Hilfe für den Kiebitz

Von Thomas Engst
Spricht man mit der Generation der 60er und 70er Jahre und fragt sie nach dem Kiebitz, hört man immer das Gleiche. Man fing diese Vögel aus der Luft und konnte sie mit einem Besen zusammen fegen. Bis vor 50 Jahren war der Kiebitz (Vanellus vanellus) noch ein Allerweltsvogel. Heute jedoch ist er aus vielen Agrarlandschaften verschwunden. Mitlerweile zählt er zu den bedrohten Vogelarten Deutschlands. Schätzungsweise leben hete noch 80000 Brutpaare in Deutschland. Wie so oft sind die intensive Landwirtschaft und veränderte Fruchtfolgen Hauptgrund für den Rückgang.
Um diesem Trend entgegen zu wirken, hat der NABU jetzt das Projekt: "Der Sympathieträger Kiebitz als Botschafter: Umsetzung eines Artenschutzprojektes zur Förderung des Kiebitzes in der Agrarlandschaft" ins Leben gerufen. Da der Kiebitz fast ausschließlich auf Feldern brütet, ist er in großem Maße abhängig von der Landwirtschaft bzw. von den Landwirten. Durch hohen und dichten Pflanzenwuchs ist es den Vögeln oftmals nicht mehr möglich ihr Brut erfolgreich großzuziehen. Genau an dem Punkt soll das Projekt ansetzen. Damit sollen Maßnahmen erprobt werden, die sich in den Arbeitsablauf der Landwirte integrieren lassen. So sollen neue Brutplätze geschaffen und bestehende Plätze erhalten werden. Knapp fünf Jahre lang sollen Schutzmethoden entwickelt und mit Landwirten erprobt werden. Nach Ende des Projektes sollen Ergebnisse in einem Handbuch gebündelt und veröffentlicht werden.