Ibagué

So heute der Bericht ueber das Wochenende in Ibagué. Da das ganze doch ein bisschen mehr ist unterteile ich den Bericht in 3 Parts. Zunächst
Die AnreiseDa es in Kolumbien kein Schienennetz inklusive Abzocker Unternehmen DB wie bei uns gibt ist man, wenn man national reisen will, auf Bus ode Flugzeug angewiesen. Wir bestritten den Wochenendtrip nach Ibagué per Bus. hierfür fuhren wir zunächst mit 5 Mann inklusive Gepäck in einem viel zu kleinen Taxi zum „Terminal Bogotá“. Diesen kann man sich aehnlich einem Flughafen vorstellen. Jedes Busunternehmen hat seinen eigenen Schalter, an welchem man sich zunächst sein Ticket in die jeweilige Stadt kauft, da wir Nachts reisten was es relativ leer und wir mussten nur ca. 20 Minuten warten. Mónica berichtete mir, dass in den Monaten Dezember bis Februar der Terminal gnadenlos ueberfuellt ist, sodass die Menschen bis zu 24 Stunden auf einen freien Platz in einem der Busse warten. Sobald man das Ticket hat, geht man zu seinem jeweiligen Gate. Ist eigentlich alles wie am Flughafen nur dass man hier in einen Bus steigt und nicht in ein Flugzeug. Wir hatten Glück und der Bus war recht geräumig und nicht ueberfuellt. Wir fuhren zunächst zum Terminal im Sueden Bogotás, wo wir die restlichen Passagiere einluden. Und jetzt begann es lustig zu werden. Da noch ein, zwei Plaetze und der Gang frei waren, wurde allen Menschen die am Strassenrand standen laut zugerufen, dass der Bus nach Ibagué faehrt und ruck zuck war der Bus richtig voll. Dies ging noch die ganze Fahrt so, immer wieder stiegen Menschen mit allem möglichen Zeug ein. Gegen 3 Uhr erreichten wir dann endlich Ibagué, wo wir mit fertiger Schlafstätte empfangen wurden. Wir schliefen alle zusammen auf 2 Matrazen im Wohnzimmer :)
Samstag
Nach gefühlten 2 Stunden Schlaf hiess es dann aufstehen und die Familie, die schon anwesend war begrüssen. Als erstes wurde ich der Matriarchin der Familie Ballesteros vor gestellt. Die mit ihren 90 Jahren noch wirklich mega fit und gut drauf ist. Das Traurige, sie hat leichtes Alzheimer und fragt oefters mal wer man eigentlich sei (was bei 10 Kindern plus diverse Enkel und Großenkel aber irgendwie auch verständlich ist). Da Ibagué um einiges tiefer liegt als Bogotá ist hier das Klima, wie man sich Kolumbien vorstellt. Wir hatten gute 34º und die Sonne schien die ganze Zeit. Im Laufe des Tages trudelten dann immer mehr Familienmitglieder ein. Und es gab schon eine kleine Feier vor der eigentlichen Feier :D Ich glaub soviel Bier wie in den 2Tagen hab ich noch nie getrunken :P . Die Geburtstagsfeier, die in einem Club etwas ausserhalb stattfand, sollte offiziell um 20:00 los gehen. Aber wie man die Kolumbianer kennt ist hier Pünktlichkeit eben keine Tugend und so war um acht Uhr noch keine der Frauen im Ansatz fertig. Wir fuhren dann gegen 22:00 Richtung Party und waren so gut wie die Ersten. Die Feier an sich war dann so, wie ich es schon von Kolumbien kannte: Viel Bier, viel Whiskey, viel Essen und noch viel mehr tanzen. Von den 9 Geschwistern Eder’s waren 8 anwesend und fast alle mit kompletter Familie. Dem entsprechend wusste ich nun warum in der Vergangenheit immer von einem „kleinen“ Teil der Familie gesprochen wurde! Das Beeindruckenste des Abends war wohl, als die 90-jaehrige Mutter, die nur mit Spezialschuhen gehen kann, tanzte. Da wurde mir noch einmal klar, dass das Tanzen hier eine Lebenseinstellung ist. Gegen 4:00 loesste sich dann langsam alles auf. Natuerlich war im Vornherein nicht geplant wurden wie man jeweils nachhause kam und wo man schlief. Dies wurde nun alles ganz spontan entschieden. Am Ende landete der Grossteil im Hause Ballesteros, wo die Party dann einfach weiterging. Irgendwie tauchten auf einmal neue Kaesten Bier auf und so ging es munter weiter.
Sonntag
Am nächsten Tag ging es dann fuer die meisten mit 1 bis 0 Stunden Schlaf weiter. Da sich aber zunächst alle ziemlich uneinig waren, was den nun der Tagesplan ist, wurde erst einmal richtig schoen kolumbianisch diskutiert. Was heisst es war ziemlich laut, alle redeten auf einmal und am Ende hatte man kein Ergebnis :D Irgendwie entschloss man sich dann aber letzten Endes dazu, dass Dorf, in welchem die Familie aufgewachsen war, zu besuchen und dort ein Mittagessen zu sich zu nehmen. Da aber selbst der Kern der Familie richtig viele Menschen sind, wurde kurzerhand ein kompletter Bus gemietet  und es ging los. Die Busfahrt war eine einzige Party :D Es floss wieder jede Menge Bier und die Stimmung war einfach super. In dem kleinem Bergdorf angekommen, wurde ich zunächst von einem Einheimischen aufgrund meines Hutes (an dieser Stelle liebe Gruesse an Jean) angesprochen. Im nächsten Monat feierte das Dorf irgendein Fest mit dem Thema Vergangenheit und mein Hut präsentierte irgendwie irgendwas :D auf jeden Fall sollte ich an jenem Tag dort als Schausteller auftreten :D   alles ziemlich merkwürdig aber so ist Kolumbien eben :) .  Nachdem man dann ausgiebig gespeist hatte ging es zurück nach Ibagué, wo der letzte Teil der Party stattfand. Noch mehr Essen und nen bisschen Bier und dann war es endlich geschafft. Gegen 22:00 bestiegen wir den Bus zurück nach Bogotá, der diesmal leider ziemlich klein und eng war.
So das war der Bericht des Wochenendes. Am Ende noch ein kleines Video

Saludos de Colombia
Andrés