Halte an Deinem Traum fest, auch wenn Andere meinen, Du solltest anders handeln!

Von Wernerbremen

Zitronenjette-Rose www.kordes.de


Ihr Lieben,
heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Armin Kaupp erzählen:

„Der Mehlladen“

„In einem kleinen Dorf, - kaum ein paar Dutzend Menschen wohnten dort -, lebte eine alte Frau und betrieb einen kleinen Laden. In ihrem Geschäft gab es aber weder Zeitungen noch Obst oder Gemüse zu kaufen. Die alte Frau hatte nur ein einziges Produkt – sie verkaufte Mehl.

Auch bot sie nicht verschiedene Sorten, etwa Hafer-, Roggen oder Dinkelmehl an und auch die Verpackungseinheiten reichten nicht vom Pfundbeutel bis zum Zentnersack.

Nein, die alte Frau verkaufte ausschließlich Weizenmehl in Päckchen zu 1.000 Gramm.

In der ganzen Gegend und in der nahegelegenen Stadt hatte es sich herumgesprochen, dass es in Zeiten der großen Supermarktketten mit ganzen Regalwänden und Paletten voller Mehlauswahl in dem kleinen Dorf noch so etwas gab.
Die Menschen aus der Gegend kamen also und kauften für einige Groschen Mehl allein der urigen Atmosphäre wegen.
Bald war die alte Frau eine lokale Berühmtheit und selbst Busse mit Touristen hielten ab und an vor dem kleinen Dorfladen.

Eines Tages kam ein in Wirtschaftsfragen sehr erfahrener weiser Mann und erklärte der Frau, dass es dumm sei, aus ihrer Berühmtheit kein Kapital zu schlagen. Mit einigen Postkartenständern und Kaffee für die Touristen ließe sich weit mehr Geld verdienen als mit dem Mehl selbst.

Einige Monate später, nachdem die Postkartenständer aufgestellt worden waren, musste die alte Frau mangels Kundschaft ausgeben.

Kioske gab es in der Stadt genügend.


Ihr Lieben,

in den Jahren 1880 bis 1900 verkaufte in Hamburg eine Frau Zitronen.
Ihr Name lautete Henriette Johanne Marie Müller.
Aber unter diesem Namen kennt sie keiner in Hamburg, wenn man nach ihrem fragt. Wenn man aber nach der „Zitronenjette“ fragt, weiß fast jeder Hamburger, wer gemeint ist.
So etwas wie Sozialhilfe gab es in der damaligen Zeit noch nicht.
Um leben zu können, ging diese Frau, die in Hamburg bald den Spitznamen „Zitronenjette“ trug, durch Hamburgs Straßen und verkaufte jedem, dem sie begegnete, ihre Zitronen. Auch nachts war sie unterwegs und verkaufte ihre Zitronen in den Kneipen.
Nun war es nicht so, dass jeder, der ihr die Zitronen abkaufte, unbedingt Zitronen benötigt hätte, aber die Zitronenjette war bald so bekannt, dass selbst der Hamburger Oberbürgermeister sich herabließ, gelegentlich Zitronen bei der Zitronenjette zu kaufen.
Die Zitronenjette wurde so berühmt, dass noch heute von ihr in Hamburg als einem Hamburger Original gesprochen wird und ihr zu Ehren sogar ein Denkmal errichtet wurde.

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Aber dabei blieb es nicht, sogar eine Rose wurde nach ihr benannt, wie man weiter oben sehen kann und auch ein Theaterstück über die Zitronenjette wird immer wieder in Hamburg aufgeführt.

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Eines aber ist sicher: Wenn sich die Zitronenjette nicht auf die Zitronen konzentriert hätte, sondern einen ganzen Bauchladen von Waren mit sich herumgeschleppt hätte, würde ihren Namen heute niemand mehr kennen!
Das ist so eine ähnliche Geschichte wie in unserer heutigen Gute-Nacht-Geschichte.
Viele Menschen haben wunderbare Träume.
Mein einer Traum ist es zum Beispiel, Kinder stark zu machen, damit sie sich wehren können, wenn Menschen mit ihnen etwas machen wollen, dass sie nicht wollen.
Mein zweiter Traum ist es, anderen Menschen und mir Freude zu machen, Menschen Mut zu machen, Menschen Hoffnung zu schenken, in Menschen Zuversicht zu wecken, Menschen die Kraft der Liebe und der Versöhnung zu verdeutlichen.

Oft komme ich mir dabei vor wie der berühmte Don Quichotte in seinem vergeblichen Kampf gegen die Windmühlenflügel. 

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Aber ich lasse mich nicht entmutigen, obwohl es immer wieder Menschen gibt, die der Ansicht sind: „Werner, Du musst das ganz anders machen, Du musst dieses oder jenes tun!
Wenn Du, liebe Leserin, lieber Leser, einen Traum hast, der Dein Leben erfüllt,
dann halte unbedingt daran fest!

Lass Dich nicht entmutigen, lass Dir nicht einreden, dass aus der Verwirklichung des Traumes nichts werden wird, dass Du „alles“ anders machen solltest.

Niemand außer Dir geht in Deinen Schuhen.
Niemand außer Dir träumt Deinen Traum.
Niemand außer Dir geht Deinen Weg.

Deshalb schreite mutig, unbeirrt und zuversichtlich auf Deinem Weg voran.
Selbst wenn Du einmal hinfällst, dann höre nicht auf die, die Dir einflüstern wollen, dass sie schon immer gewusst haben, dass Du scheitern wirst.

Stehe stattdessen wieder auf, schüttle den Staub von Deinen Füßen, halte an Deinem Traum fest und Du wirst glücklich werden, weil Du das tust, was Dein tiefster Wunsch ist, weil Du das tust, wonach Du Dich sehnst und weil Du das tust, was Deinem Inneren entspricht.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht, einen Sonntag mit kraftvollen Gedanken, und dass Ihr von der Sehnsucht erfüllt werdet, Euren Traum zu verwirklichen.

Ich grüße Euch ganz herzlich aus Bremen


Euer fröhlicher Geschichtenerzähler Werner

Quelle: Karin Heringshausen