Habe das Schreiben aus dem Blick verloren

Habe einmal mehr das Schreiben ganz aus dem Blick verloren – und es im Alltag nicht einmal vermisst. Doch wenn es still wird um mich, schiebt sich die Sehnsucht nach Poesie und redlichem Ausdruck, nach verschriftlichter Tiefenbohrung und Spurensuche in den Vordergrund. Dann durchforste ich mein Inneres nach angemessenen Worten und lote die tiefsten Tiefen und die höchsten Höhen aus – so dass daraus ein Knittelvers wird oder eine Ode an die Weite. Ich brauche dann kaum mehr als einen ruhigen Ort zum Schreiben und mein tägliches Brot – vielleicht ab und zu noch Gesellschaft und erfreuliche Gespräche.


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