Heimlich dürsten wir • Ein Gedicht von Hermann Hesse

Heimlich dürsten wir • Ein Gedicht von Hermann Hesse

Anmutig, geistig, arabeskenzart
Scheint unser Leben sich wie das von Feen
In sanften Tänzen um das Nichts zu drehen,
Dem wir geopfert Sein und Gegenwart.

Heimlich dürsten wir • Ein Gedicht von Hermann Hesse
 
Schönheit der Träume, holde Spielerei,
So hingehaucht, so reinlich abgestimmt,
Tief unter deiner heiteren Fläche glimmt
Sehnsucht nach Nacht, nach Blut, nach Barbarei.

Heimlich dürsten wir • Ein Gedicht von Hermann Hesse
 Im Leeren dreht sich, ohne Zwang und Not,
Frei unser Leben, stets zum Spiel bereit,
Doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit,
Nach Zeugung und Geburt, nach Leid und Tod.

Bild 1: Miteinander  · Bild 2: Ying + Yang – Quelle: found.at 


wallpaper-1019588
[Comic] Nightwing [11]
wallpaper-1019588
8 Hundejahre in Menschenjahre
wallpaper-1019588
[Comic] Black Magick [3]
wallpaper-1019588
Wagah-Border – Wo Militärs seltsam laufen