Gute Nacht Bern

Von Frauenblog @frauenblog

Jedes Jahr dasselbe Spiel. Die Kinder haben Geburtstag, oder jetzt ganz aktuell, es ist Vorweihnachtszeit. Da kommt automatisch die Frage auf „was wollen wir schenken?“ Das von Grosseltern, Tanten, Onkeln und Paten/innen. Meine Kinder besitzen Spielsachen, dass ist unglaublich. Und nicht etwa weil wir Eltern fleissig alle Geschenkwünsche unserer Kinder erfüllen, nein, die Geschenke kommen jedes Jahr von selbst.

Immer das neuste, das Beste, das Schönste und alle wollen sie Übertreffen. Dabei ist es den kleinen ganz egal ob das Geschenk teuer oder preiswert ist. Hauptsache es macht Spass, ist spannend und sie können es verstehen.
Der Patenonkel meiner kleinen Tochter hat ihr zum 3. Geburtstag ein wunderschönes Buch geschenkt. „Gute Nacht Bern“. Als ich es zusammen mit meinen Kindern gelesen habe war ich so was von begeistert. Nicht nur weil das Buch so besonders ist, sondern es gefiel mir so gut, weil mein Schwager sich hingesetzt und damit auseinander gesetzt hat, was seiner kleinen Patentochter gefallen könnte“.

Das Buch erzählt vom „kleinen Nachtwächter“ der in Bern abends seinen Rundgang macht um alle Türen abzuschliessen. Er geht mit dem Tram zum Stadttheater, ins Inselspital zu den Kindern, repariert die kleine Sanduhr am Zeitglockenturm, schliesst die Kirchentür vom Berner Münster, sagt den Bären gute Nacht, richtet im Historischen Museum die Ritterrüstung, schliesst das Gehege der Tiere im Tierpark, prüft die Bremsen und Seile der Marzilibahn, löscht alle Lichter im Bundeshaus und schliesslich fährt er zufrieden nach Hause.

Meine Kinder hören immer ganz gespannt zu und freuen sich, wenn sie den kleinen Nachtwächter nachtun und sagen „wer hat sich den hier versteckt?“.

Nicht die teuersten Geschenke machen ein Kind glücklich sondern solche, die mit Bedacht und Liebe ausgewählt wurden. Diese sind das grössten Geschenk für unsere kleinen und lassen deren Augen leuchten.

Eure, Alexa Herz