Halloween Haunt

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Halloween Haunt

4Horror

Es ist ein verregneter, düsterer 31. Oktober 2019. Es ist Halloween. Wie jedes Jahr schleicht sich an diesem Tag ein unauffälliger Slasher in die heimischen Kinos. Dürstend nach Kartenverkäufen ist sein einziges Ziel das Publikum in Angst und Schrecken zu versetzen.

Für eine sechsköpfige Teenager-Gruppe ist Halloween ein besonderer Tag. Es ist der Anlass für ein spezielles Rahmenprogramm. Nachdem die erste Halloween-Party jedoch ein wahres Stimmungs-Massaker ist, entschließen sich die Grusel-Fans in einem „Haunted House“ abseits der Straße ihren Ängsten zu frönen. „Alles nur ein Spiel“, lautet es auf dem Werbeflyer. Schnell merken die sechs Freunde, dass vieles nicht nur gespielt ist.

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Die Halloween Attraktion eines Spuk- und Mordhauses als Grundsetting zu verwenden, ist an sich keine schlechte Ausgangslage. Denn es wird dadurch gleich zu Beginn eine düstere und intensive Atmosphäre erzeugt, ohne in Erklärungsnot zu geraten. Leider kann Halloween Haunt diese Stimmung nicht über die gesamte Laufzeit aufrechterhalten. Die zweite Hälfte flaut wesentlich ab, das Ende wirkt im Verhältnis und im Vergleich mit anderen Horrorfilmen sehr zahm. Dem Regie-Duo Scott Beck und Bryan Woods fehlt es in ihrem aktuellsten Werk an Originalität und Härte, was für einen Slasher fatal ist. Die beiden haben bereits 2015 mit Nightlight einen „straight to DVD“ B-Horrorfilm abgeliefert, welcher dieselben Mängel aufweist. Jedoch ist Halloween Haunt der Beweis für einen minimalen Verbesserungsprozess der beiden Regisseure.

Spannende und intensive Szenen sind über den gesamten Film hinweg an einer Hand abzählbar. Jedoch sind gerade diese Sequenzen die einzelnen Höhepunkte, die vieles richtig machen: Stimmung, Originalität, Härte und Handlungslogik. Das Spektrum reicht von absurd fies bis Herzschlag erhöhend. Leider bleiben die restlichen Szenen zu generisch und vorhersehbar. Jump-Scares werden im Minutentakt verbraten. Wer hier wenigstens auf innovative und unterhaltsame Morde hofft, wird ebenfalls enttäuscht. Keine Tötung hebt sich durch Originalität oder Brutalität hervor, es bleibt alles Mittelmaß. Vieles hat man als eingefleischter Horrorfan einfach schon gesehen. Gerade das Ende, welches meistens als die klassisch blutige, spannende und fulminante Befreiung inszeniert wird, bleibt hier sogar der schwächste Teil des Films.

Auch schauspielerisch kratzt Halloween Haunt nur an der Oberfläche. Die Darstellerinnen und Darsteller müssen nur die Emotion Angst aus ihrem Repertoire präsentieren, da der Film nicht mehr dramaturgische Ansatzpunkte bietet. Es gibt zwar einen Subplot der Protagonistin, dieser ist jedoch so abgedroschen und uninteressant, dass dieser eigentlich irrelevant für den Handlungsverlauf und die Empathie-Erzeugung ist. Die Figuren der Antagonisten, bleiben aufgrund ihrer Maskierung bis zu der notwendigen Demaskierung interessant und bieten auch einen schaurigen Anblick. Grundsätzlich sind die Effekte gut gelungen, die handgemachten Tricks sind schön anzusehen und hinterlassen auch ihre Wirkung. Einziger Kritikpunkt hierbei ist die fehlende Härte, die sich nicht konsequent durch alle Morde zieht. Das unterstützt auch die FSK-Freigabe ab 16 Jahren.

Halloween Haunt bleibt ein müder, generischer, beinahe sanfter Horrorfilm, welchen man jedes Jahr aufs Neue zu Halloween präsentiert bekommt. Es fehlt an eigenen Ideen, interessanten Tötungen und einem harten Ende. Wer diese Abstriche machen kann und eventuell den ein oder anderen Bloody Mary davor genießt, kann jedoch einen unterhaltsamen Kinoabend zu Halloween erleben.

Regie und Drehbuch: Bryan Woods, Scott Beck, Darsteller: Katie Stevens, Will Brittain, Lauryn Alisa McClain, Andrew Caldwell, Shazi Raja, Schuyler Helford, Filmlänge: 132 Minuten, Filmstart: 31.10.2019


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