Heute frage ich: Berta Berger, Ralf B. Mertin und Rosita Hoppe

Heute frage ich: Berta Berger, Ralf B. Mertin und Rosita HoppeEi, ei, ei... dieses mal wars aber echt ne lange Geburt bis ich alle zusammen hatte. Viele Autoren scheinen nicht erreichbar zu sein, andere haben keine Zeit und so dauerte es jetzt doch fast 3 Wochen bis ich nun einen neuen Beitrag schreiben kann. Aber es freut mich nun umso mehr.
Was ist dieses mal das Thema? Genau... Es geht ums schreiben. Und zwar kämpf ich ja immer mal wieder mit dem Anfang eines Beitrages hier, wie einsteigen, weiss ich schon was ich sagen möchte? Und für ein Autor muss es doch um ein vielfaches schwerer sein, also stellte ich folgende Frage...
Wie beginnst du ein neues Buch? Liegt meist schon ein Thema vor? Oder beginnst du einfach mal? Oder gibt es gar Anfragen?

Und so haben die 3 Autoren geantwortet... 
Heute frage ich: Berta Berger, Ralf B. Mertin und Rosita HoppeBerta BergerDas Genré ist bei mir meist vorgegeben, was aber nicht heißt, dass ich mich nicht auch mal auf einem ganz neuen Gebiet versuchen könnte. Das Thema obliegt ganz mir und wird mir weder von meinem Agenten noch vom Verlag vorgegeben, also habe ich eine Ideensammelphase, in der ich meist mit offenen Augen durch die Gegend laufe. Alles, was ich in der Zeit aufnehme, wird von meinem Unterbewusstsein schon nach einer tragfähigen Idee für ein Thema meines nächsten Romas abgeklopft. Habe ich das Gefühl, es könnte sich mehr draus entwickeln, beginne ich mich auch bewusst mit dieser Idee auseinander zu setzen. Ich beginne Fragen zu stellen, recherchiere ein wenig, und so kann ich nach und nach die Handlung entwickeln. Zu Schreiben beginne ich meist erst, wenn ich einen tragfähigen Plot habe. 
Heute frage ich: Berta Berger, Ralf B. Mertin und Rosita HoppeRalf B. MertinMichael Ende hat seinem Lektor, der nach einem Abgabetermin der „Unendlichen Geschichte“ fragte, einmal gesagt:
„Ich weiß noch nicht wann es fertig ist, Bastian weigert sich aufs Entschiedenste, Phantásien zu verlassen."
Das ist eine Arbeitsweise die ich sehr bewundere und leider beim besten Willen nicht in der Lage wäre ebenfalls umzusetzen. Bei mir beginnt ein Manuskript immer auf die gleiche Art. Es kann ein Moment sein, eine Melodie oder nur ein Geruch. Irgendein Auslöser der mir eine kurze Idee, nicht mehr als einen Gedankenblitz ins Hirn wirft. Wenn ich eine Weile mit diesem Gedanken gelebt habe, entwickelt er sich, wächst, es kommen weitere Ideen dazu. Das ganze dauert mehrere Monate und kann sich auch bis zu einem Jahr hinziehen. Wenn ich der Meinung bin, das ich genug Puzzelteile zusammengesammelt habe, entwickle ich ein Grundgerüst, dass so präzise ist, dass ich genau weiß was auf grob welcher Seite geschehen soll. Wenn ich dann endlich irgendwann den ersten Satz in meine (Lieblings)Tastatur klimpere, ist das Manuskript an sich eigentlich schon fertig und das Schreiben nur noch Formsache. … … aber richtig stressig wird’s erst danach, dann beginnt die wirkliche Formsache. *g* Das Rausfischen von Fehlern, Kürzen, stilistischen Fehltritten (letzteres ist auch eine „unendliche Gesichte“ ;-) ) Du siehst also, „einfach mal beginnen“ kann ich nicht. Bei mir ist das total durchgeplant. Vermutlich mag ich meinen Kater Tommy darum so sehr, bei dem kann man überhaupt nichts planen, ich bin jedes Mal wieder froh, wenn er sich bereiterklärt bei der Gewinnspielauslosung zu helfen . ^_^ 
Heute frage ich: Berta Berger, Ralf B. Mertin und Rosita HoppeRosita HoppeIch freue mich über dein Interesse an meiner Arbeit und gebe dir und deinen Bloglesern sehr gern einen Einblick in meine Arbeitsweise.
Bevor ich ein neues Manuskript beginne habe ich die grobe Geschichte im Kopf und schreibe ein Arbeitsexposé. Aber während des Schreibprozesses kommt mir die eine oder andere Idee die ich zu Beginn noch nicht hatte. Ich baue sie mit ein, wenn sie mir gefällt und sie das Leben und Wirken meiner Protas beeinflussen kann.
Auch die meisten Figuren sind festgelegt. Charakter, Beruf, Lebenslauf und natürlich das Aussehen stehen fest. Ab und an schleicht sich eine weitere Person während des Schreibens heran und besteht darauf "mitspielen" zu dürfen. Und je nachdem wer das ist und was er/sie will entscheide ich ob sie in die Geschichte eingreifen darf.
Aber ansonsten schreibe ich aus dem Bauch heraus. Ich bin nicht der Typ, der von vorne herein jedes Kapitel genau festlegen kann. Und es kommt auch schon mal vor, dass meine Hauptpersonen anders reagieren als ich mir vorgenommen hatte. Manchmal lasse ich ihnen die lange Zügel, manchmal allerdings muss ich ihnen auf die Finger klopfen und ihnen den "richtigen" Weg weisen.
Anfragen von Verlagen gab es bisher leider nicht.
Es hat wieder Spass gemacht, all die Antworten zu lesen und freu mich auf die nächste Runde. Danke an Euch drei! Bis zum nächsten mal.

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