Ich habe Epilepsie – was muss ich in der Schwangerschaft berücksichtigen?

Bei Epilepsie ist eine intensive ärztliche Betreuung besonders wichtig.

Bei Epilepsie ist eine intensive ärztliche Betreuung besonders wichtig.

Epileptikerinintensiv betreut

Medikamente und Mikronährstoffe – ein hochbrisantes Thema bei Epilepsie

Problematisch können die Medikamente sein, die Sie regelmäßig nehmen müssen, sie können Fehlbildungen beim Kind verursachen. Vermutlich wurden Sie bereits vor der eingetretenen Schwangerschaft auf Medikamente umgestellt,

die keine embryotoxischen Wirkungen haben. Zu berücksichtigen ist zudem, dass Sie während der Schwangerschaft an Gewicht zunehmen und deshalb die Medikation entsprechend angepasst werden muss. Wichtig ist auch, dass Sie Folsäurepräparate in sehr hoher Dosierung einnehmen (4 bis 5 mg täglich, also eine 10-fach höhere Dosis als anderen Schwangeren empfohlen wird).

Epilepsie und die Geburt

Ein weiteres Problem bei einer Epilepsie ist das Risiko, dass das Kind während eines Anfalls, beispielsweise durch Stürze, Schaden nehmen kann. Informieren Sie auch Ihre Geburtsklinik darüber, dass Sie Epileptikerin sind. Während der Geburt ist dann darauf zu achten, dass die antiepileptischen Medikamente weitergenommen werden. Sollten Sie während der Wehen einen Anfall bekommen, wird meist ein Kaiserschnitt durchgeführt.

Nach der Geburt ist dann darauf zu achten, dass Sie auf die Medikation neu eingestellt werden müssen, da ja Ihr Körpergewicht deutlich abgenommen hat.

Epilepsie und Stillen

Das Stillen ist auch bei Epileptikerinnen grundsätzlich möglich. Allerdings gehen alle Medikamente in die Muttermilch über und können – je nach verwendetem Präparat – beim Kind unerwünschte Wirkungen auslösen wie ausgeprägte Müdigkeit, Trinkschwäche oder eine unzureichende Gewichtszunahme. Dann muss möglicherweise abgestillt werden. Aber auch das Nichtstillen kann Probleme bereiten. Die Kinder leiden möglicherweise an Entzugserscheinungen der Medikamente, was sich durch Unruhe, Zittern und vermehrtes Schreien zeigen kann.

Intensive Betreuung besonders wichtig

Epileptikerinnen haben während der Schwangerschaft leider ein erhöhtes Risiko für Früh- und Totgeburten, aber auch Fehlbildungen oder Wachstumsverzögerungen des Kindes können vereinzelt auftreten. Das Risiko für Fehlbildungen aufgrund der eingenommenen Medikamente kann durch regelmäßige Ultraschalluntersuchungen ab der 12. Schwangerschaftswoche abgeklärt und weitgehend ausgeschlossen werden. Auch wenn bei Epilepsie die Schwangerschaft aufgrund dieser Risiken intensiver überwacht werden muss, gibt es doch gute Nachrichten: 90 Prozent der Kinder kommen termingerecht und gesund zur Welt.

Bild-Copyright © Javcon117/flickr (CC BY-SA 2.0)


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