Grand Theft Auto 5 – Spiel des Jahres!?

Es war wahrscheinlich seit 2009 in der Entwicklung. Es kostete rund 260 Millionen. Es sei das größte Open-World-Spiel der Welt und soll das Spiel des Jahres sein. Die Rede ist natürlich von Grand Theft Auto 5. Doch wird der Blockbuster dem überhaupt gerecht? In unserem Test erhaltet ihr die Antwort.

Grand Theft Auto 5 – Spiel des Jahres!?

In einem Interview aus dem Jahr 2009 sagte der Grand Theft Auto Produzent, dass man zuerst die Spielwelt und dann die Hauptfiguren plane und was soll man sagen? Die Spielwelt ist einfach riesig und unglaublich! Selbst nach etlichen Stunden Spielzeit ist die anfangs verdeckte Karte noch lange nicht enthüllt. Man braucht einfach eine Ewigkeit, um alles ganz genau zu erforschen.

Neben der Stadt namens Los Santos steht dem Spieler noch ein dreimal so großes Hinterland zur Verfügung. Hier gibt es abseits der belebten Metropole, in der Unfälle, Verfolgungsjagden, Schießereien und vieles mehr zum Tagesbild gehören, auch einige ruhige Orte. So kann man beispielsweise die Berge hinaufsteigen und danach eine wunderschöne Aussicht genießen. Jedoch sollte man vorsichtig sein! Rockstar Games führte nämlich eine belebte Tierwelt ein, die euch gelegentlich sogar nach dem Leben trachten. Allerdings funktioniert das auch andersherum, doch dazu später mehr.

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Nach der Spielwelt folgten die Hauptfiguren und davon gibt es in GTA 5 gleich drei, die unterschiedlicher nicht sein können. Während Franklin kein Geld hat und unbedingt aus seinem Ghetto raus will, dass aber ohne Bares nicht schafft, besitzt Michael mehr als genug davon. Jedoch ist er ein psychisches Wrack und das Verhältnis mit seiner Familie droht zu bröckeln. Der letzte im Bunde ist Trevor, der definitiv ein Freak ist. Bereits der erste Auftritt lässt erahnen, wozu er fähig ist.

Im Verlauf des Spieles treffen alle drei Protagonisten aufeinander und es entwickelt sich eine Beziehung mit Höhen und Tiefen. Da jeder gleichzeitig seine eigene Geschichte besitzt, agieren sie nicht ständig zusammen. Demnach steht es dem Spieler offen, welche Figur er spielen möchte. Er kann jederzeit zwischen ihnen wechseln.

Grand Theft Auto 5 – Spiel des Jahres!?

Dieses neue Feature ist in manchen Missionen ebenfalls möglich. Doch das ist nicht das Einzige, was eure Aufträge auszeichnet. Wie es für GTA typisch ist, sind sie abwechslungsreich gestaltet. Vom Schießen über Autofahren bis hin zum leisen Verfolgen ist alles dabei, was sich ein Spieler wünscht. Besonders interessant sind die großen Coups, wo man vorab seine Vorgehensweise wählen kann. Abhängig davon gestaltet sich dann der weitere Spielverlauf. Doch egal, wie gut alles durchgeplant ist, Zwischenfällen treten trotzdem oft ein, was eine zusätzliche Portion Abwechslung liefert.

Abseits der Story-Missionen gibt es aber noch viel zu tun. So kreuzen immer wieder irgendwelche Zufallsereignisse euren Weg, bei denen ihr schnell handelt müsst. Egal ob ihr einen Betrunkenen nach Hause fahrt oder die gestohlene Brieftasche zurückholt, in der Regel lassen sie betroffenen Passanten ein hübsches Honorar da. In manchen Fällen melden sich diese Personen zu einem späteren Zeitpunkt sogar wieder bei euch.

Nach und nach werden im Spielverlauf auch Freizeitaktivitäten freigeschaltet, die ihr nebenbei immer wieder in Angriff nehmen könnt. Diese machen nicht nur Spaß, sie sind auch wiedereinmal abwechslungsreich. Ihr könnt Golf oder Tennis spielen, Yoga machen, in den Stripclub gehen, an einem Quadrennen oder sogar an einem Triathlon teilnehmen. Langweile kommt hier definitiv nicht auf. Auch die Möglichkeit der Jagd ist eine interessante Neuerung, bei der sich spannende Situationen entwickeln können. Doch schade ist, dass die Erfolge bei diesen Aktivitäten keinen Einfluss auf die Story haben. Es nützt also nichts, wenn man gut Tennis spielen kann. Bessere Reflexe bekommt man nicht.

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Wer zu faul für sportliche Aktivitäten ist, der kann auch den ganzen Tag einfach durch die Spielwelt fahren und genau das, ist sogar besser als in den Vorgängern. Jedes Fahrzeug, ob Motorrad, Sportwagen oder Bus, fährt sich anders und lässt sich auch auf unterschiedlichen Untergrund unterschiedlich steuern. Je nach dem verändert sich auch die Vibration des Controllers. Während das Autofahren einwandfrei funktioniert, gibt es leider einige Abstriche bei der Steuerung in Faustkämpfen. Oft steht eure Figur mit dem Rücken zum Gegner oder schlägt in die Luft. Doch ansonsten hinterlässt die Steuerung einen guten Eindruck.

Einen Multiplayer-Modus besitzt das abwechslungsreiche Grand Theft Auto 5 darüber hinaus auch noch. Allerdings startet dieser erst am 1. Oktober und soll dafür aber auch eine riesige Vielfalt besitzen. Mit bis zu 16 Spielern könnt ihr die gesamte Karte aus dem Solopart erkunden. Einen Test zu GTA Online wird separat folgen.

Fazit:

Keine Frage! Grand Theft Auto 5 wird seinen Ruf als das Spiel des Jahres auf jeden Fall gerecht. Der Titel bietet einfach so viel Abwechslung und sieht dazu noch gut aus. Auch eine lange Spielzeit ist bei derart vielen Möglichkeiten vorprogrammiert. Den einzig negativen Punkt, den wir erwähnen können, ist die Darstellung von Gewalt, die manchmal einfach zu extrem ist. Aber ansonsten gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Spielspaß: 96 (genau die richtige Mischung)
Grafik: 92 (Die Entwickler holten nahezu alles aus den Konsolen raus)
Sound: 92 (viele wünschen sich eine deutsche Synchronisierung, doch ansonsten alles bestens)
Spielwelt: 97 (riesig, vielfältig, genial)
Kreativität: 93 (Easter Eggs gibt es mehr als genug)

=> 94/100%


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