Hausgemacht

Morgens, beim Frühstück, spielen wir in Familie Mutterundkind. Es soll stets wie früher sein, obwohl wir, also sie (die Mutter) auf die Achtzig und ich (der Sohn) auf die Sechzig zugehen.

Das Mutter-und-Kind-Spiel geht so: Wir verwandeln uns einfach so etwa sechzig Jahre zurück. Sie hat gerade die Leiden des letzten Krieges unter Hunger überstanden und sorgt sich nun um den Nachwuchs.

“Iss-nur, Junge, iss-nur!”

Damit ich groß und stark werde.

Ich spiele das Spiel meist mit. Sage regelmäßig “schmeckt aber gut, die Wurst”, obwohl mir Wurst inzwischen unwichtig. Sie freut sich darüber und ergänzt heute:

“Ja. Stand ja auch “hausgemacht” an der Verpackung.”

Törööö! Bling-blong! ~ Die Vokabel “hausgenmacht” holt mich ins wahre Leben zurück. “Bedeutet sie nicht “zu Hause gemacht?”, frage ich mich und: “Wer zum Teufel nimmt sich schon allen Plemps aus der Metzgerei mit in die Wohnung?” ~ “Ist bei den strengen deutschen Hygieneregeln Hausmacherei überhaupt erlaubt?” ~ “Was ist, wenn der oder die Wurstmacher(in) zu Hause ein verhaltensauffälliges Kind beherberget? Das vielleicht Schabernack mit dem Rohling treibt, indem es etwas beimengt, was in der Wurst nichts zu suchen haben sollte?” ~ “Wer ist überhaupt der Jenige …(ich weiß, der Gag ist alt – ich finde ihn aber immer wieder lustig)… ist der Jenige, der Wurst zu Hause macht? Die Putzfrau vielleicht?”

Jedenfalls werde ich Hausmacherwurst zukünftig meiden.

Viel zu viel ist unklar.


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