Ich bin noch nicht soweit

Jetzt wollen sie also tatsächlich, dass das Prinzchen aus dem Elternschlafzimmer auszieht. Alle wollen das, am meisten aber „Meiner“ und Luise. „Meiner“, weil er findet, dass wir unser Zimmer endlich wieder für uns haben sollten, Luise, weil sie seit jenem Tag, an dem sie sich damit abgefunden hat, dass das Prinzchen kein Mädchen ist, sehnsüchtig auf den Tag wartet, an dem der Jüngste in ihr Zimmer umzieht. Karlsson, der FeuerwehrRiterRömerPirat und der Zoowärter sind zwar nicht ganz so versessen auf den Umzug, aber auch sie finden, es wäre langsam Zeit, vor allem, weil sie sich erhoffen, dass er sehr bald einmal verkünden wird, dass er nicht mehr bei Luise schlafen will, sondern bei einem seiner grossen Brüder. Ja, und auch das Prinzchen hat in den vergangenen Wochen hin und wieder angedeutet, dass er abends ganz gerne oben bei seinen grossen Geschwistern sein möchte.

Was soll also ich da noch ausrichten können? Zumal Luise heute Tatsachen geschaffen hat, indem sie das Prinzchen-Bett ganz alleine aus dem Elternschlafzimmer gehievt hat. „Meiner“ hat ihr dann auf der Treppe bereitwillig geholfen. Danach ging alles ganz schnell: Luise wechselte ihrem kleinen Bruder die Windel, brachte ihn zu Bett und sang ihm Schlaflieder, welche durch lautes Geheul des Zoowärters, der möchte, dass das Prinzchen mit ihm das Zimmer teilt, begleitet wurden. Und ich, was sollte ich jetzt tun? Keiner mehr da, der meine Schlaflieder hören will, kein gemütliches Feierabendritual mit meinem Jüngsten, der mir noch ein wenig von den zahlreichen Abenteuern des Tages erzählt. Wie ich da so etwas verloren in der Küche stand und nicht so recht wusste, was ich mit der gewonnenen Zeit anfangen sollte, fühlte ich mich auf einmal ziemlich leer. Bis jetzt war da stets noch ein Kleineres gewesen, wenn ein Kind allmählich weniger Mama und mehr grosse Geschwister wünschte. Jetzt aber folgt niemand, so langsam muss ich mich wohl damit abfinden, dass die Kleinkindertage in unserem Hause gezählt sind und so sehr ich mir zuweilen etwas mehr Ruhe und Ordnung wünschte, es fällt mir dennoch sehr schwer, dass schon bald einmal Schluss sein wird damit. 

Ob das Prinzchen gespürt hat, wie ich mich fühle? Oder ist er am Ende auch noch nicht bereit, auf die schönen Momente am Abend zu verzichten? Ich weiss nicht, welches von beidem der Grund war, Tatsache ist, dass er, kaum war Luise eingeschlafen, zu „Meinem“ und mir aufs Sofa gekrochen kam, wo er sich eine ausgiebige Kuschelrunde gegönnt hat. Danke, mein Prinzchen, dass ich noch ein wenig länger Kleinkind-Mama sein darf.

Ich bin noch nicht soweit



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