Helffet Maxim aus dem Lande Ukraïnien, so vom Feur verseeret ward!

Wow, das ist doch mal eine aufregende Spamnachricht, die da gerade in meiner Mailbox landete:

„Bei mir darbot sich ein grobber Gram“ – hey, das klingt ja fast schon barock!

Leider wird der Text im weiteren Verlauf für Barockmenschen eher unverständlich – darum habe ich dieses Meisterwerk postmoderner Prosa mal in die Sprache Grimmelshausens übersetzt, damit alle Bewohner des 17. Jahrhunderts ebenfalls für Maxim spenden können!!!

ICH BITTE SEHR GUTEN TAG, bei mir darbot sich ein grobber Gram. Auff meynen Sohn Schewtschik Maxim kam grosz Elendt, dieweil ein gewalttig FEUR-FLAMM fiel hernieder von sehr hohem Spannungs-Bogen. Deß Arztes Spruch lautt also: Zwey Fünfftel Leibs, mitsammt den oberen alsz auch den untteren Endlichkeyten, erfuhren grosz Brandtmal-Schok erszten und zweyten Grads. – Also geschah eß vom Tage Abdo und Sennis im Jahre des HErrn MMXV bisz auf den Plazidustag deß selben Anni, dasz Maxim ward reanimiret par choq im zwoten Spital. Daselbst widerfuren ihm fünff operationes, bey selbigen eyne deplantatio seyner Hautt ward performiret. Zu Maximis weitterer Geneesung und Heilung seind GROSZ SCHÄTZ UND GÜTHER VON UNERMESZLICHEM WERTH von Nöthen, zum Kauff von etlich remedia: - Fluidum contra Chelofibrase, sive Dermatix – vor eynen Mond braucht eß seyner mere denn der Phiolen Sechs - Fascia Churis Rubicovisque, sive Mepiform – vor eynen Mond braucht eß seyner mere denn der Phiolen XVI - Praeparatio serii Charipaini, fluidum et pulvis – vor eynen Mond braucht eß seyner mere denn der Phiolen Zween sive der Gleser Dreyßig alsz auch mannigfach weittere theure & seltene Heilmittel. All dieße praeparati soll man haben mere denn XVIII Monde, sodannen weittere operationes ad reconstruendum der Hautt werden nöthig, wie auch Schleiffen der Hautt und eine Chur in eynem Heil-Bath mit grauen Wannen, so seind gefüllet mit dem Elixir deß Wasser-Stoffes. In summa, vor dieße Chur seind nöthig mere denn XXVI thausend Thaler, dasz seind mere denn eilff hundert Thaler vor eynen Mond. DIESER SCHÄTZ MANGLE ICH. Eingekocht Darlehn will mir der Jud nit gahn. Von mildtättig Schwestern ward ich vor die Thür geworffen. DARUMB MUSZTU MIR ZU HILFF SEYN, GELIEBETER HERTZ-BRUDER! Wisse, dasz dein Seel im Feg-Feur eß dir eynst dancken wird, darumb dasz sie nicht also grobb von der Feur-Flamm verseeret wird alsz wie heut der Leib meines theuren Sohnes Maxim!