Hamburgwahl: sorgte Milchmädchenrechnung für das Endergebnis dieser Wahl?

Gedanken zur Hamburger Bürgerschaftswahl 2011
Von Uwe
Als Brandenburger interessiere ich mich eigentlich nur mäßig für die Wahlausgänge in anderen Bundesländern. Sie haben allenfalls einen marginalen Einfluss (über die Stimmenverteilung im Bundesrat) auf mein Leben. Hinzu kommt, dass seit CDU und SPD um die imaginäre "Mitte" kämpfen, deren reale Politik, also abseits der Wahlkampfsprüche, nahezu identische Politik ist. 
Mich interessiert in erster Linie, wie viele Wähler denn nun wirklich die eine oder andere Partei gewählt haben. Normalerweise ist das recht einfach festzustellen. Man nimmt alle Wahlberechtigten, zieht die abgegebenen gültigen Stimmen davon ab und erhält so die Zahl der ungültigen Stimmen und die der Nichtwähler. Diese wertet man dann als eigene Partei und fügt sie der prozentualen Aufstellung hinzu. Schließlich ist eine nicht abgegebene bzw. ungültige Stimme auch ein politisches Votum.Erstaunt musste ich feststellen, in Hamburg funktioniert das so nicht. 1.254.638 Wahlberechtigte hatten 3.401.429 gültige (!) Stimmen abgegeben, die dann als 100% für die Berechnungen der Parteienprozente herangezogen wurden.  1.254.638 Wähler hatten also 3.401.429 Stimmen abgegeben! Wie geht das? Also habe ich weiter nachgeforscht und in der Broschüre "EINFACH WÄHLEN! UND MEHRFACH WASBEWEGEN" festgestellt, dass in Hamburg mitnichten die alte demokratische Regel "Ein Mann - eine Stimme" zählt, sondern jeder Wahlberechtigte über fünf Stimmen verfügt. Wozu das gut sein soll, darüber kann ich nur spekulieren. Wäre statistisch gesehen auch nicht weiter schlimm, wenn da nicht eine mir zur Zeit unerklärliche Ungenauigkeit entstanden währe, die darin besteht, dass 691.879 gültige Stimmzettel abgegeben wurden, die nicht wie zu erwarten 3.459.395 gültige Stimmen entsprachen, sondern nur 3.401.429.  Daraus folgt, dass ich eigentlich die 23.759 ungültigen Stimmzettel auch nicht als 118.795 Stimmen werten kann.Ich kann mit meinem derzeitigen Wissensstand nicht erklären, wie das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein auf diese Zahl der gültigen Stimmen gekommen ist. Vielleicht kann mir da einer weiterhelfen. Das ist aber für das Gesamtbild auch nicht so entscheidend.Dessen ungeachtet finde ich es in einer demokratischen Wahl höchst eigenartig, wenn die Herleitung der Wahlergebnisse, für den durchschnittlich begabten Bürger, für den ich mich halte, nicht ohne weiteres möglich ist.Daher gibt es leider auch in meiner Darstellung der Wahlergebnisse eine gewisse Ungenauigkeit, die man mir aufgrund der eben geschilderten Probleme nachsehen möchte.In meiner Auswertung hat jeder Hamburger Wahlberechtigte fünf Stimmen. Alle Wähler, alle Nichtwähler und auch alle ungültig abgegebenen Wahlzettel. So komme ich auf folgendes Ergebnis:Hamburgwahl: sorgte Milchmädchenrechnung für das Endergebnis dieser Wahl?[Das Anklicken vergrößert sämtliche Statistiken! - Lux]
Hamburgwahl: sorgte Milchmädchenrechnung für das Endergebnis dieser Wahl?Hamburgwahl: sorgte Milchmädchenrechnung für das Endergebnis dieser Wahl?Fazit:
Die SPD regiert zukünftig Hamburg mit einer satten Mehrheit von 26% der Wählerstimmen!
Gruß Uwe
P.S. Ist Euch eigentlich aufgefallen, dass in Tagesschau und Heute zum ersten Mal keine Wahlbeteiligung genannt wurde? Vielleicht hatten die ja auch Probleme beim rechnen! -  
Quelle aller meiner Daten: - Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein- http://www.statistik-nord.de/wahlen/wahlen-in-hamburg/- eigene Berechnungen- Broschüre "Einfach wählen …"http://www.hamburg.de/contentblob/2776424/data/2011-02-07-bis-pm-musterstimmzettel.pdf

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