Holy Stone HS100 Test

Auf der Suche nach einer günstigen GPS-Drohne stößt man früher oder später auf die Holy Stone HS100. Nachdem mich auch schon mehrere Besucher auf den Quadrocopter angesprochen haben, habe ich mir die Holy Stone HS100 gekauft und getestet.

In diesem Testbericht erfährst Du, wie sich die Drohne in der Luft schlägt, wie lange sie fliegt, wie gut das GPS funktioniert und ob sich die Holy Stone HS100 auch für Fotos und Videos aus der Luft eignet.

Infos zur Holy Stone HS100

Typ: Drohne mit Kamera,
Geeignet für: Kinder, Anfänger, Hobby
Größe: mittel-groß
Hersteller: Holy Stone

Gewicht: 700 Gramm
Plakette benötigt: ja
Kamera: HD / 1 MP
Preisklasse: bis 200 Euro

Hier kannst Du die Holy Stone HS100 kaufen

Holy Stone HS100 kaufen

Lieferumfang: Das ist im Paket der HS100

Lieferumfang der Holy Stone HS100

2 Akkus inklusive bei der HS100

  • Holy Stone HS100 Quadrocopter
  • Fernsteuerung (2,5 GHz, 4 Kanal)
  • Batterie (2500mAh 7,4V LiPo-Akku)
  • 8GB SD-Karte
  • Ersatzpropeller
  • Landegestell (2x Ersatz-Landekufen)
  • Schutzrahmen
  • Handbuch
  • Flugbuch
  • Schraubenzieher
  • Ladeequipment

Nachdem der DHL-Bote mir den Copter übergeben hat war ich direkt erstaunt: Nicht nur die Verpackung ist sehr groß, auch der Copter hat beachtliche Maße! 50 x 50 Zentimeter in Länge und Breite und eine gute Handspanne hoch, wobei die Landefüße noch hinzugerechnet werden müssen.

Die Holy Stone HS100 GPS Drohne wird ARTF (Almost Ready To Fly) geliefert, das bedeutet, dass Du vor dem Flug die Propeller noch anbringen musst. Bei vielen hochwertigen Kameradrohnen ist das normal, um Platz in der Verpackung zu sparen und die sensiblen Props vor Transportschäden zu schützen. Bei der Holy Stone HS100 sind aus Kostengründen keine push-props (wie bei der DJI Mavic 2 Pro) verbaut, sprich Du musst an jeder Motorgondel mit einer Schraube Hand anlegen. Aber keine Angst: Das Ganze dauert für jeden Propeller ca. 1 Minute und auch die Drehrichtung des Propellers ist per A- und B-Markierungen ganz klar vorgegeben.

Hands on: Großer Quadrocopter im DJI Phantom Stil

Holy Stone HS100 Akku & Batterie im Test

Vorbereitungen für den ersten Testflug laufen

Bevor ich mich für den Test der Holy Stone HS100 in die Natur wage, untersuche ich den Quadrocopter auf Beschädigungen, installiere die App HS GPS PRO und mache einen kleinen Indoor-Test zur Überprüfung der Funktionalität.

Holy Stone HS100 Test: Akku aufladen und losfliegen!

Eine LED leuchtet – die Batterie ist leer. Na toll, aufladen dauert lange…

Dabei fällt mir optisch natürlich die Nähe zur DJI Phantom ins Auge. Das ganze Design, der Corpus und das Landegestell ist offensichtlich der bedeutend teuereren Drohne entnommen. Auch hinsichtlich des Gewichts hat die Holy Stone HS100 wenig mit Spielzeug– und Mini-Drohnen gemein: Satte 700 Gramm wiegt die HS100 und braucht daher in jedem Fall eine Plakette!

Angeflogen

  • Reichweite: 500 Meter

  • Flugdauer: 10-15 Minuten

  • Autonome Flugmodi: Ja

  • FPV:  Ja

  • Video: 1280p x 720p (HD)

  • Fotos: 1 Megapixel

Outdoor-Test mit der Holy Stone HS100

Holy Stone HS100 App: Fernsteuerung leer Fehler!

Leerer Akku wird in der Smartphone-App rechtzeitig angezeigt.

Nachdem ich meine kleine Pre-Flight-Checkliste abgearbeitet habe, die App auf dem Smartphone ist, das WIFI funktioniert und die Grundfunktionen des Copters gewährleistet sind, geht es zum Test raus.

Beim Starten der Drohne muss man zwei Sachen beachten:

1.) Der Copter muss unbedingt auf einer möglichst ebenen Fläche stehen. Das gilt zwar für alle Drohnen dieses Preisrahmens, die sich die Lageparameter beim Zeitpunkt des Einstaltens holen. Für die Holy Stone HS100 ist es aber besonders wichtig, weil der Copter ziemlich groß ist und ich den Brummer nicht in der Luft aufwändig trimmen möchte.

2.) Bei der Kalibrierung des Kompass sollte nichts Metallisches in der näheren Umgebung sein, da es sonst zu Interferenzen kommt, die die Positionierung massiv stören können.

Holy Stone HS100 Test: Wie gut ist die Drohne?

Holy Stone HS100 im Testflug: Gute Reichweite und Flugzeit

Da ich beim ersten Testflug Tipp 1 nicht ausreichend beachtet habe, driftet der Copter im ersten Moment recht stark. Ich versuche mich am Nachtrimmen, gebe aber schließlich auf, lande und starte den ganzen Vorgang auf einer ebenen Fläche neu. Dann klappt’s!

