Guardians of the Galaxy

Mit Guardians of the Galaxy steht in diesem Jahr nach The Return of the First Avenger, The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro und X-Men: Zukunft ist Vergangenheit die nächste Comicverfilmung aus dem Hause Marvel an. Das Weltraumabenteuer basiert auf dem gleichnamigen Comic – welcher selbst unter Fans eher unbekannt ist – von Dan Abnett und Andy Lanning (2008) und stellt eine Mischung aus Witz und Düsternis dar.

Peter Quill (Chris Pratt) wird nach dem Tod seiner Mutter von dem blauhäutigen Freibeuter Yondu (Michael Rooker) im All großgezogen. Er nennt sich Star-Lord und bringt sein Leben in Gefahr um aus einem besonderen Orb Profit schlagen zu können. Hierbei lernt er die Auftragskillerin Gamora (Zoe Saldana), den Krieger Drax (Dave Bautista), den genetisch bearbeiteten Waschbären Rocket (in der Originalfassung die Stimme von Bradley Cooper) und dessen Freund Groot (Stimme von Vin Diesel) – eine humanoide Baum-Kreatur – kennen, welche ebenfalls mit dem Orb Geld verdienen möchten. Schließlich wird im Kollektiv gegen diverse Hindernisse gekämpft um nicht nur den Orb sondern auch das Universum zu schützen.

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Es handelt sich um eine typische Story wo aus Feind Freund wird und man schließlich gemeinsame Sache macht um das gewünschte Ziel als Union zu erreichen. Der Geschichtsverlauf besticht somit nicht durch unvorhersehbare Wendungen, sondern schafft es fast immer genau das aufzuzeigen, was das Publikum vorausahnt. Ist die Story selbst nicht wirklich einfallsreich, gelingt es Gunn das Publikum durch die visuellen Effekte in den Bann zu ziehen. Weiters sorgt der Score mit Musik der Siebziger (dank Peters Walkman wechselnd zwischen On- und Off-Ton) für die gewünschte Atmosphäre der Szene und animiert das Publikum zum mitgrooven.

Es wird auf Kontrapunkte wie Kampf und Humor, dunkel und farbenfroh gesetzt, was zwar prinzipiell interessant ist, aber trotzdem nicht ganz überzeugt. Die Sprünge von angespannten zu humorvollen Situationen gehen etwas zu schnell vonstatten um mit den Charakteren wirklich mitzufiebern oder sich in sie hineinversetzen zu können. Dadurch mangelt es Guardians of the Galaxy einer wichtigen Identifikationsfigur. Chris Pratt ist als Peter zwar absurd albern, doch die wahren Helden sind Rocket und vor allem Groot mimt sich in die Herzen der Zuschauer. Sein einzig sprechbarer Satz „I am Groot“ wird zur Botschaft des Films und entfaltet eine unvorstellbare Wirkung.

Man verändere ein paar Einzelheiten und schon glaubt man etwas Neues geschaffen zu haben. Der Plan geht aber nicht ganz auf, denn der Streifen weckt Erinnerungen an Star Wars, da in beiden Filmen die Geschichte in einer anderen Galaxie spielt und der Kampf zwischen Gut und Böse behandelt wird. Zusätzlich erinnern auch die verschiedenen Figuren stark an die bekannte Sternensaga und wirken daher weniger wie originelle Charaktere.

Man kann Guardians of the Galaxy somit irgendwie als eine moderne Version der Sci-Fi-Saga von George Lucas empfinden, in der zum Beispiel Peter eine Mixtur aus Han Solo und Luke Skywalker darstellt, der für jede Situation den passenden Witz parat hat. Obwohl Guardians of the Galaxy auf den ersten Blick originell wirkt, bleibt die Handlung dann doch zu vorhersehbar und die Figuren ihren Vorbildern zu ähnlich. Abseits davon bietet der Film, vor allem durch die sympathischen Figuren, dennoch einen hohen Unterhaltungsfaktor.

  • Soundtrack zum Film

Regie: James Gunn, Drehbuch: Nicole Perlman, James Gunn
Darsteller: Chris Pratt, Zoe Saldana, Lee Pace, Dave Bautista, Glenn Close, Vin Diesel, Bradley Cooper
Filmlänge: 122 Minuten, Kinostart: 28.08.2014, de.marvel.com/guardians


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