Ich bin voller Hass - und das liebe ich - Joachim Gaertner

 Hallo ihr Lieben!

Heute gibt es mal eine Rezension zu einem der Bücher, die mich wirklich erschüttert haben. Ihr erinnert euch vermutlich alle noch an das Attentat an der Columbine Highschool, welches am 20.04.1999 stattgefunden hat. Nun neulich bin ich im Thalia über dieses Buch gestolpert und ich muss ehrlich zugeben, ich konnte gar nicht anders, ich musste es einfach mitnehmen und zum Lesen anfangen. Hier könnt ihr nun meine Eindrücke zu diesem Buch lesen:

 "Columbine hat uns alle verändert. Es hat alle verändert.

(Kate Battan, Interview)

xxInhalt/Rückentext:

Joachim Gärtner erzählt die innere Geschichte des Attentats an der Columbine Highschool anhand von Originaldokumenten, Tagebucheinträgen, Interneteinträgen, Videobeiträgen, Verhörprotokollen und Aussagen von Beteiligten.  Ein Buch, das den Blick öffnet für das Ungeheuerliche einer Tat, die von den Tätern bis ins kleinste Detail in der Fantasie, in literarischen Szenen, Tagebüchern, auf Internetseiten und in Videos ausgebildet wurde, bis sie schließlich katastrophale Realität wurde.

Hintergrund:

Das Schulmassaker von Littleton/Columbine. Am 20. April 1999 erschossen die Schüler Erric Harris, 18 Jahre alt und Dylan Klebold, 17 Jahre alt, in der Columbine High School in Columbine 12 Schüler und einen Lehrer, verletzten 24 andere Schüler schwer und töteten sich anschließend in der Bibliothek der Schule selber. Einige Bands auf die in den Originaldokumenten Bezug genommen wurde, Filme wie Natural Born Killers und Computerspiele wie DOOM, kamen aufgrund dessen stark ins Feuer der Kritik.

Kritik:

Das Buch beginnt, ohne dass die Personen groß vorgestellt werden, man wird mehr oder weniger einfach in die Geschichte hinein geschmissen, das was mir etwas schwerer machte,  einen Einstieg zu finden. Man wird in die Welt von Harris durch seinen Schulaufsatz "Great Senior Expectation" vom 19.08.1998 eingeführt. Darin beschreibt er die Erwartungen, die er für sein letztes Jahr an der Highschool hat.

"Insgesamt glaube ich, wird das Jahr voller Überraschungen sein."

Eric Harris, Attentäter, in einem Schulaufsatz

Eric Harris stammte aus einer stabilen Familie, er hatte gute Noten in der Schule und war unter anderem in der Video Class und in der Creative-Writing-Class. Doch hier zeigten sich auch bereits erste Anzeichen, wie es wirklich hinter der Fassade des späteren Attentäters aussah, da seine Geschichten voller Hass, Gewalt und Tod sind, ebenso wie seine Blogeinträge im Internet und die Videos, die er gemeinsam mit seinem Freund Dyland Klebold gedreht hatte.

1998 brachen Dylan und Eric gemeinsam ein Auto auf, was zur Folge hatte, dass sie gemeinsam ein Erziehungsprogramm absolvieren mussten, in dem Harris eine ausgezeichnete Sozialprognose bekam. 

Für mich war es erschreckend zu sehen, dass wirklich absolut keiner eine Ahnung hatte, nicht die Lehrer, nicht die Eltern, nein nicht einmal die Freunde, oder der betreuende Psychologe eine Ahnung hatten, was wirklich in den Köpfen dieser beiden Jugendlichen vor sich ging. Trotz einiger Anzeichen in Schulaufsätzen konnte nicht vorhergesehen werden, wozu Dylan und Eric im Endeffekt fähig sein würden. Am schlimmsten war es für mich die Originalabschriften des Notfalltonbandes zu lesen, dass von der Lehrerin Patti nicht abgedreht wurde und alles mitschnitt.

Fazit:

Wenn ich solche Dinge lese, dann bin ich immer sehr froh in Österreich zu leben, wo die Jugendlichen nicht so leicht an eine Waffe kommen wie in Amerika, wo es offenbar strengere Kontrollen gibt und man sich in dieser Hinsicht etwas sicherer fühlen kann, bis einem dann einfällt, dass es gar nicht so weit weg in Deutschland auch ein Attentat in Erfurt gegeben hat.  Ich danke Gott dafür, dass ich so etwas bisher nicht live erleben musste und hoffe, dass ich niemals in so eine Situation kommen werde.

Dieses Buch ist für alle empfehlenswert, die mehr darüber wissen wollen, was in den Köpfen der beiden Attentäter vor sich ging. Es ist allerdings keine leichte Kost, ich denke, jeder, der es gelesen hat, wird sich danach gedanklich noch einige Zeit auseinander setzen. 

 Alles Liebe und einen schönen Wochenstart wünscht euch

eure Lisi

 


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