Hitman: Agent 47

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Hitman: Agent 47

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Die Videospiel-Verfilmung Hitman: Agent 47 präsentierte sich im Trailer durchaus passabel, erinnert zu Beginn sogar ein wenig an den Kassenschlager Resident Evil, Doch wann war der Vergleich zu dieser Filmreihe jemals etwas positives? Hitman: Agent 47 fällt noch viel enttäuschender aus als jede vergleichbare Videospiel-Verfilmung zuvor.

Agent 47 (Rupert Friend) ist eine genetisch zur Perfektion gezüchtete Tötungsmaschine, biologisch so programmiert keine Gefühle an den Tag zu legen. Sein Identifikationsmerkmal ist der eingebrannte Barcode in seinem Nacken, dessen letzten beiden Nummern anzeigen, wie viele vorangehende Agentenklone bereits vor ihm mit beispielloser Stärke, Intelligenz, Schnelligkeit und Ausdauer ausgestattet wurden. Sein Auftrag ist klar definiert: Er muss verhindern, dass weitere seiner Art geschaffen werden. Der Mega-Konzern Syndicate, an dessen Spitze der unterkühlte Le Clerq (Thomas Kretschmann) steht, versucht indes an die Forschungsinformationen zum Projekt „Agent 47″ zu kommen, mit dem Ziel eine gesamte Armee zu erschaffen. Auf Agent 47 wird ein weiterer modifizierter Agent, der sich selbst John Smith (Zachary Quinto) nennt, angesetzt. Zwischen die Fronten gerät die junge Katia (Hannah Ware), die für Syndicate, wie auch für die Auftraggeber von Agent 47 als Schlüssel zu allen gewünschten Information gilt. Es beginnt ein erbitterter Kampf auf Leben und Tod.

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Die deutsch-amerikanische Produktion Hitman: Agent 47 hätte die Videospiel-Verfilmung des Jahres werden können, doch enttäuscht stattdessen auf ganzer Linie. Es hapert gewaltig am Drehbuch, aber nicht weniger an seiner Umsetzung. Aus allen Richtungen schreit der Film: „Klischee.“ Die Dialoge sind flach, bedeutungslos, berechenbar und so auch ungewollt komisch. Die Grundidee zum Plot mag ja ganz interessant klingen, aber die Verfilmung strotzt vor Lücken, macht auch Stellenweise nicht wirklich viel Sinn und präsentiert sich gar spannungsarm und noch dazu völlig vorhersehbar auf der Leinwand. Die Schauspieler leisten durchaus einen positiven Beitrag zum Film, aber selbst der beste Schauspieler kann eine schlechte Rolle nicht um 180 Grad wenden. Die Charaktere bleiben schlichtweg platt und uninteressant.

Zugute halten kann man Hitman: Agent 47, dass zumindest die Kamerarbeit überzeugen kann, obwohl die Kampfszenen an sich, also die Choreographie, wirklich zu wünschen übrig lassen. Genügend Stimmungsmacher wären vorhanden, die Drehorte sind ansehnlich und atmosphärisch passend gewählt, selbst eine gewisse Videospieloptik ist ordentlich eingesetzt, wird jedoch nicht durchgehend gehalten, was diesen guten Ansatz wiederum zunichte macht.

Die wohl beste Stelle des Films ist das exzellente Audi Product-Placement, wobei sich Agent 47 eine tatsächlich aufregende und gut inszenierte Verfolgungsjagd mit seinem Feind liefert. Das war es aber auch schon an Aufregung, denn viel mehr Spannung bietet die Videospiel-Verfilmung nicht. Sie plätschert so vor sich hin und insgeheim hofft man, dass da jetzt doch noch was kommt um den Kinoticket-Preis zu rechtfertigen. Leider kommt da nichts mehr und so erhält der Film das Prädikat: wenig sehenswert.

Regie: Aleksander Bach, Drehbuch: Michael Finch, Skip Woods, Darsteller: Rupert Friend, Hannah Ware, Thomas Kretschmann, Zachary Quinto, Filmlänge: 96 Minuten, Kinostart: 28.08.2015, hitman-agent-47


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Autor

Bianca Hofbauer

Aufgabenbereich selbst definiert als: verträumte Laufbild-Analystin. Findet, dass „Don’t let’s ask for the moon. We have the stars.“ (Now, Voyager) eine unterschätzte Anleitung zum Glücklichsein ist.


 
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