Halo Reach

Halo Reach
Vorgestern war es dann endlich so weit. Der 14. Tag des Septembers war angebrochen und das Spiel, auf das ich gewartet habe, stand endlich in den Läden: Halo Reach. Ich habe wahrscheinlich zu viel Vorfreude auf das Spiel gehabt, da es ja nichts neues bringen sollte und keine weltbewegenden Änderung hat. Aber wollte ich das unbedingt? Brauche ich denn für jeden neuen Teil irgendwas unglaubliches, was mir im übertragenen Sinne die Rübe wegpustet? Nein, eigentlich nicht. Da ich, mal ganz von dem Gameplay abgeshen, allein schon an der Geschichte des Falls von Reach interessiert war, war mir der Rest ja eigentlich schon fast egal. Aber trotzdem hat mir Halo Reach um einiges mehr gegeben als ich eigentlich verlangt hatte.

Ich werde versuchen hier nicht zu spoilen aber ich denke jeder weiß mittlerweile, dass „Reach“ ein Planet ist und dieser von einer großen Armee der Allianz angegriffen wurde und die Menschheit darauf verloren hat. Warum dann eigentlich ein Game machen, wenn man sowieso am Ende tot ist? Man sollte nicht mit dem Gedanken ins Spiel gehen, dass man nur für die Verteidigung von Reach zuständig ist und solange Aliens abschießt bis es zu viele werden. Die Story, die man spielt, hat im Grunde nichts mit der Verteidigung des Planeten zu tun.

Aber, wer ist man eigentlich. Der Spieler spielt ‘Noble Six’, einen Lieutnant. Mehr erfährt man nicht von seinem Character außer, dass er gerne die ‘Lone Wolf’ spielt. Mit ihm unterwegs sind 5 weitere Nobles. #1 Carter, #2Kat, #3 Jun, #4 Emile und #5 Jorge. Zusammen sind sie (das A-Team.. sehr witzig) das Noble Team, eine spezielle Gruppe von Spartans. Noble Six ersetzt einen gefallen Spartan, um das Team wieder vollständig zu machen. Seine Akte scheint sehr geheimnisvoll zu sein, da es viele ausgeschwärzte Bereiche gibt, von denen niemand erfahren darf. Und so zieht man, wie in ODST auch, mit seinem Namenlosen Helden los. Ich hatte ja eigentlich noch gehofft, vielleicht mal die anderen Nobles zu spielen, da Jorge IMMER mit einem schweren MG rumläuft.

Aber alles in allem hat mir der Singleplayer verdammt gut gefallen. Auch wenn Anfangs einige Features bekannt gegeben wurden, die nicht so ins Spiel gekommen sind. Worauf ich hinaus will, ist das Feature der großen „Massenkämpfe“. Gesagt wurde nämlich, dass man im Spiel mit weit aus größeren Gegnermassen zu tun hat, allerdings auch auf der eigenen Seite die Marines in viel höherer Anzahl present sein werden. Davon habe ich nicht viel gemerkt. Auffällig wurde mir dies während einer Cutscene, die auch in diversen Trailern gezeigt wurde. Ich meine die, in der an die 50 Warthogs und einige Scorpions kampfbereit in Richtung einer Allianzbasis fahren. Nichts da, man selbst wird noch in der Cutscene von der großen Schlacht weggefahren und kämpft sich dann mit einem weiteren Noble am Rand weiter. Und auch sonst gab es im Spiel keine großen Schlachten oder ähnliches. Wenn ich mir allerdings den ‘leicht’ erhöhten Schwierigkeitsgrad anschaue dann ist das, denke ich, auch besser so. Wenn ich Reach mit ODST vergleichen müsste, würde ich fast sagen, dass ODST auf Legendär ungefähr so ist wie Reach auf Heroisch. Das freut mich eigentlich sogar, da ich ODST sehr leicht auf Legendär durchgespielt habe. In Reach ist das ganze dann schon etwas kniffliger. Dazu kommt natürlich dann auch noch die KI. Die gegnerische schien mir bisher ganz passabel, auch wenn einige Eliten zu Amokläufen alleine ins Feld gerannt sind um dann unverrichteter Dinge zu sterben. Die Verbündeten KI allerdings soll fast schon katastrophal sein. Das beste Beispiel ist eigentlich die Situation „Warthog“. Man selbst will natürlich an das MG/Gauss-Gewehr/Dual-Raketenwerfer ran und alles niedermetzeln was einem vor das Fadenkreuz kommt. Aber wer fährt? Die KI. Und dann kann es schonmal vorkommen, dass der Warthog vor einem Felsen stehen bleibt oder direkt vor einem Wraith und sich der Fahrer scheinbar denkt „Ooh, dieser große blaue Ball da ist so schön…“ Aus anderen Quellen habe ich gehört, dass dieser sogar von seinen eigenen Leuten umgefahren worden ist… des öfteren. Aber gut, so oft fährt man nun auch nicht in der Kampagne und außerdem kann man natürlich das Steuer auch noch selbst in die Hand nehmen. Bugs oder sonstige Fehler sind mir bisher garnicht aufgefallen. Das Noble-Team arbeitet schön für sich. Sie warten oder verstecken sich nicht hinter einem sondern stehen eigentlich immer an der Front. Schade eigentlich dass sie keine größeren Vorteile daraus ziehen, unbesiegbar zu sein. Allerdings kann man sich das selbst natürlich zu Nutze machen, indem man sich einen Noble als Schutzschild nimmt.

