Hoffnungszeichen für Marcus Hellwig und Jens Koch

Marcus Hellwig und Jens Koch (Foto: Tagesschau.de)

Marcus Hellwig und Jens Koch (Foto: Tagesschau.de)

Wie die Süddeutsche heute meldet, gibt es für die beiden inhaftierten Journalisten Marcus Hellwig und Jens Koch möglicherweise wieder etwas mehr Hoffnung auf Freilassung. Zumindest aber auf einen Prozess, der nur wegen des Visa-Verstoßes geführt wird und nicht eine Anklage auf Spionage beinhaltet.

Irans neuer Außenminister Ali Akbar Salehi hat sich in ungewöhnlich direktem Ton über das Schicksal der in seinem Land inhaftierten deutschen Journalisten geäußert – und über Wege zu ihrer Freilassung gesprochen. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel riet Salehi dem Springer-Verlag, sich als Arbeitgeber der beiden Journalisten zu entschuldigen und einzuräumen, “dass sie einen Fehler gemacht” hätten. Gleichzeitig deutete der Minister an, dass es im iranischen Apparat unterschiedliche Auffassungen über die Behandlung der Gefangenen gebe.

Ich gebe zu: es bleibt Skepsis. Das iranische Regime hat gut gelernt, auf der Klaviatur der Medien zu schreiben. Und diese Hinhaltetaktik kennen wir nur zu gut aus dem Atomstreit. Und wie es anklingt, sind die beiden deutschen Journalisten nicht nur zum Spielball der Außenpolitik geworden; sondern auch innenpolitisch.

Außenminister Guido Westerwelle äußerte sich positiv über das Interview. Allerdings reagierte er zurückhaltend auf eine über den Spiegel ausgesprochene Einladung seines Kollegen. Einladungen werden üblicherweise direkt übermittelt, wenn sie ernst gemeint sind. Befremdlich wirkte auch der Hinweis des iranischen Ministers, Westerwelle habe im Fall der Journalisten bereits fünf Mal mit ihm telefoniert, außerdem habe der deutsche Minister gesagt, er erwarte keine Versprechungen. In der Diplomatie gilt es als ungewöhnlich, Details aus persönlichen Gesprächen preiszugeben.

Nun ja: Sahehi ist noch nicht lange Außenminister und war als internationaler Ansprechpartner in Sachen Atomstreit vor allem deshalb geschätzt, weil er offene Worte sprach. Vielleicht kann das zum Vorteil werden.

Und wieder der Hinweis: in dem Artikel werden die Namen der beiden Journalisten erwähnt; in einem anderen, etwas älteren, noch nicht. Ändert sich da etwas an der politischen Linie des Auswärtigen Amtes?

Nic


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