"Hinter dem Ende der Welt gleich links" sitzt Cinnamon Girl und isst Apfelstrudel


Wer bereits Der Beweis, dass es ein Leben außerhalb meines Zimmers gibt von Frau Keil gelesen hat, der weiß, dass sie auf etwas ausgefallenere, nerdige Charaktere steht, die einen frischen Wind in die YA-Welt bringen. Leider muss ich sagen, dass ich Alba und ihre Clique ganz gern mochte, sie aber mit Sam und dessen Gruppe nicht einmal ansatzweise mithalten konnten. Ich fand zwar Albas künstlerische Ader und die immer wieder auftretenden Zeichnungen rund um Cinnamon Girl richtig toll, wusste mit der Künstlerin selbst aber manchmal überhaupt nichts anzufangen. Das lag vielleicht auch daran, dass man an einigen Stellen im Buch nicht genau wusste, ob es nun um den bevorstehenden Weltuntergang, das Loslassen der kleinstädtischen Bequemlichkeit oder die absolut klischeebehafteten Lovestory gehen sollte. Wahrscheinlich wollte Frau Keil alles auf einmal und beschrieb dadurch viele Aspekte nur halbherzig. 
Wenn man die angekündigte Apokalypse mal rein metaphorisch sieht, als ein Beweggrund für die 17jährige Alba, sich endlich mit ihrer Zukunft und auch der Gegenwart auseinanderzusetzen, dann sei das Dasein dieser oftmals fragwürdigen und unbrauchbaren Komponente vielleicht berechtigt. Trotzdem fand ich die beabsichtigte Komik dahinter - oh schau mal, ganz viele bekiffte, nackte Hippies, die das Ende der Welt zelebrieren - überhaupt nicht lustig, sodass der Spaßfaktor, den ich beim Debütroman der Autorin als riesigen Pluspunkt ansah, hier so gut wie nie gegeben war. 
Und dennoch, auch wenn es diese vielen Punkte gab, die mich so unglaublich geärgert haben, zu denen dann auch noch ein sehr durchschaubares Finale kommt (auch wenn uns die Autorin am Ende wirklich weißmachen wollte, dass man das ja nicht ahnen konnte), habe ich zwei Jungs (damit es hier nicht zu Missverständnissen kommt: Grady und Ed) und eine gezeichnete Fast-Superheldin so lieb gewonnen, dass ich nicht bereue, es gelesen zu haben. Und ja, wer nicht von der ersten Seite aus weiß, welche Herzen zum Schluss zusammen finden, den würde ich als ziemlich naiv bezeichnen, aber trotz des Wissens, fand ich es wirklich schön ... irgendwie. 

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