"Guardians of the Galaxy Vol. 2" [USA 2017]


Querfeldein fantasierender Steigerungsapparat, bei dem nicht nur Cat Stevens ein Vater-Sohn-Verhältnis besingt. "Singen", "tanzen" überhaupt – großflächige Bedeutung hat es nicht mehr. Die Songs, bedingt fügen sie sich einer zweiten Textur, bleiben angehangene diegetische Erbaulichkeiten, mitten ins Herz eines bizarr extrovertierten, für den Moment existierenden Happenings, bei dem sich die Poesie durch ihre Pointen (übertrieben) Geltung verschafft. James Gunn entschied, den Quatsch sentimental werden zu lassen – sentimental zwischen schön und hässlich, jung und alt, freudig und freundschaftlich. Zwischen Vater und Sohn. Aber, und deswegen vermag "Guardians of the Galaxy Vol. 2" Freude zu entfachen: Ungewohnt strukturenthoben gibt sich dieser Film, maximiert Farben, hypnotische, erdrückend quietschige Farben zum Kitsch, futuristische Abstraktionskulissen tränkend, die Jodorowksy sicherlich gefallen hätten. Erst im aus dem Ruder laufenden Finale werden ihr, der Struktur, der Nichtstruktur, unzählige Fußnoten zugemutet, wie ein biologistischer, totartikulierter Vernichtungsplan (im Arschlochmodus: Kurt Russell) sowieso vereitelt wird. Baby Groot (Vin Diesel) und Yondu (Michael Rooker) sind indes die Rockstars, witzeln, menscheln, und ein paar der Gags ("Taserface") offenbaren tatsächlich Timing, Genuss, schieres transzendentes Verlorensein bei einer Familie, die über den Frieden herrscht. Kontroversen besitzt das Sequel dementsprechend nach wie vor nicht, es ist zügig vergessen, hurtig verdaut – verspricht jedoch eine, zumindest übergangsweise, fluffige Freiheit.      
5 | 10

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