Die Kampagne an sich war für mich, wie schon erwähnt, großartig. Sehr gut hat mir natürlich das Space-Level gefallen. Was ich schade finde ist, dass man daraus keinen besonderen Modus für Firefight, Multiplay oder ähnliches gemacht hat. Ebenfalls gefehlt hat mir ein etwas größerer Auftritt von ‘Buck’ aus Halo ODST. Sein Auftritt im Spiel wurde irgendwann mal angekündigt und die Rolle ist meiner Meinung nach etwas winzig geraten, da man von ihm nur die Stimme hört.
Die Grafik ist etwas besser und es gibt sehr viele neue Waffen aber (glücklicherweise) auch alte Bekannte. Die Items, wie z.B. das Blasenschild, sind dem wohl größten neuen Feature gewichen: Anzugfähigkeiten. Das sind Abilities, die man in der Kampagne zwischendurch findet. Standartausrüstungen ist sprinten. Zu finden gibt es z.B. ein eigener persönlicher Schild, bei dessen Aktivierung man allerdings sich weder bewegen, noch schießen kann, und sogar einen Jetpack. Es gibt insgesamt 7 Abilities, die sowohl in der Kampagne, als auch im Multiplayer und im Firefight zu finden sind.

Womit wir eigentlich auch schon beim Multiplayer wären. Neben den neuen Karten gibt es ein ziemlich cooles Feature, welches sich allerdings nicht nur auf den Multiplayer fokussiert. Man verdient im Spiel, sei es Kampagne, Firefight oder Multiplayer, Credits. Mit diesen kann man sich dann diverse Rüstungsteile kaufen. Die haben zwar keinen Verteidigungseffekt, sehen aber cool aus. Käufer der Legendary Edition bekommen sogar einen Effekt, der den Helm brennen lässt. Aber normal-sterbliche müssen keinesfalls in Sachen ‘coolness’ in die Röhre gucken. Man kann sich solche Helm-Effekte, wie Blitze oder den Konfetti Effekt beim Tod für verdammt viel Credits kaufen. Am Multiplayer selbst hat sie nichts weltbewegendes verändert. Über die Modi kann ich nicht viel sagen, da ich den vergleich zu Halo 3 nicht kenne. Aber diesmal bin ich beim Multiplayer sogar dabei. Und momentan bin ich noch garnicht so extrem schlecht. Das liegt aber wohl daran, dass mein Rang noch nicht sonderlich hoch ist.

Firefight habe ich bis jetzt noch nicht ausprobiert, aber auch hier gibt es neue Karten UND es besteht die Möglichkeit, über Matchmaking weitere Mitspieler zu finden. Aber worauf ich eigentlich die ganze Zeit hinaus will, ist ein Feature, das sich ebenfalls über Kampagne, Firefight und Multiplayer erstreckt: Challenges. Ungefähr das Prinzip aus Call of Duty 4-6 nur dass es immer 5 Challenges gibt, 4 pro Tag und 1 pro Woche, was meiner Meinung nach eine verdammt coole Idee ist. Und außerdem verlängert das sogar noch den Spielspaß, neben dem Multiplayer.

Und je länger ich hier schreibe, desto mehr will ich jetzt eigentlich Halo Reach spielen. Die Wöchentliche Challenge dieser Woche ist, 9 Kampagnen-Level mindestens auf Heroisch zu spielen. Und eigentlich hätte ich diese Challenge schon erledigt, da meiner erster Durchlauf auf Heroisch war, aber ich hatte vergessen, mich bei Live anzumelden, was ein großer Fehler war. Deswegen sitze ich momentan an meinem 2. Durchlauf auf Legendär, was mir sogar 275 Achievementpunkte einbrigen wird: Kampagne auf Legendär: 125, Kampagne auf Legendär alleine 150. Und das ganze bringt mir natürlich einen Haufen Credits und steigert auch meinen Rang, wodurch ich mir noch mehr Klamotten in der Rüstungskammer kaufen kann, und ich bin auf diesen Helm, der dieses Riesenvisier hat (der, den Emile trägt) scharf. Und außerdem gibt es natürlich noch die Avatar-Achievements, welche Klamotten für euern Avatar freischalten.

Zusammenfassend kann ich also behaupten, Halo Reach bringt (wie erwartet) keine weltbewegenden Neuerungen aber die neuen Features die es hat, bringen es meiner Meinung nach. Eingesessene Halo-Spieler werden das Spiel mit Sicherheit schon haben und denen, die es nicht haben, kann ich den (vorerst) letzten Halo-Teil nur wärmstens empfehlen.

-Fenrol


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