Haushalt putzen: Welche Grundausstattung Du wirklich brauchst

Von Stefanie Norden @StefanieNorden

Putzen gehört nicht unbedingt zu unseren Lieblingsaufgaben in den eigenen vier Wänden. Nicht zuletzt, weil ein übervoller Putzmittelschrank schlichtweg demotiviert: Unzählige Flaschen und Tuben für jeden erdenklichen Spezialfall warten zwischen diversen Lappen und Bürsten. Und noch ehe Du angefangen hast, bist Du von dem Gefühl gelähmt, diese Mammutaufgabe eh nicht schaffen zu können.

Ganz ehrlich: Wer hat Lust, zu putzen, wenn alleine das Zubehör ausreicht, ein mittelgroßes Labor mit Chemikalien zu versorgen?

Du brauchst das Meiste gar nicht

Dabei geht es auch anders: Denn eigentlich reicht für den Haushalt eine kleine Grundausstattung, um wirkungsvoll alles reinigen zu können. Das reduziert nicht nur die Anzahl der Chemiekeulen, die Du nutzt, sondern schont auch den Geldbeutel. Investiere lieber in wenige Essentials, als unzählige Spezialputzmittel zu kaufen, die Du eigentlich gar nicht brauchst. Such Dir also einen guten Händler oder Onlineshop wie Kaufdochhier, vergleiche das Angebot und kaufe die Sachen, die Du wirklich brauchst.

Was auf jeden Fall in Deinen Putzschrank gehört, haben wir hier für Dich aufgelistet.

Goldene Regel: Vorbeugen statt putzen

Schmutz, der gar nicht erst entsteht, muss auch nicht weggeputzt werden. Lasse also Töpfe und Grillroste nicht erst eintrocknen, sondern wasche sie gleich ab oder weiche sie zumindest ein. Mit einem Gummiabzieher in der Duschkabine verhinderst Du die meisten Kalkflecken.

Kurzum: Lieber fünf Minuten am Tag in Dreckvermeidung investieren, als alle zwei Wochen einen ganzen Tag fürs Putzen aufwenden zu müssen, oder?

Das Wichtigste: Musik!

Nein, ernsthaft. Putzen ohne gute Musik ist furchtbar. Aber mit guter-Laune-Musik sieht das schon ganz anders aus. Egal, ob es die Bravo Hits aus Deiner Jugend oder aktuelle Songs sind - Hauptsache, es macht Dir Spaß, damit durch die Wohnung zu wirbeln und zu putzen.

Putzmittel #1: Spülmittel

Was ist die Aufgabe von Spülmittel? Genau: Fett lösen. Wozu also zusätzliche Fettlöser kaufen, wenn Du bereits einen im Haus hast? Denn diese wirken nicht besser, sind aber voll mit beißenden Chemikalien.

Um hartnäckige Verkrustungen zu vermeiden, weiche das Grillrost oder was Du reinigen musst, in möglichst heißem Seifenwasser ein. In der Hitze wird das Fett weich, und das Spülmittel tut sein Übriges.

Putzmittel #2: Essigreiniger

Essig beseitigt Kalk und Harnstein. Damit ist Essigreiniger der ideale Reiniger fürs Bad, denn mit ihm wird sowohl die Toilette als auch die Duschkabine sauber.

Einen härteren Kalkreiniger brauchst Du nur für Stellen, die ständig Wassertropfen ausgesetzt sind und so sehr schnell Kalkablagerungen haben. Aber falle nicht auf die Werbung rein, die suggeriert „einmal aufsprühen und abspülen - fertig". Dass das nicht funktioniert, wissen wir.

Tipp: Kalkflecken am Glas der Duschkabine bekämpfen, ehe sie entstehen. Hänge einen Gummiabzieher in die Duschkabine, und ziehe das Spritzwasser nach jeder Dusche ab. Das dauert nur eine halbe Minute, erspart Dir aber viel nerviges Putzen!

Putzmittel #3: Scheuermilch

Bei hartnäckigen Verschmutzungen kommt Scheuermilch zum Einsatz. Ja, und auch ein bisschen Muskelkraft. Bei wirklich hartnäckigen Verschmutzungen lasse diese erst einweichen, ehe Du ans Werk gehst.

Achtung: Auf keinen Fall auf einem Ceranfeld einsetzen, außer Du stehst auf den Kratzer-Look.

Putzmittel #4: Glasreiniger

Für Glas im Innenbereich brauchst Du in der Regel keinen Glasreiniger. Ein gutes Mikrofasertuch und Seifenwasser reicht vollkommen. Aber die Außenseite der Fenster ist durch Staub, Pollen und Regenwasser oft stärker verschmutzt. Hier erleichtert ein guter Glasreiniger Dir die Arbeit ungemein.

Hausmittel

Hausmittel sind wertvolle Helfer beim Putzen. Zu ihnen gehören Backpulver, Esssigessenz und Gebissreinigertabletten. Mit dem Gebissreiniger kannst Du Flaschen und Vasen reinigen und sogar leicht verstopfte Abflüsse wieder frei kriegen. Eine frische Schnittfläche einer Zitrone wirkt Wunder bei dreckigen Grillrosten.

Die Hardware

Die Putzmittel sind abgehakt, nun geht an die Hardware. Auch hier brauchst Du längst nicht jeden Spezialschwamm, dem die Werbung Dir andrehen will.

Du brauchst ein bis zwei Eimer, die wenigstens 5 Liter fassen. Ein 10l Eimer ist zudem ideal, um all Dein Putzzubehör aufzubewahren.

Mikrofasertücher. Die sind individuell einsetzbar und reinigen deutlich besser als glatte Putztücher. Außerdem kannst du sie bei 60° oder sogar 90° in der Waschmaschine reinigen, was für die Hygiene wichtig ist. Da sie in verschiedenen Farben kommen, kannst Du auch leicht auseinanderhalten, welches Tuch Du für welchen Bereich einsetzt.

Eine Wurzelbürste und ein Drahtschwamm helfen bei wirklich hartnäckigen Verkrustungen. Achtung: Der Drahtschwamm kommt natürlich nicht auf kratzempfindlichen Oberflächen zum Einsatz.

Ohne einen Gummiabzieher wirst Du deine Fenster niemals putzen, ohne hinterher lauter Wasserflecken zu haben.

Wenn Du empfindliche Haut hast, sind Haushaltshandschuhe eine gute Anschaffung. Nimm der Umwelt zuliebe die dicken, die Du mehrfach verwendest, statt ständig Einweghandschuhe wegzuwerfen.

Ein Wischmopp bildet das Schlusslicht in dieser Auflistung. Ein Standardmodell reicht, es muss kein Spezialeimer mit automatischer Auswringmechanik sein.

Fazit: Das Putzen kann beginnen

Du siehst, Dein Putzmittelschrank muss gar nicht überquellen, damit Du für alles gewappnet bist. Investiere lieber in wenige gute Putzmittel, statt unzählige verschiedene Billigprodukte zu verwenden, die ihren Zweck eh nicht erfüllen. Dein Portemonnaie, die Umwelt, und Dein aufgeräumter Putzschrank werden es Dir danken.