Grenzenloser Auto-Boom: Bayerischer Unternehmer nutzt Chance in Tschechien

Grenzenloser Auto-Boom: Bayerischer Unternehmer nutzt Chance in Tschechien
Josef Stauner ist direkt nach der „Wende“ im Osten mit seinem bayerischen Autozuliefer-Betrieb auf dem tschechischen Markt expandiert – heute drei Produktionsbetriebe - Foto: ce-press
Domazlice/Cham (ce-press - internet-zeitung) – „Ich habe in Tschechien sehr positive Erfahrungen gemacht“, sagt Josef Stauner, Geschäftsführer eines metallverarbeitenden Unternehmens mit drei Standorten im Nachbarland. Vor über 20 Jahren, direkt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, war Stauner unter den ersten, die als Unternehmer den Schritt nach Osten wagten. Nach der Grenzöffnung erkannte der damalige Maschinenbaustudent sehr schnell die große Chance den väterlichen Betrieb im Grenzlandkreis Cham nach Osten zu erweitern. Aus den damals 15 Mitarbeitern sind inzwischen etwa 300 geworden, und das Unternehmen wächst kontinuierlich. „Behörden und Geschäftspartner haben mich damals offen und begeistert empfangen“, erinnert sich Stauner an seine Pionierzeit in Tschechien. In seinen Betrieben entwickelt und produziert der Ostbayer spezielle Transportbehälter für Autoteile für die Automobilindustrie wie zum Beispiel Sonderladungsträger für Motorhauben.
„Schon vor der Revolution haben wir nach Möglichkeiten gesucht, den Betrieb im Westen zu erweitern“, sagt Stauner, doch das blieb zunächst ohne Erfolg. Gleich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ergriff der Unternehmer die Chance, den Markt im Nachbarland Tschechien zu erobern. „Nach dem Kollaps des Ostblocks brachen vielen Lieferanten in Tschechien die alten Auftraggeber weg“, sagt Stauner. So bot sich ihm die Chance, die Kapazitäten seines ostbayerischen Betriebes massiv auszubauen.
Und Stauners Kalkül ging auf: Schon 1992 stand der erste eigene Lackierbetrieb bei Domazlice. „Das war eine verrückte Zeit“, erinnert sich der Unternehmer: Als Automobilzulieferer profitierte sein Betrieb nach der „Wende“ von der starken Nachfrage nach Autos in der ehemaligen DDR. Heute führt Stauner drei Betriebe in Tschechien und dazu noch einige Autohäuser. Zwei bis dreimal in der Woche pendelt der Unternehmer die 40 Kilometer über die Grenze zu seinen Werken.
Mit der Tschechischen Mentalität hat Stauner keine Probleme: „Man muss das Land so nehmen wie es ist. Höhen und Tiefen gibt es überall“, sagt der Geschäftsführer. Die Entwicklung in der Grenzregion sieht der Unternehmer positiv: „Auch wenn es Fachkräftemangel gibt, die junge Generation in Tschechien ist sehr gut ausgebildet“. Stauners wirtschaftliche Zukunft im Nachbarland sieht ebenfalls gut aus: Seine Betriebe wachsen nach wie vor.

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