Hoteliers auf Mallorca wollen umstrittene Touristensteuer kippen

Die Hoteliers von Mallorca wollen die in diesem Sommer auf den Balearen eingeführte Touristensteuer kippen. Der Hotelierverband der spanischen Ferieninsel (FEHM) legte nach eigenen Angaben am Freitag beim Oberlandesgericht in Palma de Mallorca eine Beschwerde gegen die umstrittene „Ökotaxe“ ein. FEHM-Präsidentin Inmaculada Benito hatte mehrfach geklagt, die Maßnahme werde der Wettbewerbsfähigkeit der Balearen als Touristenziel schaden.

Seit dem 1. Juli müssen Besucher auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera tiefer in die Tasche greifen. Je nach Art der Herberge werden pro Person und Nacht zwischen 0,50 und 2,00 Euro fällig. In der Nebensaison wird der Betrag halbiert. Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren sind von der Abgabe befreit.

Auch Passagiere von Kreuzfahrtschiffen sind betroffen. Theoretisch muss die Abgabe auch von Urlaubern bezahlt werden, die Privat-Wohnungen oder -Häuser mieten. Die meisten dieser Immobilien sind allerdings nicht als Ferienunterkunft angemeldet.
Die Einführung der neuen Abgabe war vom Parlament der Balearen im Frühjahr beschlossen worden. Das Geld – es werden Einnahmen von bis zu 80 Millionen Euro pro Jahr erwartet – will die linke Regionalregierung in erster Linie für Umweltschutz und zur Förderung des nachhaltigen Tourismus verwenden.

dpa

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