Die Holy Stone HS100 lasse ich einige Momente auf der Stelle schweben, drehe anschließend immer weitere Kreise und fliege zu guter Letzt rund 150 Meter weit weg. Das FPV-Signal bleibt trotz der großen Distanz ziemlich gut und der Quadrocopter hinterlässt ein sicheres Gefühl. Man merkt zwar, dass der Wind eine Herausforderung darstellt, die GPS-Positionierung sorgt aber für eine anschließende Korrektur.

Nach circa 10 Minuten erreicht die Batterie einen kritischen Tiefstand und der Akku-Warner meldet sich. Zeit zum Landen und Auftanken.
Die erste Landung mache ich, wie den ersten Start, manuell. Im zweiten Testflug werden Features wie automatische Modi geprüft!

Ewige Ladedauer macht zweiten Akku erforderlich!

Um die 2500mAh des LiPo-Akkus von ca. 10% auf 100% zu laden, brauche ich geschlagene 4 Stunden per USB-Anschluss. Darüber sollte ich aber wohl glücklich sein — Holy Stone gibt eine Ladedauer von astronomischen 3-6 Stunden an. Wahnsinn! Ich empfehle daher unbedingt einen zweiten Akku für die Holy Stone HS100 zu kaufen, um länger am Stück fliegen zu können.

Testflug #2: So gut funktioniert das GPS

Holy Stone HS100 Testbericht: Gute GPS-Drohne für 200 Euro?

Hält dank GPS und automatischer Höhenhaltung sauber die Position.

Den zweiten Testflug beginne ich, indem ich den automatischen Start nutze. Das klappt dann schon wieder ganz toll, der Copter hebt ruhig ab und bleibt ca. 1m über Grund in der Schwebe. Die automatische Höhenhaltung tut das ihre, dank der GPS-Positionierung bleibt die Holy Stone HS100 an Ort und Stelle. Meistens zumindest. Hin und wieder packt es nämlich die Drohne und sie bewegt sich rund einen Meter seitwärts, merkt und korrigiert das aber umgehend.

Im bewegten Flug fällt mir diese Unsicherheit nicht auf, nur in der Schwebe. Kein großes Manko, aber doch eins, das mir auffällt. Wer für den Preis der HS100 aber eine ähnlich präzise GPS-Positionierung wie bei DJI Mavic Mini oder DJI Mavic Air erwartet, sollte zum Arzt 😉

Das GPS-Signal wird bei der Holy Stone HS100 aber nicht nur für das Halten der Position genutzt! Es kommt auch beim Follow-Me Modus zum Einsatz da so die geographische Beziehung zum Referenzobjekt bestimmt werden kann. Kurz: Die Drohne weiß, wo sie ist und wo Du bist. Nämlich bei Deinem Smartphone. Dem folgt sie dann.

Auch beim Return To Home (RTH), der automatischen Rückkehrfunktion der HS100 kommt das GPS zum Einsatz. Auch das funktioniert im Test gut, wenngleich die automatische Landung ohne Ultraschall oder VPS etwas ruppig ist.

Flugmodi der Holy Stone HS100:

  • One-Key Start
  • Return-to-Home
  • Headless Modus
  • Automatische Höhenhaltefunktion
  • Anfänger-Modus

Holy Stone HS100 Kamera im Test

Holy Stone HS100 Drohnen-Kamera im Test

Schwenkbare Onboardkamera mit 1280×720 Pixeln

Ganz wichtig ist natürlich auch die Frage, wie gut die Kamera der Holy Stone HS100 ist. Aufgrund des Preises erwarte ich nicht die Welt: Copter mit einem ähnlichen Preis und Setting liefern Fotos und Videos der Kategorie „okay für Haus, Garten und Feld“ ab.

Im Test sind die Fotos der HS100 aber gar nicht mal so übel. Da habe ich schon Schlechteres gesehen! Die Einzelbilder haben eine Auflösung von 1280×720 Pixel, genauso wie Videos.

Die Kamera hat eine extreme Weitwinkel-Linse mit einem Blickfeld von 120° bei Blende F/2.0.

Holy Stone HS100 Test-Bild 1Holy Stone HS100 Test-Bild 2

Im Flug ist das FPV-Bild ruhiger und flüssiger also bei der Holy Stone HS160 aber nicht so gut wie bei der Eachine E511S. Das Live-Bild hat also keinen Diashow-Charakter und kann gut dazu genutzt werden, sich im Flug zu orientierten und die Kamera auszurichten. Holy Stone gibt 100-150 Meter als maximale Reichweite für das Live-Bild an, was ich im Test bestätigen und sogar überbieten würde. Auf dem Smartphone wird das Video in 720p (HD) angezeigt — gar nicht mal schlecht!

Die Kamera selbst ist an einem 1-Achsen-Gimbal angebracht und kann vertikal (auch während des Flugs) per Fernsteuerung geschwenkt werden.

Fazit & Bewertung der Holy Stone HS100

Insgesamt gefällt mir die Holy Stone HS100 GPS Drohne ganz gut. Flugzeit und Reichweite bewegen sich im Rahmen dessen, was man für den Preis bekommt. Toll ist die GPS-Positionierung in Verbindung mit der automatischen Höhenhaltung, die vor allem Anfängern und Beginnern zugute kommt.
Aufgrund der hohen Ladedauer empfehle ich einen zweiten Akku, eine Plakette für 3€ sollte man ebenfalls kaufen, sonst braucht man für die HS100 aber kein weiteres Zubehör.

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