidenpapier ein, denn dann knittern sie nicht. Socken, Unterwäsche und andere Kleinteile kommen zum Schluss hinein, weil man mit ihnen Löcher auspolstern kann. Und ganz wichtig: Alles was cremig, flüssig, feucht, schmierig, ölig usw. ist, wird in fest verschlossene Plastikbeutel verpackt. Denn platzt mal eine Flasche, bleibt der Inhalt im Plastikbeutel und versaut nicht die gesamte Urlaubsgarderobe.

Ich finde, inzwischen bin ich ziemlich gut im Koffer packen. Abgesehen von dem obigen Wellness-Urlaub habe ich auch mit meinem kleinen Gepäck auf den letzten Reisen nichts vermisst, aber auch nicht das Gefühl gehabt, zu viel Kleidung umsonst mitgenommen zu haben.

Um meinen “Masterplan” noch einmal zusammenzufassen:

  • Nachdenken welche Aktivitäten man im Urlaub geplant hat, wie lange man bleibt und wie das Klima ist
  • Eine Liste machen, welche Dinge man in welcher Anzahl braucht (an die Aktivitäten angepasst)
  • Dinge, die noch nachgekauft werden müssen besorgen
  • Kleidung zurechtlegen, undzwar so, dass möglichst alles zusammenpasst
  • passende Schuhe, mindestens 2 Paar, aber maximal Urlaubstage geteilt durch 3 = Anzahl der Schuhe (Schuhe in Beuteln verpacken)
  • Zusätzliche Dinge einpacken, auf die man nicht verzichten kann (Hierbei lohnt es sich darüber nachzudenken, ob man WIRKLICH nicht darauf verzichten kann.
  • Schmutzwäschebeutel nicht vergessen
  • Schwere und unempfindliche Teile nach unten, ganz oben die empfindliche Kleidung, verpackt in Seidenpapier um Knittern vorzubeugen
  • Socken und Schlüpfer kommen in die Zwischenräume
  • Kosmetik und Drogerieartikel in fest verschlossene Plastikbeutel packen.

Ich hoffe die Ratschläge helfen euch ein wenig beim Koffer packen, und vielleicht habt ihr ja auch ein paar Tipps für mich?



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